Fenstercheck nach dem Winter. Die 8-Punkte-Kontrolle im Frühling
Der Winter ist vorbei, jetzt zeigt sich, was er an Ihren Fenstern hinterlassen hat. Monatelanger Frost, feuchte Raumluft beim Lüften, dauerhafte Heizungswärme an den Glasrändern. Das geht nicht spurlos vorbei. Deshalb lohnt es sich, im März oder April einmal systematisch durchzugehen und zu prüfen, ob noch alles funktioniert. Wer jetzt kontrolliert, erkennt kleine Probleme früh und spart sich später teure Reparaturen oder einen vorzeitigen Tausch.
Bei Fenster-Schmidinger sehen wir jedes Jahr ab April dieselben typischen Spuren aus dem Winter. Poröse Dichtungen, schwergängige Beschläge, verstopfte Entwässerungsöffnungen. Die gute Nachricht ist, dass Sie 80 % davon selbst entdecken können, wenn Sie wissen, worauf Sie schauen müssen. Diese Anleitung führt Sie in acht Punkten durch den Frühlingscheck Ihrer Fenster.
✎ Fenstercheck nach dem Winter, auf einen Blick
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Inhaltsverzeichnis
Fenster sind über Monate gezielt Belastungen ausgesetzt, die sie im Sommer nicht haben. Die Temperaturdifferenz zwischen innen und außen liegt im Jänner bei 25 bis 30 Grad, das Material zieht sich zusammen und dehnt sich je nach Wetter wieder aus. Die Dichtungen werden durch Kälte härter, und der Anpressdruck der Beschläge arbeitet stärker als in der warmen Jahreszeit. Nach ein paar hundert solcher Zyklen merkt man das, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sichtbar ist.
Dazu kommt die Feuchtigkeit. Beim Lüften im Winter strömt warme, feuchte Innenluft an kalte Dichtungen und Rahmen. Dort kondensiert Wasser und bleibt oft länger stehen, als einem lieb ist. Wer im Frühling prüft, sieht das als leicht verfärbte Dichtungsecke oder als schwach sichtbaren Wasserrand an der Laibung. Beides sind frühe Warnzeichen, die sich mit einer Dichtungspflege oder einer kleinen Justierung noch gut beheben lassen.
Der praktische Grund für den Frühlings-Check ist außerdem die Terminlage. Im Oktober und November, wenn die Leute ihre Fenster winterdicht machen wollen, sind Servicefirmen in Oberösterreich oft mehrere Wochen ausgebucht. Im April und Mai haben wir deutlich mehr Kapazität, und eine einfache Einstellung lässt sich in wenigen Tagen einplanen. Details zum Thema Winterdichtheit stehen übrigens im Beitrag Fenster winterdicht machen.
Fahren Sie mit dem Finger die Dichtung des geöffneten Fensterflügels entlang. Eine gesunde Dichtung fühlt sich weich und leicht gummiartig an. Ist sie hart, spröde oder hat sichtbare Risse, hat sie die kalten Monate nicht gut überstanden. Besonders kritisch sind die Ecken, weil dort die Spannung am größten ist. Drücken Sie die Dichtung auch kurz mit dem Daumen ein. Springt sie nicht mehr zurück, ist die Elastizität weg.
Bei leichten Verhärtungen reicht oft eine Behandlung mit Silikonpflege oder Gummipflegestift. Bei Rissen müssen die Dichtungen getauscht werden. Bei modernen Fenstern von Schmidinger ist das meist ein Schnelltermin, bei älteren Fenstern von Fremdherstellern wird die Ersatzteilsuche manchmal schwierig.
Nehmen Sie ein normales Blatt Papier, klemmen Sie es zwischen Flügel und Rahmen ein und schließen Sie das Fenster. Ziehen Sie das Papier heraus. Spüren Sie deutlichen Widerstand, ist der Anpressdruck in Ordnung. Lässt sich das Papier leicht rausziehen, drückt die Dichtung nicht mehr richtig. Dann kommt Zugluft durch, und die Heizwärme entweicht über die Fuge. Den Test machen Sie an allen vier Seiten des Fensters, nicht nur unten.
Zeigt der Test Schwächen, lässt sich der Anpressdruck oft über die Schließzapfen nachstellen. Das ist eine Sache für den Fachbetrieb. Der Beitrag Fenster einstellen lassen erklärt den Vorgang ausführlicher.
Öffnen und schließen Sie jedes Fenster zwei oder drei Mal, auch in die Kippstellung. Der Griff sollte sich sauber und ohne Ruckeln drehen lassen. Hören Sie Quietschen oder spüren Sie einen hakeligen Punkt, braucht der Beschlag Schmierung. Mit einem Tropfen harzfreies Öl an den beweglichen Teilen ist das oft schon erledigt. Kommt der Griff gar nicht mehr in die Endstellung oder lässt sich das Fenster nur mit Kraftaufwand schließen, ist eine Einstellung fällig.
Besondere Vorsicht bei Hebeschiebetüren und großen Balkonelementen. Hier sind die Laufwagen oft die Schwachstelle, und ein Tausch kann über 500 € pro Element kosten. Früh gesehen, lässt sich der Verschleiß oft noch durch Reinigung und Nachjustierung hinauszögern.
Schauen Sie sich den Fensterrahmen von außen bei Tageslicht genau an. Kunststoffrahmen, die stark der Südsonne ausgesetzt sind, können mit den Jahren vergilben oder kleine Oberflächenrisse entwickeln. Bei Holz-Alu-Fenstern prüfen Sie die Alu-Schale auf Kratzer und die Holzinnenseite auf Abplatzer im Lack. Bei reinen Holzfenstern ist der Außenanstrich das wichtigste Kontrollfeld, weil kleine Risse im Lack sofort Feuchtigkeit aufnehmen.
Kleine kosmetische Schäden sind meist unkritisch. Sichtbar verzogenes Material, aufblähende Beschichtungen oder blanke Holzstellen sollten Sie aber ernst nehmen. In solchen Fällen hilft eine Einschätzung vor Ort, ob eine Aufarbeitung reicht oder ob sich eher ein Tausch rechnet.
Im unteren Rahmenbereich jedes Fensters sitzen kleine Öffnungen, durch die Regenwasser nach außen ablaufen soll. Im Winter verstopfen sie leicht mit Staub, Insekten oder kleinen Pflanzenteilen. Schauen Sie nach, ob die Öffnungen frei sind. Falls nicht, mit einem Zahnstocher oder einer dünnen Bürste reinigen. Das klingt banal, spart aber Ärger, weil verstopfte Entwässerungen dazu führen, dass Wasser im Rahmen steht und auf Dauer Schimmel oder Materialschäden verursacht.
Der Anschluss zwischen Fensterrahmen und Mauer ist meist mit Silikon oder Acryl abgedichtet. Fahren Sie mit dem Blick die Fuge ab und suchen Sie nach Rissen, Abplatzungen oder dunklen Verfärbungen. Eine intakte Fuge ist gleichmäßig glatt und sauber. Ist sie rissig oder bröckelig, dringt Feuchtigkeit in die Anschlussfuge ein, und das wird auf Dauer ein Problem für die Bausubstanz.
Die Außenfuge ist meist stärker belastet als die Innenfuge. Kleine Risse kann man nachsiegeln, größere Schadstellen sollten neu ausgefugt werden. Bei Fenstern, die nach ÖNORM B 5320 montiert wurden, ist die Fuge mehrschichtig aufgebaut, was sie deutlich langlebiger macht als einfache Siliconabdichtungen.
Schauen Sie die Glasscheiben am Rand genau an. Sehen Sie dort feine Wassertröpfchen, einen Schleier oder milchige Streifen, die sich nicht wegwischen lassen, ist das Isolierglas undicht. Das bedeutet, dass der Randverbund nachgegeben hat und Feuchtigkeit in den Scheibenzwischenraum gedrungen ist. Die Scheibe verliert dadurch ihre Dämmwirkung, und die Heizkosten steigen spürbar.
Eine defekte Scheibe muss getauscht werden. Den ganzen Fensterflügel zu ersetzen ist dabei nicht nötig, nur das Glaselement selbst. Mehr Hintergrund dazu im Beitrag Scheibe im Luftzwischenraum angelaufen.
Die äußere Fensterbank bekommt im Winter am meisten ab. Regen, Schnee, Tauwetter und Frost wechseln sich ab, und das Material arbeitet entsprechend. Prüfen Sie, ob die Fensterbank fest sitzt, ob sich kein Wasser an der Vorderkante staut und ob die seitlichen Abschlüsse zur Laibung noch dicht sind. Bei Alubänken ein Blick auf die Tropfkante vorne, damit das Wasser sauber abtropft und nicht an der Fassade runterläuft.
Zeigt sich ein Problem mit der Außenfensterbank, lohnt sich oft ein kompletter Austausch, wenn ohnehin eine Fenstersanierung ansteht. Ein ausführlicher Überblick zu Materialien findet sich im Beitrag Materialien-ABC der Fensterbänke.
Nicht jeder Prüfpunkt braucht einen Fachbetrieb. Fünf der acht Punkte können Sie problemlos selbst erledigen. Dichtungspflege, Entwässerungsöffnungen reinigen, Beschläge ölen, visuelle Kontrolle von Rahmen und Fensterbank sind alles Handgriffe, für die keine Ausbildung nötig ist. Wer sich das Ölen der Beschläge zutraut, spart sich den Servicetermin und verlängert die Lebensdauer der Mechanik.
Drei Punkte gehören in die Hand eines Fachbetriebs. Der Anpressdruck der Beschläge wird über die Schließzapfen nachjustiert, und wer hier ohne Erfahrung herumschraubt, verstellt oft mehr als er verbessert. Bei Kondensat zwischen den Scheiben hilft nur ein Glastausch, das ist keine Selbstreparatur. Und bei Silikonfugen, die großflächig neu gemacht werden müssen, braucht es Erfahrung mit der richtigen Vorbehandlung, sonst hält die neue Fuge nur kurz.
Unsere Servicetechniker fahren in Oberösterreich alle gängigen Situationen ab. Für Fenster, die wir selbst eingebaut haben, haben wir oft auch die passenden Ersatzteile lagernd, was die Reparatur deutlich schneller macht. Was ein typischer Servicetermin kostet, steht im Beitrag Fensterservice Kosten.
Nicht jedes Problem lässt sich mit Service beheben. Wenn beim Frühlingscheck mehrere Punkte gleichzeitig auffallen, zum Beispiel spröde Dichtungen, schwergängige Beschläge, beschlagenes Isolierglas und rissige Silikonfugen, dann reden wir von einem Fenster am Ende seiner Lebensdauer. Bei Fenstern aus den 80er- und 90er-Jahren ist das nach 30 bis 35 Jahren ganz normal. Die Wartung lohnt sich wirtschaftlich dann oft nicht mehr.
Als Faustregel gilt, dass sich ein Tausch ab einem bestimmten Schadensbild rechnet. Wer jedes Jahr mehrere hundert Euro in Reparaturen steckt und trotzdem Zugluft hat, fährt mit neuen Fenstern nach wenigen Jahren günstiger. Dazu kommt die Heizkostenersparnis, die bei modernen 3-fach-Verglasungen schnell 200 bis 400 € pro Jahr ausmachen kann.
Wer bei der Frage unsicher ist, bekommt bei uns eine ehrliche Einschätzung. Wir schauen uns die Fenster vor Ort an und sagen Ihnen, ob sich Service oder Tausch lohnt. Kostenrahmen für einen Tausch stehen im Beitrag Fenster austauschen Kosten, aktuelle Fördermöglichkeiten unter Fenster Förderung Österreich.
Extra-Tipp
Am besten den Check fix in den Frühjahrsputz einbauen
Wer die Fenster einmal im Jahr systematisch durchgeht, erwischt die meisten Probleme, bevor sie groß werden. Eine Kundin aus Gallneukirchen hat uns einmal erzählt, dass sie den Fenstercheck zum Frühjahrsputz dazuzählt. Sie geht mit Küchentuch, einem Blatt Papier und einem kleinen Öl-Spray von Raum zu Raum. Zwei Stunden für das ganze Haus, einmal im Jahr. In den zwölf Jahren, seit sie das so macht, hatte sie bei uns noch keinen größeren Servicefall. Kleinere Einstellarbeiten ja, aber nichts, was unter die Kategorie „plötzlich und teuer“ fallen würde. Ihr Satz dazu war, dass sich die zwei Stunden im Frühling locker gegen zwei bis drei Notfalltermine im Winter rechnen. Und sie hat damit recht.
Wann ist der beste Zeitpunkt für den Fenstercheck?
Der ideale Zeitraum liegt zwischen Mitte März und Ende April. Der Frost ist dann meist durch, die Temperaturen sind mild genug, um alle Fenster in Ruhe zu öffnen und zu prüfen, und die Servicebetriebe haben noch Kapazität. Wer später dran ist, kommt im Mai oder Juni immer noch gut durch. Ab September werden die Terminlagen wieder enger.
Wie lange dauert der Check pro Fenster?
Für ein durchschnittliches Dreh-Kipp-Fenster brauchen Sie etwa 10 bis 15 Minuten, wenn Sie alle acht Punkte abarbeiten. Bei Balkontüren oder großen Hebeschiebetüren dauert es etwas länger, weil Laufwagen und Verriegelungen mehr Aufmerksamkeit brauchen. Für ein komplettes Einfamilienhaus mit 12 bis 15 Fenstern sollten Sie also zwei bis drei Stunden einplanen.
Was kostet ein professioneller Fensterservice?
Ein Servicetermin mit Beschlagkontrolle, Einstellung und Beschlagschmierung liegt bei 80 bis 150 € pro Fenster. Bei mehreren Fenstern am selben Standort gibt es meist Paketpreise. Der Austausch einzelner Dichtungen kostet ähnlich. Ein Glastausch bei undichtem Isolierglas bewegt sich bei 200 bis 400 € pro Quadratmeter. Preise und Irrtümer vorbehalten, der genaue Betrag hängt vom Aufwand und den Ersatzteilen ab.
Servicieren Sie auch Fenster anderer Hersteller?
Aktuell konzentrieren wir uns auf Fenster aus unserem eigenen Haus, weil bei Fremdfabrikaten die Ersatzteilsuche oft aufwendig ist und die Termine dadurch unplanbar werden. Bei dringenden Fällen an Fenstern anderer Hersteller empfehlen wir, die ursprüngliche Einbaufirma oder einen spezialisierten Service-Betrieb in der Region anzufragen.
Was tun, wenn beim Check Kondenswasser zwischen den Scheiben auftaucht?
Das ist ein klares Zeichen, dass das Isolierglas defekt ist. Der Randverbund hat nachgegeben, und Feuchtigkeit ist in den Scheibenzwischenraum gedrungen. Wegwischen lässt sich das nicht, weil das Wasser zwischen den Glasschichten sitzt. Die Lösung ist ein Glastausch, wobei der Fensterrahmen meist bleiben kann. Mehr dazu im Beitrag Scheibe im Luftzwischenraum angelaufen.
Kann ich die Beschläge selbst einstellen?
Das kleine Schmieren der beweglichen Teile mit harzfreiem Öl ist problemlos selbst machbar und verlängert die Lebensdauer der Mechanik deutlich. Das Nachjustieren des Anpressdrucks oder der Höheneinstellung über die Schließzapfen ist aber Fachwerk. Wer ohne Erfahrung an den Stellschrauben dreht, verschlechtert oft mehr als er verbessert. Das Ergebnis sind Fenster, die erst recht nicht mehr sauber schließen.
Wenn Ihr Frühlingscheck ein Problem aufgedeckt hat, das Sie nicht selbst lösen wollen, melden Sie sich bei uns. Wir schauen uns die Situation an und sagen Ihnen ehrlich, ob eine kleine Einstellung reicht oder ob ein größerer Eingriff nötig ist. Für Service-Anfragen ist Brigitte Erlinger-Ratzenböck in unserem Büro Ihre Ansprechpartnerin.
Rufen Sie uns unter +43 7239 7031 an, schreiben Sie eine E-Mail an office@fensterschmidinger.at oder buchen Sie einen Termin direkt online. Unser Tätigkeitsgebiet umfasst ganz Oberösterreich sowie die angrenzenden Bezirke in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark bis zu einer Fahrtzeit von 1,5 Stunden. Anfragen von weiter weg prüfen wir gerne individuell per E-Mail.
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