U-Wert Fenster – was ist beim Fensterkauf wichtig? Und was ist ein Uw-Wert für Fenster bzw. der Ug-Wert? Wir klären Sie in diesem Beitrag darüber auf und zeigen Ihnen die Unterschiede.
Beim Kauf der Fenster und Türen ist man mit vielen Fachbegriffen konfrontiert, die einem nicht immer gleich geläufig sind. Wir schauen uns daher heute den Uw-Wert – auch oft nur U-Wert genannt – an. Was er bedeutet und warum gerade dieser dann bei der Entscheidung des Fensteranbieters eine wesentliche Rolle spielt.
✎ U-Wert bei Fenstern – Kurz & einfach erklärt
Inhaltsverzeichnis
Der U-Wert oder auch Wärmedurchgangskoeffizient gibt den Wert an, wie viel Wärmeenergie durch ein bestimmtes Bauteil durchfließt. Je geringer der Wert ist, umso besser dämmt beispielsweise das Fenster oder die Türe ab. In dem Zusammenhang kommen auch weitere Abkürzungen in den Fensterangeboten vor, die wir Ihnen nachstehend auch vorstellen möchten:

Hier in dieser Darstellung sehen Sie, wie sich der Uw-Wert des Fensters zusammensetzt. Der Uw-Wert wird aus dem Ug- und dem Uf-Wert ermittelt! K-Wert wird in dem Zusammenhang nicht mehr verwendet.
In Österreich werden neben 3-fach Verglasungen auch noch 2-fach Verglasungen eingebaut. Welche Werte können mit der jeweiligen Verglasung erreicht werden, zeigen wir Ihnen in der nachstehenden Übersicht:
1,0 / 2-fach Verglasung – Beispiel für Glasaufbau: 4/18/4 – Ug Wert 1,0 W/m²K
1,1 / 2-fach Verglasung – Beispiel für Glasaufbau: 4/18/4 – Ug Wert 1,1 W/m²K
0,7 / 3-fach Verglasung – Beispiel für Glasaufbau: 4/16/4/16/4 – Ug Wert 0,7 W/m²K
0,6 / 3-fach Verglasung – Beispiel für Glasaufbau: 4/16/4/16/4 – Ug Wert 0,6 W/m²K
0,5 / 3-fach Verglasung – Beispiel für Glasaufbau: 4/16/4/16/4 – Ug Wert 0,5 W/m²K
Sie möchten sich über die verschiedenen Verglasungen im Detail informieren – lesen Sie dazu mehr in diesem Beitrag: „Fenster 2-fach Verglasung vs. 3-fach Verglasung“

U-Wert Fenster – Auf die richtige Verglasung kommt es an! Die Fenstergläser können unterschiedlich zusammengebaut werden. Falls Sie eine spezielle Glasdicke benötigen, fragen Sie bei Ihrem Fensterbauer nach dem genauen Ug-Wert von solchen speziellen Glasaufbauten!
Ähnlich wie bei gewöhnlichen Wärmeschutzgläsern erreichen auch Schallschutzgläser bestimmte U-Werte. Nachfolgend stellen wir Ihnen daher einige wichtige Schallschutzgläser, ihre Zusammensetzung und ihre Ug-Werte vor:
6 / 16 / 4b, Schalldämmwert Glas 35 dB, Ug-Wert 1,1 W/m²K
8VSG-Si / 16 / 8b, Schalldämmwert Glas 43 dB, Ug-Wert 1,1 W/m²K
6b / 12 / 4 / 12 / 4b, Schalldämmwert Glas 36 dB, Ug-Wert 0,7 W/m²K
8bVSG-Si / 16 / 6 / 16 / 6bVSG-Si, Schalldämmwert Glas 45 dB, Ug-Wert 0,6 W/m²K
Die oben genannten U-Werte und Schalldämmwerte stammen laut Angaben des Glasherstellers oder des Prüfinstituts. Glasaufbauten sind von außen nach innen angegeben. Diese Werte und Zusammensetzungen können je nach Fensterhersteller und System variieren. Für detaillierte Informationen zu den U-Werten der Schallschutzgläser fragen Sie bitte immer bei Ihrem Fensterlieferanten nach!
Heutige Fenster werden in Österreich im Wohnungsneubau bzw. Eigenheimsanierung meistens mit einem 3-fach Glas mit einem Ug-Wert von mindestens 0,6 W/m²K ausgestattet. Dies ist bereits ein sehr guter Wert, der im Zusammenspiel mit dem Fenster (System W88 von Waku) einen Uw-Wert von 0,79 W/m²K erreicht. Aktuelle Fenstersysteme stattet man in Österreich häufig auch schon mit einem noch besseren Glas mit einem Ug-Wert von 0,5W/m²K aus. Dieses noch bessere Glas hat bei uns weitestgehend das 0,6er-Glas abgelöst.
In älteren, nicht gedämmten Häusern kann der Einsatz von Fenstern mit niedrigeren U-Werten die Heizkosten bereits senken, selbst wenn zunächst noch 2-fach Verglasung mit einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K verwendet wird. Bei einer Komplettsanierung oder beim Neubau sollten Sie direkt auf 3-fach verglaste Fenster setzen.
Sind also weitere thermische Maßnahmen wie ein Vollwärmeschutz angedacht, so ist der Einsatz von 3-fach Gläsern auf jeden Fall sinnvoll und zu empfehlen!
Achten Sie auch auf lokale Vorschriften und Fördermöglichkeiten. Manchmal gibt es Zuschüsse für energieeffiziente Fenster, die einen niedrigeren U-Wert voraussetzen.
Denken Sie daran! Jeder Haushalt ist anders, und deshalb gibt es keine Einheitslösung. Eine individuelle Beratung, die Ihre persönliche Situation berücksichtigt, ist unerlässlich, um die besten Fenster und U-Werte für Ihr Zuhause zu finden.
EXTRA-TIPP: Checkliste für den Fenstertausch downloaden
Holen Sie sich jetzt Ihren Leitfaden für den Fenstertausch in unserem Downloadbereich – Klicken Sie einfach auf den nachstehenden Button!
Wenn Sie überlegen, ob Sie Wärmeschutzglas mit einem Ug-Wert von 0,5 W/m²K oder 0,6 W/m²K für Ihre neuen Fenster verwenden sollten, empfehlen wir Ihnen, sich immer für den besseren und damit niedrigeren Ug-Wert von 0,5 W/m²K zu entscheiden. Oft gibt es bei diesen beiden Fenstergläsern keinen Unterschied in den anderen Werten, wie etwa dem G-Wert. Vergleichen Sie jedoch beim Angebotsvergleich der Mitbewerber die genauen Spezifikationen und G-Werte der Gläser, da hier eventuell doch Unterschiede vorkommen könnten.
Wenn der G-Wert bei den besser dämmenden Fenstern niedriger ist, kann dies dazu führen, dass Sie weniger solare Gewinne in der kälteren Jahreszeit erzielen. Das wiederum bietet einen besseren Schutz vor Überhitzung im Sommer. Kostenmäßig sind die Preise für Ug 0,5 oder 0,6 bei Fenster-Schmidinger in der Standardausführung gleich hoch.
In den letzten Jahren hat sich die Wärmedämmung von Fenstern und Türen deutlich verbessert. Moderne Isolierglas-Technologien wie Wärmedämmbeschichtungen und Gasfüllungen stellen einen bedeutenden Fortschritt dar. Auch die Rahmenkonstruktionen wurden optimiert, was die Einbauwärmebrücke im Glasrahmen sowie Fassadenprofil stärker ins Gewicht fallen lässt. Konventionelle Abstandhalter aus Aluminium oder Stahl führen zu höheren Wärmeverlusten und schlechteren Uw-Werten. Im Gegensatz dazu reduzieren die neuen „Warmen Kanten“ den Wärmeaustritt und stabilisieren die Oberflächentemperatur an der Glaskante im Innenraum.
Je nachdem, wie viele Minusgrade es draußen hat, umso mehr oder weniger beträgt die Innenoberflächentemperatur von Glasschieben. Bei starken Minusgraden (- 10 °C) beträgt die Oberflächentemperatur der Gläser wie nachstehend angeführt:
Je nach Herstellung des Glases können die oben angeführten Temperaturen noch variieren.

Glasaufbau Gläser mit Ug-Wert und Oberflächentemperatur – Angaben bei Innenraum-Temperatur von 20°C und Außentemperatur von -10°C.
| System: | Ug Glas | Uf Rahmen | Uw Fenster |
|---|---|---|---|
| Fenster System W88 Kunststofffenster mit thermischen Abstandhaltern |
1,1 W/m2K. | 0,95 W/m2K | 1,13 W/m2K. |
| 0,7 W/m2K | 0,95 W/m2K | 0,86 W/m2K | |
| 0,6 W/m2K | 0,95 W/m2K | 0,79 W/m2K | |
| 0,5W/m2K | 0,95 W/m2K | 0,72 W/m2K | |
| Fenster System W76MD Kunststofffenster mit thermischen Abstandhaltern |
1,1 W/m2K. | 1,0 W/m2K. | 1,14 W/m2K. |
| 0,7 W/m2K | 1,0 W/m2K | 0,87 W/m2K | |
| 0,6 W/m2K | 1,0 W/m2K | 0,80 W/m2K | |
| 0,5W/m2K | 1,0 W/m2K | 0,74 W/m2K |
Fenster haben sich über die letzten Jahrzehnte ständig weiterentwickelt. Daher ist es für Eigenheimbesitzer interessant, welche Fenster beim Objekt eingebaut sind und welchen Uw-Wert diese Fenster erreichen. Besonders oft stellt sich die Frage dort, wo man ein älteres Haus gekauft hat und es dazu keine Unterlagen mit den entsprechenden Uw- oder Ug-Werten mehr gibt.
| Typen Fenster | Baujahre | ca. Uw-Wert (W/m2K) | g-Wert in % |
|---|---|---|---|
| Fenster mit einer einfachen Glasscheibe |
1950 – 1978 | 5,5 W/m2K | 75 % bis 85 % |
| Verbundglasfenster, Kastenfenster |
1950 – 1978 | 2,6 W/m2K | 78 % |
| Kunststoff-Verbundfenster mit 2 Scheiben |
1978 – 1985 | 2,4 bis 2,7 W/m2K | 76 % bis 78 % |
| Fenster mit Isolierglas 2 Scheiben – Wärmeschutzglas |
1985 – 2006 | 1,5 bis 1,9 W/m2K | 65 % bis 70 % |
| Fenster mit Isolierglas 3 Scheiben – Wärmeschutzglas |
ab 2005 | 0,72 bis 0,86 W/m2K | 38 % bis 55 % |
(Änderungen sowie Irrtümer vorbehalten)

Infografik – U-Wert Fenster ≈ 1996 Vergleich mit Fenstern Baujahr ca. 2017
Gerade in der heutigen Zeit, in der die Kosten für Wärme sich stark verteuern, ist es wichtig, auf hochwärmedämmende Fenster zu setzen. Dabei ist der Aspekt einer ordentlichen und einer fachgerechten Montage nach ÖNORM B5320 noch ein wesentlicher Puzzlestein für die dauerhafte Senkung von Heizkosten. Bei der Wahl des Fensteranbieters ist daher viel Wert zu legen – unsere Tipps, damit Sie eine Fachfirma finden:
EXTRA-TIPP: Informieren Sie sich über die Qualität der Arbeit
Fragen Sie bei der Fensterfirma nach Referenzprojekten und schauen Sie sich diese, wenn möglich, persönlich an. So können Sie sich ein Bild von der Qualität der Montage machen und damit sicherstellen, dass diese den Standards der ÖNORM B5320 entspricht. Zusätzlich lohnt es sich, Bewertungsplattformen zu durchstöbern und Erfahrungsberichte von Kunden zu lesen. Diese geben oft einen sehr guten Aufschluss über die Qualität der Montagearbeiten sowie die Serviceleistungen.

Beispiel für ÖNORM Montage B5320. Die Montage ist ebenfalls ein wichtiger Punkt, damit die Wärmedämmung des Fensters auch gewährleistet ist.
Diese Frage erreichte uns vor ein paar Tagen in unserem Live-Chat. Konkret ging es hier um eine thermische Sanierung, wo der Eigentümer die noch in Ordnung scheinenden Holzfenster des Mieters austauschen möchte. Die bestehenden Holzfenster haben dabei eine besonders hohe Bautiefe von 100 mm mit einer 3-fach Verglasung und einen vermeintlich guten U-Wert. Die Antwort unseres Kundensupports lautete, dass man sich bei solchen Fällen zunächst ein wenig schlau über ein paar Fragen machen sollte und am besten einen Experten zurate zieht. Wichtig dabei ist unter anderem:

3-fach Verglasung spart Heizkosten und ist heute Standard. In unsanierten Altbauten kann 2-fach Verglasung sinnvoller sein, um Schimmelbildung zu vermeiden. Eine Beratung hilft bei der richtigen Wahl.

3-fach Gläser lassen etwas weniger Licht durch als 2-fach Gläser, da zusätzliche Beschichtungen und eine weitere Glasscheibe das einfallende Tageslicht leicht reduzieren – bei verbesserter Wärmedämmung.

Der U-Wert eines Fensters lässt sich meist nur durch Unterlagen oder eine fachmännische Messung bestimmen. Sichtprüfung allein reicht nicht aus – Expertenrat schafft hier Klarheit über Wärmedämmeigenschaften.

Fenster aus dem Jahr 1990 weisen meist U-Werte zwischen 2,4 und 2,7 W/m²K auf. Wärmeschutzverglasung war selten – eine genaue Einschätzung gelingt oft nur über Material, Glasart oder Expertenhilfe.

Ob Wärmeschutzglas verbaut ist, erkennt man oft am Abstandhalter oder durch Herstellerunterlagen. Exakte Klarheit geben spezielle Messgeräte oder eine Bewertung durch Glasereibetriebe oder Fensterexperten vor Ort.

Der Begriff K-Wert wurde durch den präziseren U-Wert ersetzt. Dieser berücksichtigt neben der Glasscheibe auch den Rahmen und die gesamte Fensterkonstruktion, um den Wärmeverlust exakter zu bewerten.

Der Uw-Wert beschreibt, wie viel Wärme durch das gesamte Fenster verloren geht. Er ergibt sich aus Glas-, Rahmenwerten und dem Randverbund und wird zur Beurteilung der Energieeffizienz herangezogen.

Das Wärmebild zeigt Wärmeverluste durch zweifach verglaste Fenster. Je höher der Rotanteil, desto schlechter die Dämmung – U-Werte liegen meist zwischen 1,1 und 3,0 W/m²K, je nach Ausführung.

Fenster aus dem Jahr 1985 erreichen meist U-Werte von 2,4 bis 3,0 W/m²K. Die schlechte Dämmung zeigt sich häufig durch Kondenswasser und höhere Wärmeverluste.

Der U‑Wert beschreibt, wie viel Wärme durch Fenster verloren geht. Für eine genaue Berechnung werden alle Bauteile wie Glas, Rahmen und Luftschichten berücksichtigt – entscheidend für Energieeffizienz und Dämmqualität.

Prüfbericht mit Uf-Wert Fensterrahmen zeigt Wärmedurchgangskoeffizient von 0,95 W/m²K für ein Kunststoffprofil laut ift Rosenheim.
… Sie haben eine Frage zum U-Wert der Fenster? Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir werden Ihnen dann umgehend unsere Antwort mitteilen!
Gerne beraten wir Sie für Ihren Fenstertausch und welches Glas bzw. U-Werte für Ihr Eigenheim das sinnvollste ist. Setzten Sie sich daher mit uns in Verbindung unter Tel.: +43 7239 7031 oder senden Sie uns eine E-Mail an: office@fensterschmidinger.at!
Nutzen Sie zudem unsere Online-Terminbuchung für Fenster- und Türenberatung – einfach und jederzeit verfügbar, auch am Wochenende!
Beratungstermin für Fenster und Türen buchen
Besucher dieser Webseite interessierten sich zudem für:
Fenstertausch im Altbau – Welches Glas soll ich nehmen?
Wann empfiehlt sich ein Fenstertausch?
Soll ich neue Fenster einbauen oder besser dämmen?
Checkliste Fenstertausch
Downloadbereich mit Leitfaden und Prospekte
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten-OÖ
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten - Österreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten - Österreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
Schmidinger / Gramastetten Oberösterreich
max. 1,5h Fahrtzeit von unserem Standort zum Bauvorhaben
Für Salzburg - Niederösterreich - Steiermark prüfen wir Ihre Anfrage individuell.
Bitte senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail und wir geben Ihnen umgehend Bescheid.
