Fensterbank Material innen und außen – Vergleich, Vor- und Nachteile
Materialien-ABC der Fensterbänke – der große Ratgeber für innen & außen
Fensterbänke sind so ein klassischer „Nebenbei-Punkt“ in der Planung. Man klickt im Angebot schnell durch: „Ja, passt schon, nehmen wir halt Standard weiß.“ Und genau dort passieren später die Dinge, über die man sich jedes Mal ärgert, wenn man am Fenster vorbeigeht. Es „trommelt“ bei Regen, die Blumen hinterlassen Ränder, Holz quillt oder der Naturstein ist ständig eiskalt.
Dieser Ratgeber geht das Thema einmal in Ruhe durch, von innen nach außen. Welche Materialien es gibt, wo die Unterschiede im Alltag spürbar werden und worauf es beim Einbau ankommt. Kurz gesagt: das Wissen, das man braucht, bevor man im Angebot einen Haken setzt.
✎ Fensterbänke Materialien: Innen & Außen kurz sortiert
Fensterbänke sind so ein typischer Nebenbei-Punkt und genau dort ärgert man sich später über Regen-„Trommeln“, Ränder von Blumentöpfen, quellendes Holz oder eiskalten Naturstein.
Eine Fensterbank soll die Mauer schützen, einen sauberen Abschluss zum Rahmen bilden und außen Wasser mit Gefälle und Tropfkante wegführen. Innen ist ein kleiner Überstand sinnvoll, weil er Wand bzw. Laibung schützt.
Für innen reicht die Auswahl von pflegeleichten Laminat-Bänken bis zu hochwertigem Naturstein. Holz ist wohnlich, braucht aber Pflege. Gussmarmor ist der bewährte Mittelweg zwischen Stein-Optik und Alltagstauglichkeit.
Für außen wird in 8 von 10 Fällen Aluminium verbaut. Leicht, robust und in vielen RAL-Farben. Naturstein ist die edlere Variante, Marmor hat draußen aber oft ein Problem mit Flecken und Verwitterung.
Keine Ahnung, welches Material bei Ihnen passt? Kommen Sie im Schauraum vorbei oder buchen Sie einen Termin bei Ihnen zu Hause. Jetzt Termin buchen.
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Inhaltsverzeichnis
Was kostet eine Fensterbank? Preise im Überblick
Bei Fensterbänken ist die Preisfrage oft unklarer als bei Fenstern selbst. Die Preise werden fast immer pro Laufmeter genannt, selten als Pauschale. Und zum Materialpreis kommen noch andere Kostenpunkte dazu, die gern übersehen werden. Montage, Zuschnitt, Versiegelung der Schnittkanten und eventuelle Sondermaße. Die folgenden Richtpreise geben einen ehrlichen Überblick aus der täglichen Praxis, getrennt nach Innen- und Außenfensterbänken. Das sind reine Materialpreise ohne Montage.
Innenfensterbänke: Richtpreise pro Laufmeter
Holzwerkstoff / Laminat
83 – 110 €/m
Kunststoff
25 – 50 €/m
Gussmarmor
93 – 160 €/m
Holz (Eiche/Esche)
100 – 200 €/m
Keramik / Feinsteinzeug
120 – 250 €/m
Naturstein (Granit)
72 – 280 €/m
Außenfensterbänke: Richtpreise pro Laufmeter
Aluminium
62 – 120 €/m
Blech (Stahl/Zink)
50 – 100 €/m
Beton / Faserzement
80 – 180 €/m
Naturstein (Granit)
110 – 330 €/m
Preisangaben pro Laufmeter für das Material, Montage nicht enthalten. Je nach Tiefe der Bank, Art der Kantenbearbeitung und Sondermaßen kann der Preis schwanken. Preise und Irrtümer vorbehalten, Stand 2026.
Was zusätzlich zum Materialpreis dazukommt
Der reine Materialpreis ist nur ein Teil der Gesamtkosten. In der Praxis kommen folgende Positionen dazu, die viele Bauherren anfangs übersehen.
Montage: Je nach Aufwand rechnen wir 40 bis 120 € pro Bank, bei Naturstein- oder Keramik-Sondermaßen auch mehr. Bei einer reinen Neumontage ohne Ausbau der alten Bank ist der Aufwand geringer.
Ausbau der alten Fensterbank: Vor allem bei Naturstein- oder Beton-Altbänken kommt Arbeitsaufwand für den sauberen Ausbau dazu, oft 30 bis 80 € pro Bank. Danach fallen meist noch Verputzarbeiten an der Laibung an.
Sonderbearbeitung: Aussparungen für Heizkörperkonsolen, Anschlüsse an seitliche Laibungen oder spezielle Kantenprofile (Anti-Rutsch, abgerundet) sind oft Aufpreise im einstelligen Prozentbereich.
Versiegelung der Schnittkanten: Gerade bei MDF/Laminat und bei Natursteinen mit poröser Oberfläche ist die saubere Versiegelung nicht optional, sondern Pflicht. Bei guten Anbietern ist das im Materialpreis drin, bei Discountern oft nicht.
Für eine konkrete Preiseinschätzung auf Ihr Projekt brauchen wir die Maße Ihrer Fenster und Informationen zum gewünschten Material. Eine kurze E-Mail mit Fotos reicht meist für einen ersten Richtwert.
Was eine Fensterbank wirklich leisten muss
Bevor wir ins Material-ABC einsteigen, kurz der Blick aufs Ganze. Eine Fensterbank hat im Alltag mehrere Aufgaben gleichzeitig.
Sie schützt die Mauer. Innen vor Feuchte, außen vor Schlagregen. Sie bildet einen sauberen Abschluss zum Fensterrahmen und verhindert, dass die Anschlussfuge sichtbar bleibt. Außen führt sie Wasser weg von der Fassade, innen lenkt sie es nicht in die Wand. Dazu kommt die praktische Funktion als Ablage für Pflanzen, Deko oder als kleine Sitznische in tiefen Laibungen. Und nicht zuletzt rahmt sie die Fensteröffnung optisch ein und macht aus einem Loch in der Wand ein fertiges Fensterbild.
Wichtig dabei: Innen- und Außenbank sind keine Einzelteile, sondern Teil eines sauberen Fensteranschlusses nach ÖNORM B 5320. Wenn die Bank nicht zum Rahmen passt, die Dichtung schlampig gesetzt ist oder die Tropfkante fehlt, hilft auch die beste Verglasung nichts mehr. Die Energie geht dann an der Fuge verloren, egal wie gut der Rest ist.
Innenfensterbänke – Materialien im Überblick
Material
Optik & Haptik
Pflege
Feuchtigkeits-resistenz
Kratz- & Stoßfestigkeit
Preis
Langlebigkeit
Naturstein (Granit)
hochwertig, Unikat
gering
★★★★★
★★★★★
€€€€
50+ Jahre
Keramik / Feinsteinzeug
modern, vielseitig
sehr gering
★★★★★
★★★★☆
€€€
40-50 Jahre
Gussmarmor
steinig-elegant, glatt
gering
★★★★☆
★★★★☆
€€
30-40 Jahre
Holz (Eiche/Esche)
warm, wohnlich
hoch (Ölen/Lacken)
★★☆☆☆
★★★☆☆
€€-€€€
20-30 Jahre*
Holzwerkstoff / Laminat
schlicht, viele Dekore
gering
★★★☆☆
★★★☆☆
€
15-25 Jahre
Kunststoff
einfach, zweckmäßig
gering
★★★★☆
★★☆☆☆
€
10-15 Jahre
★ = Bewertung 1-5 | *Bei regelmäßiger Pflege. Richtwerte – abhängig von Qualität, Einbau und Nutzung.
Holz – warm, wohnlich, aber nicht die pflegeärmste Lösung
Holzfensterbänke passen wunderbar zu gemütlichen Wohnräumen, Landhausstil oder sichtbaren Holzfenstern. Sie fühlen sich warm an, lassen sich gut auf Möbel und Boden abstimmen und wirken einfach wohnlich.
Welches Holz kommt rein? In der Praxis arbeiten wir meist mit Leimholzplatten aus Eiche oder Esche. Beide Hölzer sind hart und formstabil, während Nadelholz bei Temperaturwechseln schneller arbeitet und sich verzieht. Wer Budget sparen will, nimmt furnierte Platten mit Kern aus Sperrholz oder MDF. Die sehen wie Vollholz aus, kosten aber deutlich weniger. Für rustikale Einrichtungen gibt es auch massive Bohlen mit echter Baumkante nach Maß. Die haben Charakter, verlangen aber auch mehr Pflege.
Was Holz nicht gern hat:
Stehende Feuchte. Nasse Blumentöpfe ohne Untersetzer, Kondenswasser am Fenster oder feuchte Tücher hinterlassen Flecken oder lassen die Platte quellen.
Scharfe Gegenstände. Kratzer sind deutlicher sichtbar als auf Stein oder Gussmarmor.
Regelmäßig fällt Pflegeaufwand an. Ölen oder Lack nachbessern, je nach Ausführung alle paar Jahre.
Wer bewusst eine warme, natürliche Optik will und mit etwas Pflege kein Problem hat, ist mit Holz gut beraten. Untersetzer unter Blumentöpfe legen, Staunässe vermeiden, und die Bank hält viele Jahre schön.
Holzwerkstoff / beschichtet (MDF, Laminat) – die beliebteste Innenfensterbank
Die klassische weiße Fensterbank mit abgerundeter Kante oder in marmorierter Optik. Das sind Pressplatten mit Dekoroberfläche, und damit die häufigste Innenbank in österreichischen Haushalten.
Im Kern stecken meist hochverdichtete MDF-Platten oder feuchtigkeitsbeständige Spanplatten. Oben kommt eine Laminatbeschichtung drauf, entweder CPL oder HPL. Die Dekore reichen von Holzmaserung bis Steinstruktur, und ehrlich gesagt ist der Unterschied zum echten Material aus einem Meter Entfernung kaum zu sehen. Die vordere Kante ist meist als Formkante direkt mitbeschichtet, an den Seiten sitzen Kunststoffkappen oder Umleimer. Wichtig ist, dass diese Versiegelung sauber ausgeführt wurde, sonst zieht an der Schnittkante Feuchtigkeit ein.
Vorteile:
günstiger als Massivholz oder Stein
viele Dekore (weiß, grau, Holzoptik, Marmorierungen)
pflegeleicht, solange die Oberfläche intakt ist
Zu beachten:
Schnittkanten müssen sauber versiegelt sein, sonst saugt sich die Platte voll
stehende Nässe (Blumentopf, Kondensat) kann die Oberfläche auf Dauer schädigen
Passt gut, wenn das Budget begrenzt ist und die Bank nicht dauernd mit nasser Erde oder starken Putzmitteln in Kontakt kommt.
Holzwerkstoff / beschichtet (MDF, Laminat) – die beliebteste Innenfensterbank mit weißer, abgerundeter Oberfläche am Fenster.
Gussmarmor – der Klassiker unter den Innenbänken
Gussmarmor ist ein Kunststein. Marmormehl und Harz werden zu einer Masse vermischt, in Formen gegossen und danach geschliffen. Das Ergebnis wirkt steinig, ist aber gleichmäßiger in der Oberfläche als Naturstein. Der hohe Harzanteil sorgt für zwei praktische Nebeneffekte. Die Platte ist weniger porös als echter Stein, Flecken dringen also nicht so leicht ein. Und die Oberfläche fühlt sich beim Angreifen nicht so kalt an wie massiver Marmor oder Granit. Besonders in unbeheizten Räumen ist das ein Vorteil.
Vorteile:
glatte, geschlossene Oberfläche, gut zu reinigen
viele Farben (weiß, creme, grau, marmorierte Dekore)
formstabil und unempfindlich gegen alltägliche Belastung
Nachteile:
nicht jede Sorte mag sehr heiße Gegenstände, also keinen Topf direkt abstellen
starke, aggressive Reiniger können die Oberfläche angreifen
Für eine ruhige, pflegeleichte Innenbank, die Kratzer nicht gleich übelnimmt und in vielen Dekoren zum Haus passt, ist Gussmarmor der Klassiker.
Naturstein (Marmor, Granit & Co.) als Fensterbänke
Naturstein als Fensterbank wirkt hochwertig, keine Frage. Marmorbänke kennt man klassisch aus Altbauten, Granit und andere Hartgesteine eher aus modernen Häusern.
Natursteinbänke kommen direkt aus dem Steinbruch. Große Blöcke werden im Werk in die gewünschte Stärke gesägt und die Oberfläche danach bearbeitet. Je nach Wunsch wird sie poliert (spiegelglatt), satiniert (matt) oder gebürstet (leicht strukturiert). Naturstein ist ein Naturprodukt, keine zwei Platten sehen gleich aus. Einschlüsse, Adern und kleine Farbunterschiede gehören dazu und sind kein Fehler, sondern Teil des Charakters.
Vorteile:
sehr robust, je nach Steinart
optisch wertig, jedes Stück ist ein Unikat
hohe Druckfestigkeit, auch als Sitzfläche in tiefen Laibungen geeignet
Nachteile:
je nach Stein säureempfindlich (vor allem Marmor), also Essigreiniger und Zitrone meiden
fühlt sich kalt an, vor allem in unbeheizten Räumen
Preis je nach Sorte deutlich höher als Standardlösungen
Welche Dicke sollte eine Fensterbank haben?
Innen-Natursteinbänke liegen meist bei 20 bis 30 mm
sehr schlanke Optiken sind möglich, müssen aber statisch passen
Naturstein lohnt sich, wenn ein langlebiges, wertiges Material gewünscht ist und man bereit ist, sich mit der jeweiligen Steinsorte zu beschäftigen. Pflege und Empfindlichkeit unterscheiden sich von Granit zu Marmor deutlich.
Naturstein wirkt als Fensterbank hochwertig. Marmor kennt man klassisch aus Altbauten, Granit eher aus modernen Häusern. Die Steine kommen direkt aus dem Steinbruch und werden im Werk gesägt, anschließend poliert, satiniert oder gebürstet.
Keramik / Feinsteinzeug
Immer häufiger landen Keramikplatten oder Feinsteinzeug als Fensterbank, vor allem wenn im Haus ohnehin Fliesen oder großformatige Platten verbaut sind.
Feinsteinzeug entsteht aus Feldspat, Quarz und Ton. Das Gemisch wird unter hohem Druck gepresst und bei über 1.200 °C gebrannt. Das Ergebnis ist ein sehr hartes und porenfreies Material. Weder Wasser noch Schmutz dringen ein, auch nach zwanzig Jahren nicht. Für Fensterbänke werden meist großformatige Slabs verwendet, also Rohplatten, die im Werk passend auf die Laibung zugeschnitten werden.
Vorteile:
sehr hart und kratzfest
hitzebeständig und pflegeleicht
viele Dekore möglich (Betonoptik, Steinoptik, Uni)
Nachteile:
Kantenbearbeitung aufwändiger
kann bei Stoßbelastung an der Kante absplittern
Spannend für alle, die einen durchgehenden Look mit Boden oder Wand schaffen wollen, oder wenn die Optik modern und reduziert sein soll.
Kunststoff (innen eher die Ausnahme)
Reine Kunststoff-Innenbänke sind eher selten geworden. Sie sind zwar leicht und günstig, wirken aber oft weniger wertig und sind empfindlich gegenüber Kratzern und UV-Licht. In Technikräumen, Kellern oder Nebenräumen können sie trotzdem eine pragmatische Lösung sein.
Extra-Tipp
Innenfensterbänke aus Gussmarmor: Helopal als bewährte Lösung
Wer eine pflegeleichte Innenbank mit steiniger Optik sucht, fährt mit Helopal Fensterbänken meist gut. Der Gussmarmor hat eine glatte Oberfläche, es gibt viele Dekore, und im Alltag hält die Bank ohne großen Pflegeaufwand durch. Keine Magie, einfach ein solides Produkt, das in der Praxis funktioniert.
Außenfensterbänke – Materialien und ihre Besonderheiten
Außen geht es in erster Linie um Wasserdichtheit, Robustheit und Geräuschverhalten.
Was dabei oft unterschätzt wird: Eine Außenfensterbank ist nicht einfach „ein Blech“, sondern ein richtiges Anschlussdetail. Wenn der Anschluss zur Laibung oder der seitliche Abschluss nicht sauber gemacht ist, findet Wasser irgendwann seinen Weg hinter den Putz. Und dann wird es mühsam. Achten Sie deshalb darauf, dass die Bank ein klares Gefälle nach außen hat, seitlich sauber abgeschlossen ist und vorne eine Tropfkante hat, damit das Wasser nicht an der Fassade runterläuft. Ein praktischer Hinweis dazu: Wenn Sie später Raffstore, Insektenschutz oder eine neue Dämmung planen, sollte die Fensterbank gleich so gewählt werden, dass diese Dinge ohne Pfusch dazu passen.
Material
Optik
Witterungs-beständigkeit
Geräusch (Regen)
Hagel-resistenz
Preis
Langlebigkeit
Aluminium
modern, viele RAL-Farben
★★★★★
★★★☆☆
★★★★☆
€€
40-50+ Jahre
Naturstein (Granit)
hochwertig, Unikat
★★★★★
★★★★★
★★★★★
€€€-€€€€
50+ Jahre
Blech (Stahl/Zink/Kupfer)
individuell, flexibel
★★★★☆
★★☆☆☆
★★★☆☆
€€
25-40 Jahre
Beton / Faserzement
massiv, sachlich
★★★★☆
★★★★★
★★★★☆
€€-€€€
30-50 Jahre
★ = Bewertung 1-5 | Richtwerte – abhängig von Qualität, Einbau und Exposition.
Aluminium
Der absolute Klassiker.
Vorteile:
leicht, robust und witterungsbeständig, das am meisten gekaufte Material im Außenbereich
viele RAL-Farben, auch Feinstruktur-Oberflächen möglich
einfach mit modernen Fenstersystemen zu kombinieren
Thema Regenlärm:
Alubänke können bei starkem Regen „trommeln“. Abhilfe schaffen Antidröhnstreifen oder eine Dämmung darunter, dazu eine saubere Befestigung und ausreichendes Gefälle. Das ist Handwerksarbeit, die man beim Einbau nicht aussparen sollte.
Wenn die Bank optisch zum Fenster passen und technisch sauber in ein modernes System integriert werden soll, führt an Alu kaum ein Weg vorbei.
Außenfensterbänke müssen dicht, robust und richtig angeschlossen sein. Aluminium ist besonders beliebt, vielseitig einsetzbar und langlebig, erfordert aber eine saubere Montage.
Extra-Tipp
Außenbank und Fenster immer als System planen
Beim Fenstertausch wird die Außenbank oft gleich mitgewechselt. Gefälle, Tropfkante und seitliche Abdichtung lassen sich dann in einem Zug sauber ausführen. Wer Bank und Fensterrahmen getrennt plant, riskiert offene Fugen, durch die später Wasser hinter den Putz läuft.
Naturstein-Materialien für außen
Naturstein außen wirkt sehr wertig und passt gut zu Massivhäusern, Natursteinsockeln oder klassischen Fassaden.
Naturstein-Fensterbänke bestehen meist aus Granit, Gneis oder Quarzit. Also dichten, harten Steinen, die draußen Frost und Regen gut wegstecken. Am gängigsten sind in der Praxis Granitbänke, weil sie robust sind, viele Farben haben und preislich noch vernünftig bleiben. Marmor sieht zwar edel aus, ist draußen aber heikler, weil Flecken und Verwitterung auftreten. Für Außenfensterbänke wird er deshalb selten eingesetzt.
Worauf es ankommt:
ausreichendes Gefälle weg vom Fenster
saubere Tropfkante, damit Wasser nicht an der Fassade hängt
frostbeständige Steinsorte wählen
Hier spielt die Arbeit des Steinmetzes und des Fenstermonteurs eine große Rolle. Eine schöne Platte allein löst kein Problem, wenn die Fuge dahinter offen ist und nicht ordentlich ausgeführt wurde.
Blechabdeckungen kommen bei Sanierungen oder besonderen Fassaden zum Einsatz, etwa bei Vertäfelungen, wo die Nischen rundherum mit Blech verkleidet werden. Der Spengler fertigt die Bank vor Ort auf Maß an, kantet sie ab und befestigt sie zusammen mit der restlichen Verkleidung. Das ist Handwerksarbeit, die mit Standardware nichts zu tun hat.
Vorteile: individuell abkantbar, optisch gut anpassbar. Nachteile: ähnliche Themen wie bei Alu, also Geräusch bei Regen und möglicherweise Korrosion, wenn die Planung nicht passt. Beschädigungen sind außerdem schneller sichtbar, weil Bleche meist dünner sind als Aluminiumfensterbänke. Gerade nach starkem Hagel zeigt sich bei exponierten Blechbänken schnell, was die Wetterlage hinterlassen hat.
Blechfensterbänke werden meist individuell vom Spengler gefertigt und sind optisch flexibel, aber empfindlicher gegenüber Geräuschen, Korrosion und Hagelschäden als Aluminiumfensterbänke.
Beton, Faserzement & Co.
Gerade bei speziellen Fassadenaufbauten oder im Objektbau kommen auch Betonelemente, Faserzementplatten oder Sonderlösungen zum Einsatz. Das sind eher Planungsthemen für Architekten und weniger Standardprodukte zum Anklicken im Angebot.
Innenfensterbänke werden in der Regel vom Fensterbauer bzw. Monteur mit eingebaut - vor allem dann, wenn ohnehin neue Fenster gesetzt werden. So kann der Anschluss an Rahmen, Laibung sowie ggf. Heizkörper gleich sauber und nach den geltenden Normen mitgelöst werden. In manchen Fällen übernimmt aber auch ein Tischler oder Innenausbauer den Einbau, z.B. bei Sonderlösungen (Sitzbank in der Laibung, Möbelanschluss). Wichtig ist weniger, wer es macht, sondern dass die Fensterbank fachgerecht verklebt, ausgerichtet sowie seitlich sauber angeschlossen wird - sonst gibt es später Risse, Klappergeräusche oder unschöne Fugen. Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie am besten direkt den Fensteranbieter, wer die Innenbänke mitliefert.
Ein paar Leitfragen helfen Ihnen bei der Entscheidung für das richtige Fensterbankmaterial:
Wo liegt der Fokus? Optik, Pflege, Preis oder Robustheit?
Innen sowie außen getrennt denken: Innen darf es durchaus wohnlich sein (Holz, Gussmarmor oder gar Naturstein), außen muss wetterfest sowie technisch eine saubere Anbindung zum Fenster und zur Fassade möglich sein (Alu, Naturstein, mit entsprechenden Abschlüssen und Kontaktprofilen zum Fenster).
Wie wird der Bereich vor der Fensterbank genutzt? Viele Pflanzen, Kinderzimmer, Bad, Küche, Sitzbank in der Laibung?
Oft kommt man dann auf Kombinationen wie:
innen Gussmarmor oder Naturstein, außen Alu
innen Holz/Alu-Fenster mit Holzbank, außen Alu in Fensterton
Innenbänke haben meist einen kleinen Überstand zur Wand und zur Laibung, aus mehreren Gründen:
optischer sauberer Abschluss,
Schutz der Wand vor Tropfwasser (z. B. Blumen gießen, Kondensat),
bei Heizkörpern unter dem Fenster: Luft kann besser zirkulieren, die warme Luft streift an der Bank vorbei und zieht am Fenster hoch - das reduziert Kondensat an der Scheibe.
Zu viel Überstand ist allerdings auch nicht ideal (Stolperfalle, im Weg bei Vorhängen). Hier lohnt es sich, Tiefe und Nutzung vorher kurz zu durchdenken.
Darum: Innen auf Wohnlichkeit und Pflege, außen auf Regendichtheit, Gefälle, Tropfkante und Anschlüsse achten. Optisch kann man trotzdem in der gleichen Farbfamilie bleiben.
Viele Schäden an Fensterbänken entstehen nicht am Material, sondern an:
falsch geplantem Gefälle,
fehlender oder falscher Tropfkante,
offenen Fugen zur Fassade,
fehlender Entkopplung (Ausdehnung von Metall oder Stein).
Darum lohnt es sich, bei einem Fenstertausch nicht nur „irgendeine Bank" dazu zu nehmen, sondern den Fensteranschluss als Ganzes anzuschauen - idealerweise nach den geltenden Normen (z. B. ÖNORM B 5320 für den Einbau).
Innenfensterbänke werden idealerweise erst nach dem Fenstereinbau, aber vor dem endgültigen Verputzen montiert. Wichtig ist, dass die Fensterbank vollflächig und spannungsfrei aufliegt, damit es später weder zu Hohlstellen noch zu Rissbildungen kommt.
Ebenso entscheidend ist der Anschluss zum Fenster. Die Innenfensterbank muss sauber unter den Rahmen geführt und seitlich ordentlich eingeputzt oder abgedichtet werden.
Da gerade im Altbau die Montage anders erfolgen kann, empfehlen wir direkt mit einem Fensteranbieter in Ihrer Nähe die genaue Montage der Fensterbank vor Ort zu besprechen.
Bestellen ja, montieren nur im Zuge eines Fenstertauschs. Sie können bei uns Außenfensterbänke als Einzelbestellung beziehen. Wir haben verschiedene Materialien und Farben im Sortiment, die wir nach Ihren Maßen anfertigen lassen.
Die Montage einzelner Außenfensterbänke ohne gleichzeitigen Fenstertausch bieten wir allerdings nicht an. Fensterbänke montieren wir nur im Zuge einer Fenstermontage, weil das bei uns als Gesamtpaket geplant und ausgeführt wird. Alles andere wäre für beide Seiten unwirtschaftlich.
Wenn Sie die Fensterbänke montiert haben möchten, fragen Sie am besten bei der Firma nach, die Ihre Fenster eingebaut hat. Die kennt die Einbausituation und hat die passenden Anschlussdetails. Alternativ kann das auch ein Spengler oder Baumeister in Ihrer Nähe übernehmen.
Außenfensterbänke können individuell nach Maß in verschiedenen Farben und Materialien bestellt werden. Eine Montage durch das Unternehmen erfolgt jedoch ausschließlich als Teil eines umfassenden Fenstertauschs.
Das kommt ehrlich gesagt darauf an, welche Fensterbank Sie meinen, weil die innere und die äußere zwei ganz verschiedene Geschichten sind. Die im Wohnraum, also die innere, ist meistens kein großes Thema, die kann man recht problemlos für sich allein wechseln, weil da das Fenster meist selbst gar nicht angetastet werden muss. Bei der äußeren schaut die Sache schon anders aus. Die liegt nämlich nicht einfach nur lose auf, die ist Teil vom ganzen Anschluss zwischen Fenster und Mauer, da steckt eine Abdichtung dahinter und manchmal ein eigenes Profil unter dem Fensterstock, und wenn da jemand unsachgemäß herumschneidet, dann haben Sie im schlimmsten Fall irgendwann Wasser in der Fassade, und das will wirklich niemand.
Trotzdem, machbar ist es. So einen Wechsel von einer Granitbank auf ein Alu-Profil haben wir schon öfter gemacht, auch ohne dass das Fenster mit raus muss. Wir wollen uns nur vorher anschauen, wie das bei Ihnen damals gebaut wurde, weil so eine Aluminium-Fensterbank halt anders unter den Stock geschoben wird als eine schwere Steinbank, und je nachdem, was wir da vorfinden, gehört der Anschluss dann neu abgedichtet. Genau aus dem Grund sagen wir das auch nicht einfach übers Telefon zu, sondern schauen lieber einmal vorbei.
Was wir Ihnen aber jetzt schon mitgeben können: So ein reiner Fensterbanktausch zahlt sich vor allem dann aus, wenn die Fenster selber noch gut beieinander sind und Sie wirklich nur die Optik oder das Material der Bank stört. Sind die Fenster dagegen sowieso schon älter, dann überlegen Sie sich besser gleich, ob nicht alles zusammen gemacht wird, denn die Fensterbank muss man beim Fenstertausch ohnehin angreifen, und dann zahlen Sie die Arbeit nicht zweimal.
Am besten, Sie schildern uns Ihr Vorhaben bei einem Beratungstermin, dann sehen wir vor Ort, was bei Ihnen geht und was es ungefähr kostet.
Ein Muss ist die Innenfensterbank nicht, meistens bleibt sie aber die praktische Wahl. Sie hat im Alltag einfach mehrere Aufgaben, die sonst niemand übernimmt.
Eine Innenbank schützt die Wand unter dem Fenster vor Tropfwasser, etwa beim Blumengießen oder bei Kondensat. Sie bildet einen sauberen Abschluss zum Rahmen und ist zugleich Ablage für Pflanzen und Deko. Sitzt darunter ein Heizkörper, lenkt die Bank die warme Luft an der Scheibe hoch, was Kondensat am Glas verringert.
Es geht aber auch ohne. Der moderne, puristische Weg ist die flächenbündige Lösung, dabei wird die Laibung einfach bis zum Rahmen durchgeputzt, ganz ohne sichtbare Bank. Das wirkt reduziert und edel, hat aber zwei Haken. Sie verlieren die Ablagefläche, und der Übergang vom Putz zum Fensterrahmen muss handwerklich sehr sauber sitzen, sonst reißt die Kante mit der Zeit. Ein Heizkörper unter dem Fenster braucht dann ebenfalls eine eigene Lösung.
Ein Mittelweg ist eine sehr schlanke, fast bündig eingebaute Bank. Die hält den ruhigen Look, gibt Ihnen aber trotzdem eine kleine Fläche und schützt die Kante.
Was zu Ihnen passt, hängt vom Stil und von der Nutzung ab. Wer viele Pflanzen mag oder einen Heizkörper unter dem Fenster hat, fährt mit einer klassischen Bank besser. Für einen streng minimalistischen Look kann die bündige Variante reizvoll sein, sie sollte aber gleich beim Fenstertausch sauber mitgeplant werden.
Eine einfache Faustregel hilft. Innen richtet sich die Fensterbank eher nach dem Raum als nach dem Fenster, außen nach dem Fenster. Drinnen zählen also Boden und Möbel, draußen der Farbton des Rahmens.
Zu weißen Fenstern passt fast alles. Eine weiße oder helle Bank ist der saubere Klassiker und wirkt ruhig. Weil Weiß so neutral ist, dürfen Sie aber genauso zu einem Steinton greifen, von hellem Grau über Dunkelgrau bis zur Holzoptik sieht zu weißen Fenstern alles stimmig aus. Innen orientieren Sie sich am besten am Boden, dann wirkt der Raum wie aus einem Guss.
Bei Holzfenstern kommt es auf die Wärme des Tons an. Ein warmes Material harmoniert hier am besten, also eine Holzbank oder ein cremiger, warmer Stein. Ein sehr kühles, grelles Weiß kann sich dagegen mit dem warmen Holz beißen. Wer es ruhiger mag, bleibt bei einem neutralen Grau oder Naturstein.
Außen ist es einfacher. Die Alubank wählt man meist im selben Farbton wie das Fenster, ein anthrazitfarbenes Fenster bekommt also eine anthrazitfarbene Bank. So wirkt der Übergang wie ein Stück, statt zusammengewürfelt. Die ganze RAL-Palette steht dafür zur Verfügung, einen Überblick geben die RAL-Farben für Fenster.
Am längsten hält Naturstein gut über fünfzig Jahre. Außen sind Aluminium und Granit die Dauerläufer. Bei normaler Nutzung überdauern diese Materialien locker ein ganzes Hausleben.
Innen sieht die Reihenfolge ungefähr so aus. Naturstein wie Granit liegt mit über fünfzig Jahren vorn, dahinter kommen Keramik und Feinsteinzeug mit etwa vierzig bis fünfzig Jahren. Gussmarmor hält rund dreißig bis vierzig Jahre, Holz bei guter Pflege zwanzig bis dreißig. Laminat und vor allem einfacher Kunststoff sind die kurzlebigsten, der Kunststoff oft nur zehn bis fünfzehn Jahre.
Draußen zählt die Wetterfestigkeit. Granit und Aluminium halten am längsten durch. Dünnes Blech nutzt sich dagegen schneller ab, gerade nach Hagel. In der Praxis ist Aluminium der vernünftige Allrounder, weil es lange hält und leicht ist, dazu in jeder Farbe zu haben.
Eine Sache ist mir aber wichtig. Am längsten zu halten ist nicht alles. Ein Naturstein überdauert zwar Jahrzehnte, ist aber kalt und je nach Sorte heikel in der Pflege, während Gussmarmor der pflegeleichte Mittelweg ist. Und mindestens so wichtig wie das Material ist der saubere Einbau. Die beste Platte nützt nichts, wenn die Fuge dahinter offen ist und Wasser eindringt.
Wenn maximale Lebensdauer das Ziel ist, sind Sie innen mit Naturstein und außen mit Aluminium oder Granit bestens dran.
Am wenigsten Arbeit macht innen Keramik beziehungsweise Feinsteinzeug, dicht dahinter folgen Gussmarmor und Granit. Bei allen reicht im Alltag ein feuchtes Tuch.
Der Grund ist die Oberfläche. Feinsteinzeug wird unter hohem Druck gepresst und sehr heiß gebrannt, dadurch ist es porenfrei und ausgesprochen hart. Weder Wasser noch Schmutz dringen ein, Kratzer macht es kaum. Gussmarmor ist ein Kunststein aus Marmormehl und Harz, durch den Harzanteil ist seine Oberfläche glatt und geschlossen, Flecken ziehen kaum ein. Und auch ein harter Granit steckt den Alltag locker weg.
Wirklich pflegeintensiv ist eigentlich nur ein Material, nämlich Holz. Es will je nach Ausführung alle paar Jahre geölt oder im Lack nachgebessert werden, und stehende Nässe nimmt es übel.
Beim Stein ist noch eines wichtig, damit Sie nicht ins falsche Eck greifen. Naturstein ist nicht gleich Naturstein. Granit ist robust und pflegeleicht, Marmor dagegen ist die empfindliche Ausnahme, er ist säureempfindlich, mag also weder Essigreiniger noch Zitrone, und will hin und wieder nachversiegelt werden. Wer einen pflegeleichten Stein möchte, nimmt also eher Granit oder gleich Gussmarmor.
Bei Kunststoff und Laminat gilt eine feine Unterscheidung. Sauber wischen lassen sie sich problemlos, viel Pflege brauchen sie also nicht. Empfindlicher sind sie nur bei Kratzern, und an einer schlecht versiegelten Schnittkante zieht mit der Zeit Feuchtigkeit ein. Das ist aber eine Frage der Robustheit, nicht der Reinigung.
Außen ist die Sache ohnehin entspannt. Eine Alubank spülen Sie nur ab und zu ab, und auch Granit hält draußen pflegeleicht durch.
… Sie haben eine Frage? Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir antworten Ihnen umgehend.
Fazit: Fensterbank nicht nebenbei „mitbestellen“
Ob Holzbank mit Blumen, Gussmarmor in der Küche oder Alubank außen im Fensterton, die richtige Wahl hängt von Ihrem Haus, Ihrer Nutzung und Ihrem Pflegeprofil ab. Wer sich vorher kurz überlegt, was die Fensterbank im Alltag aushalten muss, und Innen- und Außenlösung zusammen mit dem Fensterbauer als System plant, erspart sich viele kleine Ärgernisse.
Wenn Sie zwischen Naturstein, Gussmarmor, Holz oder Alu unsicher sind: Muster in die Hand nehmen, an die echte Situation halten, kurz darüber schlafen. Dann zeigt sich meist schnell, welches Material sich auch nach zehn Jahren noch richtig anfühlt.
Gerne helfen wir Ihnen bei der Materialwahl und bei der Planung der Innen- und Außenfensterbänke. Rufen Sie uns einfach an unter Tel.: +43 7239 7031 oder schicken Sie uns eine Anfrage per E-Mail an office@fensterschmidinger.at.
Unser Tätigkeitsbereich liegt bei einer Fahrtzeit von 1,5 Stunden von unserem Standort in Gramastetten aus.
max. 1,5h Fahrtzeit von unserem Standort zum Bauvorhaben
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