Ratgeber Fenstertausch im Altbau – Wir beleuchten Glas, Material und Marke für ein zufriedenes Ergebnis!
Fenster sind mehr als nur Gestaltungselemente an einem Haus. Sie versorgen die eigenen vier Wände mit ausreichend Licht und bei Sonnenschein mit Wärme.
Die wesentliche Aufgabe eines Fensters ist jedoch, uns vor Witterungseinflüssen von außen her zu schützen.
Und so taucht immer wieder die Frage auf, ob man bei einem Fenstertausch im Altbau auf ein Zweifach- oder eine Dreifach-Verglasungen bzw. auf welche Fenstermarke bzw. -material man setzen soll.
Wir haben uns diese Frage näher angesehen und wir zeigen Ihnen die Vorteile und Nachteile moderner Wärmeschutzgläser auf und was ein Fenster für den Altbau optimal ist. Außerdem erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, wenn Sie neue Fenster einbauen im Altbau lassen möchten.
✎ Fenstertausch im Altbau: 2-fach oder 3-fach-Verglasung?
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Inhaltsverzeichnis
Die Lebensdauer von Fenstern ist einerseits vom eingesetzten Material abhängig und natürlich der laufenden Pflege der Dichtungen und Beschläge. In der Regel kann aber von einer Lebensdauer von alten Fenstern von ca. 30 – 35 Jahren ausgehen.

Leider noch ein sehr häufiges Bild sind schlecht wärmegedämmte Häuser und vor allem Fenster, die in die Jahre gekommen sind. Bitte beachten Sie, dass Fenster, die vor dem Jahr 1992 eingebaut wurden, oft keine Wärmedämmung bei den Gläsern und Rahmen aufweisen.
Neue Fenster in Kunststoff, Kunststoff-Aluminium oder Holz-Aluminium können eine Lebensdauer von ca. 35 – 45 Jahren haben – vorausgesetzt, die Fenster werden regelmäßig (1x jährlich) geölt und die Dichtungen mit speziellen Mitteln elastisch gehalten.
Die Lebensdauer von Fenstern wird maßgeblich von der sorgfältig ausgeführten Montagequalität der Fenstermonteure beeinflusst. Wenn die Fenster lotrecht und waagrecht sitzen und gemäß den geltenden ÖNORMEN mit den richtigen Materialien abgedichtet sind, hat dies einen positiven Einfluss auf ihre Lebensdauer.
Einige Kunden von Fenster-Schmidinger berichten auch, dass sie zu den Ersten gehörten, die Fenster aus der damaligen Produktion verbaut haben – also Fenster, die vor über 45 Jahren vom Band liefen und noch immer diese eingebaut haben. Das Geheimnis, das sie uns berichteten ist, dass sie die Fenster jährlich gereinigt, gepflegt und gewartet haben, ähnlich wie einen jährlichen Service beim Auto.

Neue Fenster aus Kunststoff, Kunststoff-Aluminium oder Holz-Aluminium können bei regelmäßiger Pflege (jährliches Ölen, Erhalt der Dichtungselastizität) eine Lebensdauer von ca. 35-40 Jahren erreichen. Entscheidend ist auch die Montagequalität.
Da die Energiekosten in den letzten Jahren ständig weiter gestiegen sind, empfehlen wir Ihnen, Ihre Bestandsfenster regelmäßig auf deren Dichtigkeit zu kontrollieren und Beschläge zu justieren. Wenn ein Fenster offensichtlich kaputt ist, da Beschläge nicht mehr vorrätig sind, empfehlen wir ohnehin einen Austausch des Fensters.
Welche Kriterien wir zusätzlich bei der Begutachtung heranziehen und wann Sie Ihre Fenster tauschen sollten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Infografik zeigt, wann der Austausch alter Fenster sinnvoll ist.
Steht die Wahl des passenden Fenstersystems für Ihren Altbau an, möchten wir Ihnen unsere beliebtesten Fenstervarianten präsentieren, die sich bei unseren Kunden großer Beliebtheit erfreuen und gerne im Altbau genommen wurden.
Zum Beispiel das WAKU W76 MD Kunststofffenster in klassischem PVC Weiß: Es überzeugt mit seiner 3-fach Wärmeschutzverglasung, die einen Ug-Wert von 0,5 W/m²K bietet. Dies resultiert in einem ausgezeichneten Gesamt-U-Wert des Fensters von Uw 0,77 W/m²K.
Sind keine zusätzlichen Wärmeschutzmaßnahmen wie ein Vollwärmeschutz geplant, entscheiden sich manche Wohnungsgenossenschaften auch für günstigeres 2-fach Wärmeschutzglas, welches einen Ug-Wert von 1,1 W/m²K aufweist.
Für weiterführende Ansprüche bieten wir zudem Systeme wie die Serie WAKU W88 an, die mit einer beeindruckenden Bautiefe von 88 mm beim Rahmenprofil aufwarten. Besonders beliebt in der privaten Sanierung von Eigenheimen sind unsere Modelle mit Aluminium-Vorsatzschalen auf der Außenseite, die eine moderne Optik mit traditionellem Charme vereinen.
Beachten Sie auch, dass bei der Auswahl der Fenster für Altbauten der Denkmalschutz eine wichtige Rolle spielen kann. Historische Gebäude erfordern oft spezielle Fenster, die sich harmonisch in das Gesamtbild einfügen und zugleich moderne Anforderungen an die Energieeffizienz erfüllen.
Wir von Fenster-Schmidinger stehen Ihnen zur Seite, um die optimale Balance zwischen Ästhetik, Funktionalität und Energieeffizienz zu finden.

Infografik zu Fenstertausch im Altbau: Beliebte Fensterarten für Altbauten.
Wer mehr Wert auf Wohnlichkeit und Natürlichkeit in der Einrichtung legt, für den könnten auch Holzfenster eine Variante für den Altbau sein. Oft scheitert diese Materialart aber an den sehr hohen Kosten im Vergleich zu den günstigeren Kunststofffenstern. Besonders in Genossenschaftswohnungen oder in Altbauten sind die Ansprüche an Wohnlichkeit nicht so hoch wie im hochpreisigen Eigentumswohnungssegment.
Fällt die Wahl auf ein Holz-Alu-Fenster, erhalten Sie bei uns das System ELKWINDOW Cube 300. Es überzeugt mit einer hohen Wärmedämmung von Uw ab 0,74 W/m²K bei einem Ug-Wert von 0,5 W/m²K und ist damit passivhaustauglich. Innen sorgt das Massivholz für ein wohnliches, natürliches Raumgefühl, während die kantige Aluschale außen das Holz dauerhaft vor Wind und Wetter schützt. Drei umlaufende Dichtungen halten die Wärme zuverlässig im Raum. Beim Einbruchschutz sind Pilzzapfen und die Basissicherheit „A“ bereits serienmäßig dabei, auf Wunsch erweitern wir das bis zur Widerstandsklasse RC2.
Fenstertypen für Altbauten sind in vielen verschiedenen Ausführungen, Maßen und Formen erhältlich. Da diese Fenster häufig individuell angefertigt werden, bieten sie zahlreiche Möglichkeiten hinsichtlich Maße, Teilungen und Gestaltungsvarianten. Auch Rundbogenfenster, Dreieckfenster oder Trapezfenster lassen sich für die meisten Altbauten realisieren – egal ob aus Kunststoff, Kunststoff-Aluminium, Holz, Holz-Aluminium oder reinem Aluminium.

Infografik zeigt eine kleine Auswahl an verschiedene Fenstertypen im Altbau mit Beschreibungen und Abbildungen.
Im Altbau empfehlen wir beim Austausch der alten Fenster auf hochwärmedämmende 3-fach Verglasungen zu setzen, da dies den aktuellen Stand der Technik wieder gibt. Zur 2-fach Verglasung sind die 3 Scheiben im Schnitt um ca. € 30,00 bis € 40,00 pro Quadratmeter teurer. Da die Heizkosten nach wie vor steigen, ist die Investition in eine bessere Verglasung nach ein paar Jahren wieder amortisiert.
Neben der Wärmedämmung spielt auch der Schallschutz beim Fenstertausch eine große Rolle! Moderne 2-fach oder 3-fach Wärmeschutzgläser, können durch den Einsatz von dickeren Glasscheiben auch als Schallschutzgläser gefertigt werden. Welche Schallschutzwerte bei den einzelnen Fenstern möglich sind, erfahren Sie in der Regel vom Fensterhersteller.
Besonderheiten Altbau ohne geplanter Fassadendämmung: Wenn Sie in Ihrem Altbau nach dem Fenstertausch keine zusätzliche Fassadendämmung planen, kann es sogar sinnvoll sein, sich für Fenster mit Zweifachverglasung zu entscheiden. Ohne Dämmung der Wände könnte die Verwendung von Fenstern mit Dreifachverglasung dazu führen, dass diese zu gut dämmen. Im schlimmsten Fall entsteht dann Schimmelbildung an den Mauern, da diese die kältesten Punkte im Haus sind. Daher empfehlen wir, sich nach einer Vor-Ort-Besichtigung bei Ihrem Fensteranbieter zu diesem Thema zu erkundigen.
In den letzten Jahren hat der Anteil der modernen Gläser mit 3 Scheiben nicht nur im Neubau, sondern auch beim Fenstertausch im Altbau erheblich an Marktanteile gewinnen können. Grund für die Zuwächse sind neben dem geringen Aufschlag für das 3-fach Glas auch die gestiegenen Heizkosten und das Klimabewusstsein in der Bevölkerung. Doch wie viel kostet nun das 3-fach Glas gegenüber einem gewöhnlichen 2-fach-Glas mehr? Je nach Fensteranbieter bewegen sich die reinen Glasaufpreise des 3-fach Glases auf das 2-fach Glas bei ca. 30 € bis 40,00 € pro m².
Bei einer durchschnittlichen Verglasungsfläche von rund 30 m² bei Fenstern, was oft der Fall ist, beträgt der Gesamtaufpreis auf die bessere Wärmedämmung des Glases etwa 1.200,00 € für alle Fenster.
Der genaue Aufpreis kann Ihnen bei einer exakten Angebotserstellung von dem jeweiligen Fensteranbieter genannt werden.

Der Trend zur 3-fach Verglasung ist, angetrieben durch steigende Heizkosten und ein wachsendes Klimabewusstsein, unaufhaltsam. Dabei sprechen viele Argumente für die Verwendung von besserem Glas bei einem Fenstertausch im Altbau.
Theorie ist gut, Praxis besser. Mit unserem Schmidinger Fenster Preisrechner übertragen Sie die hier beschriebenen Kostenfragen direkt auf Ihr eigenes Projekt. Sie wählen Material, Verglasungsart und Optionen aus und sehen sofort einen unverbindlichen Richtpreis. Damit haben Sie eine erste Hausnummer für die Entscheidung zwischen 2-fach und 3-fach-Verglasung in Ihrem Altbau.
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Bei der Wahl des richtigen Glases stellt sich des Öfteren die Frage, was die Nachteile einer 3-fachen Verglasung sind:
Alte undichte Fenster sorgen für einen ständigen, wenn auch ungewollten Luftwechsel. Sie sind die kälteste Stelle im Raum, weshalb sich die Feuchtigkeit am Glas niederschlägt und sich dort einfach abwischen lässt. Neue Fenster sind dagegen luftdicht verschlossen. Damit wandert die Feuchtigkeit vom Glas auf die Wand und die Fensterlaibung, oft an unsichtbare Stellen, wo sie die Schimmelbildung begünstigt. Höher ist das Risiko vor allem im ungedämmten Altbau und bei Fenstern mit sehr gutem U-Wert. Trotzdem bleibt der Einbau besserer Fenster sinnvoll, denn Schimmel entsteht nicht automatisch, sondern nur ohne die passenden Maßnahmen und das richtige Lüften.
Entscheidend ist das Verhältnis zwischen dem U-Wert des Fensters und dem der Wand. Im Idealfall dämmt die Wand besser als das Fenster, der U-Wert der Wand ist also niedriger. Dann bleibt das Glas die kälteste Fläche, und das Kondensat bildet sich weiterhin sichtbar am Fenster statt verborgen an der Laibung. Ist die Wand dagegen schlechter gedämmt als das neue Fenster, wird die Wand zur kältesten Stelle und das Schimmelrisiko steigt. Deshalb prüfen wir vor dem Tausch den Gebäudezustand und empfehlen bei Bedarf zusätzliche lüftungstechnische oder dämmende Maßnahmen.
Je dichter die Fenster, desto wichtiger wird das Lüften. Oft genügt bereits das Stoßlüften, bei dem Sie drei- bis viermal täglich das Fenster etwa fünf bis zehn Minuten ganz öffnen. Die verbrauchte Luft entweicht und wird durch Frischluft ersetzt. Eine reine Kipplüftung reicht dafür nicht aus. Wer es komfortabler möchte, setzt auf ein Lüftungssystem mit Wärmerückgewinnung. Diese Geräte gibt es zentral und dezentral, und wir stimmen den Einbau auf die baulichen Gegebenheiten Ihres Hauses ab. Mit dem passenden Lüftungsverhalten stellen beide Verglasungsformen auch im Altbau kein Problem dar.
Wenn Sie im Altbau eine 3-fach-Verglasung wünschen, sind Fensterfalzlüfter ein guter Kompromiss zum aufwendigen Stoßlüften oder zu einem ganzen Lüftungssystem. Das sind kleine Ventilöffnungen, die wir unsichtbar in die Kante zwischen Fensterflügel und Rahmen einbauen, also in die sogenannte Fensterfalz. Sie ermöglichen bei geschlossenem Fenster einen minimalen, kontrollierten Luftaustausch, verbrauchen keinen Strom und nutzen einfach den natürlichen Luftdruckunterschied. Bei starkem Wind schließen sie automatisch und verhindern Zugluft. Vor allem in Räumen mit hoher Feuchtigkeit wie Bad und Küche sind sie eine zuverlässige Lösung, und der nachträgliche Einbau ist ebenfalls möglich.
Die Fensterlaibung ist der Bereich, in den das Fenster in die Maueröffnung eingesetzt wird, also die seitlichen Innenflächen. Bauphysikalisch ist sie eine Schwachstelle und anfällig für Wärmeverluste, besonders wenn keine ausreichende Isolierung vorhanden ist. Eine dünne Dämmschaumplatte von etwa zwei bis drei Zentimetern gleicht das aus. Die Laibungsdämmung kostet wenig und bringt viel, weil sie auf engem Raum eine hohe Wärmeisolierung erreicht. In Verbindung mit neuen Fenstern im ungedämmten Altbau ist sie eine der zuverlässigsten Methoden gegen Wärmebrücken und Schimmel. Wir erledigen sie bei der Montage gleich mit, wodurch Sie Kosten und einen zweiten Arbeitsgang sparen.

Nach einer Fenstersanierung wandert das Kondenswasser vom gut gedämmten Glas auf die kälteren Wände. Ohne angepasstes Lüftungsverhalten bleibt die Feuchtigkeit im Raum und verursacht gesundheitsgefährdenden Schimmel, der die Bausubstanz angreift.
Neue Fenster sorgen dafür, dass Licht und Luft in die Wohnräume kommen. Zusätzlich bieten aber Fenster und Türen einen viel größeren Nutzen für Eigentümer und Mieter. So halten moderne Fenster den Witterungseinflüssen von außen Stand, schirmen effektiv Lärm ab und schützen die Wohnung vor Einbruchsversuchen. Durch die 3 Dichtungsebenen, 3-fach Wärmeschutzverglasung in Kombination mit den neuesten Montagestandards sparen Fenster zusätzlich wertvolle Heizenergie und auch die Umwelt wird dadurch geschützt.
Ob als weißes Kunststofffenster oder behagliches Holz/Alufenster – verleihen Sie Ihrem Eigenheim mit modernem oder klassischem Fensterdesign Ihre persönliche Handschrift.
Wenn Sie ein Fenster einbauen im Altbau lassen möchten, können Sie im Durchschnitt mit ca. 1,5 bis 3 Stunden pro Fenster rechnen. Entscheidende Faktoren für die Zeit sind neben der Lage des Fensters (Einbauort, Gehwege, Geschoss, Parkmöglichkeiten des Montagefahrzeugs etc.) auch die Maße des Fensters und der Zustand der Mauerlaibung. Darüber hinaus beeinflusst auch der aktuelle eingebaute Fenstertyp – ob Kastenfenster oder Verbundfenster – die Montagedauer. Ist im Außenbereich die Spalette neu zu errichten (Verputzarbeiten) kann es zu einem zusätzlichen Zeitaufwand kommen. Die Spalette außen neu zu verputzen ist meist nur dann erforderlich, wenn breite Kastenstockfenster demontiert werden müssen.
Extra-Tipp
Sie möchten mehr über die Kosten für den Fensterwechsel erfahren?
Genaue Informationen über das Fenster wechseln sowie die Kosten erfahren Sie in unserem Beitrag, wo wir uns im Detail darüber, die Kostenthematik auseinandergesetzt haben: „Fenster austauschen Kosten“

Der Austausch alter gegen neue hochwärmedämmende Fenster dauert im Schnitt 1,5 bis 3 Stunden. Je nach Größe und Umfang der Leistungen können die Arbeiten kürzer oder länger dauern.
Der Einbau im Altbau ist deutlich anspruchsvoller als im Neubau und bringt ein höheres Risiko für Wärmebrücken mit sich. Deshalb montieren wir jedes Fenster nach der ÖNORM B 5320, die dem Prinzip „innen dichter als außen“ folgt und so Feuchtigkeitsschäden verhindert. Alle Arbeiten führt dabei ausschließlich unser eigenes Montagepersonal aus.
Viele Firmen arbeiten schnell und günstig mit einfachem PU-Montageschaum und Silikon für die Fugen. Das ist nicht normgerecht und schon gar keine dauerhafte Lösung. PU-Schaum dämmt zwar, ist aber offenporig und nicht dampfdicht. Die abkühlende Luft im Schaum bildet Kondenswasser, wodurch die Dämmwirkung verloren geht. Dazu fehlt dem Material die Flexibilität. Weil sich Fenster bei Hitze ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen, wird der ausgehärtete Schaum mit der Zeit rissig, und es entstehen Zugluft sowie Feuchtigkeit. Silikon wiederum bietet keine Dauerelastizität, reißt bei Bewegung des Rahmens mikroskopisch ein und hält keinen Schlagregen ab. Beides allein genügt der ÖNORM B 5320 nicht.
In Österreich regelt die ÖNORM B 5320 den fachgerechten Fenstereinbau und schreibt die 3-Ebenen-Abdichtung vor. Jedes Fenster ist dabei innen luftdicht, in der Mitte dämmend und außen wetterfest. Auf der Raumseite kommt eine dampfdichte Folie oder ein Dichtband zum Einsatz, damit keine feuchte Raumluft in die Fuge gelangt. Mittig füllt eine Wärmedämmung den Funktionsbereich. Außen verwenden wir ein dampfdiffusionsoffenes Dichtband, das Feuchtigkeit nach außen ableitet und gleichzeitig Schlagregen abhält. So vermeiden Sie Bauschäden und Schimmel von Anfang an.
Im Neubau ist die Laibung eben und glatt, sodass sich Folien und Dichtbänder sauber verkleben lassen. Der Altbau dagegen hat unebenes Mauerwerk, oft mit Putzausbrüchen, Naturstein, Hohlräumen und Löchern. Auf solchen rauen Flächen haften Dichtbänder nicht zuverlässig. Die Lösung sind spritzbare Dichtstoffe und vor allem der Glattstrich vor der Montage. Dabei tragen wir eine glatte Spachtelmasse auf, die Unebenheiten und Fugen ausgleicht. So entsteht eine ebene, tragfähige Oberfläche für eine dauerhaft luftdichte Verklebung.
Beim Ausbau der alten Fenster bringt rohe Gewalt wenig. Wir setzen deshalb auf die Lamellenfräse, die sehr sauber arbeitet und Beschädigungen sowie Glasbruch vermeidet. Ihr dünnes, großes Sägeblatt gelangt leicht hinter den Rahmen in die Fugen und durchtrennt dort auch alte Nägel und versteinerten Kitt. Danach lässt sich der Rahmen fast von allein aus der Wand lösen. Mit passenden Abdeckungen bleibt Ihr Zuhause während der ganzen Arbeit sauber.
Anleitung Möglichkeit einer Montage jetzt downloaden

Hier finden Sie eine Anleitung für den Einbau der Fenster im Altbau gemäß ÖNORM. Die Materialien und Einbausituationen variieren und sollten individuell von einem Fachmann geplant werden. Kontaktieren Sie ein lokales Fensterunternehmen für Details.
Kein Altbau gleicht dem anderen. Über die Jahrzehnte wurde an den meisten Häusern umgebaut, ausgebessert und nachgerüstet. Beim Aufmaß und beim Einbau stoßen wir deshalb immer wieder auf Besonderheiten, die ein eingespielter Betrieb kennt und von vornherein einplant. Vier davon sehen wir besonders häufig.
Im Altbau ist kaum eine Öffnung exakt rechtwinklig oder gleich groß. Mauern haben sich über die Jahre gesetzt, und früher wurde weniger genau gearbeitet. Deshalb messen wir jedes Fenster einzeln und fertigen es passgenau an. Ein Pauschalmaß für alle Fenster würde im Altbau fast immer zu Problemen führen.
Bei sehr alten Häusern sind die äußeren Fensterbänke manchmal aus Blech gefertigt oder sogar mit Blei verkleidet. Diese alten Abdeckungen müssen wir fachgerecht entfernen und entsorgen. Erst danach lässt sich die neue Fensterbank sauber und dicht anschließen.
Sind über den Fenstern alte Rollladenkästen verbaut, sind sie häufig schlecht gedämmt und damit eine Schwachstelle für Wärmeverluste. Beim Fenstertausch prüfen wir, ob sich der Kasten mitsanieren oder nachträglich dämmen lässt. Oft bringt gerade dieser Punkt spürbar mehr Behaglichkeit im Raum.
Unter dem Fenster verlaufen im Altbau oft Heizungsrohre oder andere Leitungen direkt im Mauerwerk. Bevor wir stemmen oder bohren, klären wir deren Verlauf, damit nichts beschädigt wird. In Bad und Küche reichen außerdem die Fliesen häufig bis in die Laibung, weshalb wir dort besonders behutsam arbeiten, damit nichts bricht.
Die Förderlandschaft hat sich Anfang 2026 deutlich verändert. Der bundesweite Sanierungsbonus für thermische Sanierungsmaßnahmen wie den Fenstertausch wurde mit 2. Februar 2026 gestoppt. Die Bundesregierung hat ihre Förderung neu ausgerichtet und konzentriert sich seither auf den Kesseltausch. Für den reinen Fenstertausch steht dieser Bundeszuschuss also nicht mehr zur Verfügung.
Was in Oberösterreich aber weiterhin greift, ist die OÖ-Landesförderung für energiesparende Maßnahmen. Sie übernimmt 15 Prozent der förderbaren Kosten bis zu einem Deckel von 1.000 € pro Wohnung. Voraussetzung ist ein U-Wert der neuen Fenster von maximal 1,1 W/m²K und eine Baubewilligung des Hauses, die mindestens 20 Jahre zurückliegt. Im Altbau treffen beide Bedingungen praktisch immer zu.
Dazu kommt die Öko-Sonderausgabenpauschale, eine steuerliche Entlastung von bis zu 800 € pro Person und Jahr im Haushalt. Diese Pauschale wirkt nicht als direkte Förderung, senkt aber Ihre Steuerlast im Jahr der Investition spürbar.
Eine vollständige Übersicht aller aktuell verfügbaren Förderprogramme, inklusive Einreich-Fristen und nötiger Unterlagen, finden Sie im Beitrag Förderungen für Fenster und Türen in Oberösterreich. Wir aktualisieren diese Seite laufend, sobald sich an der Förderlandschaft etwas ändert.
Auch ohne Sanierungsbonus bleibt der Fenstertausch wirtschaftlich sinnvoll. Die gesunkenen Energiekosten durch moderne 3-fach-Verglasung, der gesteigerte Wohnkomfort und die Wertsteigerung Ihrer Immobilie rechnen sich auch ohne Bundeszuschuss innerhalb weniger Jahre.
Ein Fenstertausch ist ein umfangreiches Projekt, bei dem sowohl der Käufer als auch die Fensterfirma wichtige Aufgaben übernehmen müssen. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen auf einen Blick, worauf es wirklich ankommt – geordnet nach Wichtigkeit.
Wichtigkeitsstufen im Überblick – ★★★★★ = Unverzichtbar | ★★★★ = Sehr wichtig | ★★★ = Wichtig | ★★ = Empfehlenswert
Extra-Tipp
Alles aus einer Hand!
Achten Sie darauf, dass Ihre Fensterfirma alle Leistungen aus einer Hand anbietet. Von der Beratung über das Aufmaß bis hin zur Montage und Entsorgung. Das vermeidet Schnittstellenprobleme und gibt Ihnen einen einzigen Ansprechpartner für das gesamte Projekt. Bei Fenster Schmidinger ist genau das seit über 45 Jahren unser Anspruch.

Im Altbau entscheidet die Kombination aus richtigem Glas, sauberer Maßabnahme und fachgerechter Abdichtung darüber, ob neue Fenster wirklich halten, was sie versprechen.
… Sie haben eine Frage? Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir werden Ihnen dann umgehend unsere Antwort mitteilen!
Als erfahrener Fachbetrieb in Oberösterreich begleiten wir Sie von der ersten Idee bis zur fertigen Sanierung. Wir verbinden hochwertige Produkte mit einer zuverlässigen Umsetzung und arbeiten mit schonenden, umweltfreundlichen Methoden. So läuft Ihr Projekt bei uns ab.
Extra-Tipp
Kaufen Sie sich nach dem Fenstertausch ein Hygrometer
Dieses kleine Gerät ist günstig zu haben und zeigt Ihnen jederzeit die Luftfeuchtigkeit im Raum. Bleibt der Wert unter sechzig Prozent, ist das Raumklima meist im grünen Bereich. Steigt er an, sollten Sie häufiger lüften. Damit sind Sie verlässlicher unterwegs als mit dem Bauchgefühl und vermeiden Schimmel, der seltener vom Fenstertausch als von falschem Lüften kommt.
Gerne steht Ihnen unser Fachberater für einen Vor-Ort-Termin oder einen Schauraumtermin zur Verfügung. Zudem messen wir Ihre Fenster in Ihrem Altbau aus, was im Rahmen der persönlichen Beratung erfolgt. Wir kommen bei einer maximalen Fahrtzeit von eineinhalb Stunden ab unserem Standort in Gramastetten zu Ihnen.
Rufen Sie uns hierzu einfach unter Tel.: +43 7239 7031 an oder aber senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an: office@fensterschmidinger.at!
Die Terminbuchung kann auch online erfolgen. Bitte nutzen Sie hierfür unsere Online-Terminbuchung – einfach und bequem!
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