Holz-Alu-Fenster, der kurze Überblick warum es so viele Bauherren in Oberösterreich wählen
Bei uns in der Beratung kommt das Thema Holz-Alu meistens dann auf den Tisch, wenn jemand zwischen zwei Welten hin- und herwechselt. Auf der einen Seite die Sehnsucht nach Naturholz im Wohnzimmer, weil das halt einfach wärmer wirkt als jeder Kunststoff. Auf der anderen Seite die Sorge, alle paar Jahre wieder mit dem Pinsel ums Haus rennen zu müssen. Genau hier setzt das Holz-Alu-Fenster an. Innen schaut man auf echte Lärche, Eiche oder was auch immer, draußen schluckt eine Aluschale Regen, UV und Frost. Mehr ist es im Grunde nicht. Und trotzdem hängen an dieser Bauart ein paar Dinge dran, über die viele Bauherren erst bei der Detailplanung stolpern.
✎ Holz-Alu, was Sie wissen sollten
Inhaltsverzeichnis
Stellen Sie sich vor, Sie nehmen ein klassisches Holzfenster, eines wie es Ihre Großeltern noch hatten. Schön anzuschauen, riecht gut, fühlt sich warm an. Aber draußen, da setzt der Regen halt zu, die Sonne bleicht es aus, der Frost zieht in die Poren. Und nach zehn Jahren ist es Zeit für die Lasur, nach zwanzig Jahren für den Maler. Wer das einmal gemacht hat weiß, dass das nicht ohne ist.
Beim Holz-Alu klebt also draußen vor diesem Holz eine Aluschale. Beschichtet, witterungsfest, in über zweihundert RAL-Farben verfügbar. Die hält das Wetter ab, das Holz dahinter bleibt geschützt. Klingt einfach, ist aber technisch nicht trivial. Zwischen Aluschale und Holz muss ein bisschen Luft bleiben, sonst staut sich der Wasserdampf, der aus dem Holz kommt, und dann schimmelt das Ding von hinten. Bei gescheiten Systemen ist diese Hinterlüftung gegeben, bei Billigware aus dem Internet eher nicht. Das nur als Warnung am Rande.
Eine der Standardfragen aus den Beratungsgesprächen lautet: „Was kostet das im Vergleich zum Kunststoff?“ Berechtigte Frage, hier die ehrliche Antwort in Tabellenform. Die Werte sind das was wir in der Praxis hier bei uns in Oberösterreich sehen, andere Anbieter liegen vielleicht etwas drüber oder drunter.
| Kriterium | Kunststoff | Holz | Holz-Alu | Aluminium |
|---|---|---|---|---|
| Uw-Wert (3-fach) | ab ca. 0,72 | ab ca. 0,76 | ab ca. 0,74 | ab ca. 0,96 |
| Lebensdauer | 30 bis 40 Jahre | 30 bis 50 Jahre bei guter Pflege | 40 bis 60 Jahre | 40 bis 60 Jahre |
| Pflegeaufwand außen | sehr gering | hoch, regelmäßig Lasur | sehr gering, durch Aluschale | sehr gering |
| Pflegeaufwand innen | sehr gering | mittel, alle 10 bis 15 Jahre ölen | mittel, alle 10 bis 15 Jahre ölen | sehr gering |
| Wohngefühl innen | funktional | natürlich, warm | natürlich, warm | kühl, modern |
| Farbvielfalt außen | mittel | eingeschränkt | über 200 RAL-Farben | über 200 RAL-Farben |
| Preisniveau (Standardmaß, ohne Montage) | ab ca. 450 € | ab ca. 650 € | ab ca. 700 € | ab ca. 850 € |
Richtwerte aus der Praxis, Stand 2026. Preise und Irrtümer vorbehalten.
Was lese ich aus der Tabelle? Kunststoff ist günstiger, klar. Holz-Alu spielt bei Langlebigkeit und Pflege außen ganz vorne mit, kostet aber gut die Hälfte mehr als Kunststoff. Reines Alu hat ähnliche Lebensdauer-Werte, aber innen wirkt es eben kühl. Wer Wärme im Wohnraum will, dem fehlt bei Alu was. Wer Wärme und Pflegeleichtigkeit kombinieren mag, ist beim Holz-Alu richtig. So einfach lässt sich das auf einen Punkt bringen.
Eine pure Pro-Liste schreibt jeder Anbieter. Spannender wird’s, wenn man auch die Schattenseiten benennt. Hier die ehrliche Doppel-Sicht.
| ✓ Vorteile | ✗ Nachteile |
|---|---|
| Echtholz im Wohnraum, das macht den Unterschied zu jedem Kunststofffenster, optisch wie haptisch | Anschaffung teurer, gut 50 bis 60 Prozent über einem vergleichbaren Kunststofffenster |
| Außen praktisch wartungsfrei, Aluschale erledigt den Job, kein Anstrich mehr nötig | Innen muss geölt werden, etwa alle 10 bis 15 Jahre, das vergessen manche bei der Kalkulation |
| Top-Dämmwerte, Uw ab 0,74, mit Vierfachglas auch darunter, passivhaustauglich | Höheres Gewicht, das spielt bei sehr großen Flügeln eine Rolle, eventuell Spezialbeschläge nötig |
| Lebensdauer 40 bis 60 Jahre, damit holt es sich den Preisaufschlag über die Jahre wieder rein | Reparatur aufwendiger, weil zwei Materialien betroffen sein können, nicht jeder Tischler macht das |
| Über 200 RAL-Farben für die Aluschale, plus Holzdekor-Beschichtungen falls jemand das mag | Lieferzeit länger, rechnen Sie mit 6 bis 12 Wochen ab Auftragsklarheit |
| Bautiefe bis 107 mm, schafft Reserven für Schalldämmung, Einbruchschutz und Beschattung | Im Feuchtraum, etwa im Bad ohne ordentliche Lüftung, ist Holz innen nicht immer ideal |
| Aluschale ist recyclebar, Holz nachwachsend, zusammen eine solide Öko-Bilanz | Alu-Herstellung energieintensiv, relativiert sich über die lange Nutzungsdauer aber wieder |
| Holzauswahl groß, von Fichte bis Nussbaum, Sondersorten meist gegen Aufpreis | Bei sehr großen Glasflächen verteuert sich der Preis sprunghaft, da spielt das Eigengewicht mit |
Lärche, Fichte, Eiche. Das sind die drei Klassiker, die in 80 Prozent unserer Holz-Alu-Projekte verbaut werden. Warum? Heimisch, gut verfügbar, preislich machbar. Lärche hat den Vorteil, dass sie von Natur aus harzhaltig und damit relativ widerstandsfähig ist. Fichte ist die preisgünstigste Option und passt zu jedem Wohnstil. Eiche, das ist die Königin unter den Hölzern, optisch satt und mit ausgeprägter Maserung. Und ja, kostet auch entsprechend mehr.
Wer’s exotischer mag, für den haben wir Erle, Kiefer, Ahorn, Buche, Birke, Kirschbaum, Nussbaum, Meranti oder Eukalyptus. Nussbaum etwa wählen Bauherren oft für Wohnzimmer, weil das satte Dunkel mit hellem Mobiliar einen schönen Kontrast macht. Meranti, das hatten wir vor zwei Jahren bei einem Projekt in Urfahr-Umgebung, schaut aus wie eine warme Mahagoni-Optik, kostet aber moderat. Welche Sorte zu Ihrem Haus passt, klären wir am Muster im Schauraum, weil ein Bild im Prospekt nun mal nie das wiedergibt was Sie nachher im Wohnzimmer sehen.
Ein paar Punkte, die in der Beratung praktisch immer aufkommen, in lockerer Reihenfolge.
Verglasung. Standard ist dreifach Isolierglas mit Thermo-Abstandhalter und Argonfüllung. Beim Passivhaus oder bei sehr nordseitigen Räumen empfehlen wir auch mal Vierfachverglasung, aber das ist die Ausnahme.
Bautiefe. Bis zu 107 Millimeter, je nach Profilsystem. Das klingt erst mal nach einer technischen Zahl, ist aber wichtig, weil tiefe Profile mehr Dichtebenen unterbringen können. Mehr Dichtebenen heißt bessere Schalldämmung und bessere Einbruchhemmung.
Optik der Aluschale. Flächenbündig oder halbflächenversetzt, das ist eine Geschmacksfrage. Beim modernen Architektenhaus mit Flachdach machen wir meist flächenbündig, da fügt sich das in die Linien ein. Beim klassischen Walmdach in Rohrbach oder Lembach passt die halbflächenversetzte Variante besser, weil das Schattenspiel an der Fassade dann lebendiger wirkt.
Beschläge. Bei uns serienmäßig Winkhaus, wahlweise sichtbar oder verdeckt liegend. Verdeckt liegt im Trend, kostet ein bisschen mehr, schaut aber ordentlich aus.
Jalousie zwischen den Scheiben. Eine Option für südseitige Wohnzimmer. Außen steht nichts hervor, bedient wird’s von innen oder per Funk, sehr saubere Lösung wenn Sie Außenraffstores nicht mögen.
Drei Fälle, in denen wir Holz-Alu am häufigsten verbauen.
Der erste Fall ist der hochwertige Neubau. Da geht es um ein Wohngefühl, das mit Kunststoff schlicht nicht herzustellen ist. Wer einmal eine Eiche-Lärche-Fensterlaibung gesehen hat, weiß warum.
Der zweite Fall ist die Altbausanierung mit Charakter. Vierkanthöfe im Mühlviertel, alte Stadthäuser in Linz, das ehemalige Pfarrhaus in Eferding, was uns immer wieder unterkommt. Hier passt Holz-Alu besser zur Bausubstanz als ein Kunststofffenster, das in so einem Gebäude oft Fremdkörper bleibt.
Der dritte Fall ist das energieeffiziente Bauen, also Niedrigenergie- und Passivhaus. Da spielen die Uw-Werte eine Rolle und Holz-Alu liefert die ab.
Und ganz ehrlich: Wer ein klassisches Achtziger-Jahre-Einfamilienhaus saniert und auf das Budget schaut, der ist mit Kunststoff oder Kunststoff-Alu meist besser bedient. Das sagen wir auch offen, weil es nicht immer das teuerste Produkt sein muss.
Extra-Tipp
Geölt schlägt lackiert, fast immer
Wenn Sie sich für Holz-Alu entscheiden, kommt früher oder später die Frage nach der Innenholz-Oberfläche. Lack oder Öl? Aus jahrzehntelanger Praxis, da raten wir fast immer zu geölt. Lackiertes Holz schaut zwar in den ersten Jahren makellos aus, aber sobald einmal eine Druckstelle drin ist oder ein Kratzer, sieht man genau das. Reparieren geht nur durch komplettes Abschleifen und neu lackieren, ein Riesenaufwand. Geöltes Holz hingegen, das altert mit Würde. Druckstellen lassen sich punktuell nachölen, das macht der Hausbesitzer selber, dauert eine Stunde. Nach 20 Jahren schaut so ein geöltes Fenster immer noch nach was aus, lackiertes oft schon abgewetzt. Klingt nach einer Kleinigkeit, ist über die Lebensdauer aber bares Geld.
Pauschal lässt sich das nicht sagen, weil Größe, Holzart, Glas und Aluschalenfarbe alle reinspielen. Aber eine Hausnummer fürs Standardmaß, sagen wir 1,20 mal 1,40 Meter mit dreifach Isolierglas: Da liegen Sie nur fürs Fenster, ohne Montage, bei etwa 700 bis 1.000 Euro. Mit Komplettmontage nach ÖNORM B 5320 und allen Nebenleistungen kommen Sie auf 1.400 bis 1.700 Euro pro Fenster. Ein paar Hundert Euro mehr, wenn Sondersorte (Eiche, Nussbaum) oder Sonderfarbe (außen anthrazit oder ähnliches) ins Spiel kommt.
Mehr zu den Kosten haben wir auf der Seite Fenster austauschen Kosten ausführlicher beschrieben.
Bei einer thermischen Sanierung ist die OÖ-Landesförderung aktuell der Hebel, mit bis zu 1.000 € pro Wohnung. Voraussetzung: Uw unter 1,1, Haus älter als 20 Jahre. Dazu kommt steuerlich die Öko-Sonderausgabenpauschale mit bis zu 800 € pro Person und Jahr. Sanierungsbonus und Handwerkerbonus, die viele noch im Kopf haben, sind beide gestoppt seit Februar 2026. Mehr Infos auf der Seite zu den Fenster-Förderungen in Österreich.
Holz-Alu ist eines dieser Themen, bei denen ein Foto im Internet einfach nicht reicht. Sie müssen das Holz anfassen, an der Aluschale entlangfahren, den Beschlag in die Hand nehmen. Deshalb der Tipp: Schauraum-Termin in Gramastetten machen, das geht in 30 Minuten und Sie wissen nachher zehnmal mehr als nach drei Stunden Internet-Recherche. Wer nicht nach Gramastetten kommen mag, der bekommt von uns einen Vor-Ort-Termin daheim, da nehmen wir auch gleich Maß und besprechen die Einbausituation.
Ansprechpartner bei uns für Fenster ist Josef Lanzerstorfer, er kennt das gesamte Holz-Alu-Sortiment und kalkuliert Ihnen die Varianten durch. Erreichbar telefonisch unter +43 7239 7031 oder per Mail an office@fensterschmidinger.at. Termine buchen Sie auch direkt online.
Tätigkeitsgebiet ist ganz Oberösterreich plus die angrenzenden Bezirke von Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark, maximal 1,5 Stunden Fahrtzeit von Gramastetten zum Bauvorhaben. Weitere Hintergrundinfos zur Planung gibt’s auf unserer Downloadseite, und wer mehr zu anderen Herstellern wissen will, schaut auf Fenster-Hersteller in Österreich.
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