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Was tun, wenn Scheiben schwitzen?

Warum schwitzen Fenster und Scheiben – wir gehen der Ursache auf den Grund!

In früheren Jahren waren Fenster so undicht beschaffen, dass es immer zu einem natürlichen Luftaustausch und einem Entfeuchten der Wohnräume kam. Bei alten Fenstern findet dieser Luftaustausch unter anderem ungewollt durch undichte Fugen statt. Um Heizkosten, Zugerscheinungen und Lärmbelästigungen zu senken, wurden Fenster konstruiert, die den neuen Anforderungen gerecht werden. Diese modernen Fenster sind so dicht (sowohl in sich als auch zum Baukörper hin), dass kein natürlicher Luftaustausch stattfinden kann.

Aufgrund dieser Voraussetzungen ist besonders im Winter die Gefahr gegeben, dass am Glas Kondensation – wird auch Schwitzwasser, Kondenswasser oder Tauwasser genannt – auftreten kann. Die Scheiben beschlagen und sorgen für einen trüben Ausblick.

Grundsätzlich sollte hier noch einmal erwähnt werden, dass eine Kondensation im Scheibenzwischenraum des Glases – bei neuen Fenstern oder Türen – einen Mangel darstellt. Bei der hohen Qualität der Erzeugnisse unseres Hauses, sowie bei fachgerechtem Einbau, darf dies nicht auftreten.

Wenn Scheiben schwitzen – kurz erklärt

  • Moderne, dichte Fenster lassen kaum Luftaustausch zu; trifft dann feuchte, warme Raumluft auf die kühle Scheibe, kondensiert Wasser – zuerst am Glasrand und vor allem in Räumen mit viel Feuchtigkeit.
  • Wasserdampf entsteht täglich durch Atmen, Kochen, Baden, Wäsche, Blumen gießen und Baufeuchte; wird er nicht abgeführt, landet er als Kondensat an Glas und Rahmen, teils auch an Kunststoffprofilen und Beschlägen.
  • Wärmeschutzglas mit gutem Ug-Wert und „warmer Kante“ reduziert Kondensat, schließt es aber nicht aus – entscheidend sind Raumtemperatur, Luftfeuchte (ideal ca. 40-60 %) und das Lüftungsverhalten.
  • Empfohlen wird mehrmals täglich 10 bis 15 Minuten Stoßlüften mit ganz geöffnetem Fenster, kein Dauer-Kippen, Einsatz eines Hygrometers zur Kontrolle und bei anhaltenden Problemen die Kontrolle von Dichtungen, Anpressdruck sowie Fenster-Einstellung durch die Fensterfirma.

Innen, außen oder zwischen den Scheiben? So ordnen Sie das Schwitzwasser richtig ein

Kondenswasser ist nicht gleich Kondenswasser. Wo sich die Feuchtigkeit bildet, entscheidet über die Ursache und die richtige Reaktion:

Nur der letzte Fall ist ein Mangel am Fenster. Innenseitiges Schwitzwasser dagegen liegt fast immer an der Raumluft, und genau daran lässt sich arbeiten.


Wie entsteht Kondenswasser am Fenster? Zwei Bedingungen

Grundsätzlich ist erst einmal festzustellen, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Zum Beschlagen der Scheiben kommt es durch folgende Bedingungen:

1. Warmluft kühlt plötzlich ab
2. Kalte Luft wird mit Feuchtigkeit angereichert

Auf Fenster übertragen bedeutet das: Wenn an kalten Tagen die Fenster geöffnet werden, können diese von außen beschlagen, weil warme Raumluft auf die kalten Außenscheiben trifft. Dies wird meist nicht als störend empfunden, da nach dem Schließen des Fensters das Beschlagen verschwindet.

Die zweite Bedingung ist jeder Autofahrerin und jedem Autofahrer bekannt, wenn er an kalten Tagen sein Auto besteigt. In kurzer Zeit kommt es zu lästiger Beschlagsbildung auf den Innenscheiben, weil sich der feuchte Atem der Fahrerin bzw. des Fahrers an den Scheiben niederschlägt. Auch im Haushalt tritt dieser Scheibenbeschlag an Fenstern auf.


Wo und wann tritt ein innenseitiger Scheibenbeschlag auf?

Er tritt hauptsächlich in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf, wie z.B. beim Baden, Kochen und Spülen. Da der Mensch in acht Stunden ca. einen Liter Feuchtigkeit ausatmet, kann es auch in ungenügend beheizten Schlafzimmern zur Kondensation kommen. Da an den Scheibenrändern die Temperatur immer niedriger als in der Scheibenmitte ist, beobachtet man die Schwitzwasserbildung vor allem am unteren Rand. Dies ist konstruktionsbedingt und für ALLE Isoliergläser typisch.

Typischerweise zeigt sich das Kondenswasser an drei Stellen:

Verstärkt tritt das Schwitzen auf, sobald sich die Außentemperaturen im Minusbereich bewegen.

Glasrandbereich mit Kondensatbildung auf der Innenseite, verursacht durch hohe Luftfeuchtigkeit - Hinweis auf Scheiben schwitzen.

Hier im Bild sehen Sie den Glasrandbereich auf der Innenseite mit entsprechender Kondensatbildung. Dies ist ein Indiz dafür, dass zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum vorherrscht.

Wie entsteht Wasserdampf, der für das Schwitzen der Scheiben verantwortlich ist?

In Wohnbereichen wird ständig Wasserdampf erzeugt – unter anderem durch:

Wird der Wasserdampf nicht abgeleitet, dann schlägt sich dieser in Form von meist schwitzenden Fenstern nieder!

Kondensat entsteht etwa durch Wasserdampf beim Kochen und kann sich an Fensterscheiben niederschlagen, wenn keine Lüftung erfolgt.

Kondensat entsteht etwa durch Wasserdampf beim Kochen und kann sich an Fensterscheiben niederschlagen, wenn keine Lüftung erfolgt.

Wie kann man das innenseitige Beschlagen der Glasscheibe eindämmen?

Vorrangig ist die Entscheidung für das richtige Glas. Die Gefahr des Beschlagens einer Einfachglasscheibe ist ungemein höher als bei einem Wärmeschutzglas. Wichtig für eine Beschlagsfreiheit ist die Temperatur an der Innenseite des Glases. Diese ist umso höher, je niedriger der Wärmedämmwert (Ug-Wert) ist.

Auch ein thermischer Abstandhalter, oder wie er oft auch als „Warme Kante“ bezeichnet wird, kann den Scheibenbeschlag des Glases eindämmen und minimieren. Dies liegt daran, dass er nicht mehr wie früher aus Aluminium besteht. Aluminium hat die Kälte sehr gut geleitet, und dadurch hat es dann aufgrund der wärmeren Raumluft besonders im Bereich des Abstandhalters kondensiert.

Extra-Tipp
Abstandhalter beeinflussen Kondensatbildung!
Die Kondensatbildung am Rand der Glasscheibe tritt bei den neusten Glasabstandhaltern seltener auf. Daher empfehlen wir Ihnen beim Kauf neuer Fenster und Türen darauf zu achten bzw. bei Ihrem Fensterlieferanten nachzufragen. Die Bezeichnung dieser Abstandhalter ist oft als „Warme-Kante“ oder „Swisspacer“ angegeben. Es sollten keine Glasabstandhalter in Aluminium genommen werden. Aluminium leitet die Kälte besser und daher ist der Randbereich auf der Innenseite kühler, was die Bildung des Kondensates fördert!

Sind durch Einbau von hochwertigem Isolierglas Kondensationen ausgeschlossen?

Nein! Durch Einbau oder Umrüstung auf höherwertige Verglasungsarten kann zwar der Zeitpunkt des Beschlagens weitestgehend hinausgezögert werden, jedoch ist bei hohem Feuchtigkeitsanfall und niedriger Raumtemperatur auch hier ein Beschlagen der Scheiben nicht zu vermeiden. Isolierglas hat zwar hervorragende Wärmedämmeigenschaften, die Luftfeuchtigkeit beeinflusst es jedoch nicht.

Isolierglas beschlägt innen bei hoher Luftfeuchtigkeit und niedriger Raumtemperatur - Scheiben schwitzen trotz hochwärmedämmender Verglasung möglich.

Auch hochwertiges Isolierglas kann bei niedriger Raumtemperatur sowie hoher Luftfeuchtigkeit innen beschlagen. Zwar verzögert es das Beschlagen, jedoch ist es bei bestimmten Bedingungen nicht vollständig auszuschließen.

Das hilft: Lüften, Lüften, Lüften!

Das richtige Lüften macht’s!
Frühere Fenster, beispielsweise im Schlafzimmer, waren aufgrund ihrer einfacheren Konstruktion und weniger Dichtungsebenen nicht so luftdicht. Dadurch fand ein kontinuierlicher Luftaustausch statt. Heutige Fenster hingegen, ausgestattet mit hochwärmedämmender Verglasung und meist drei Dichtungsebenen, dichten so effizient ab, dass sie die natürliche Luftzirkulation stark reduzieren. Dies erhöht die Notwendigkeit, regelmäßig und gezielt zu lüften, um die Raumluftqualität zu erhalten und Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden.

Energiesparend lüften bedeutet, mehrmals täglich 10-15 Minuten zu lüften (Stoßlüften). Dabei kann man die Heizung während des Lüftens ausschalten oder kurzfristig zurückdrehen.

Extra-Tipp
Warten bis der äußere Scheibenbeschlag beim offenen Fenster verschwindet
Bei hoher Luftfeuchtigkeit beschlägt beim Öffnen der Fenster normalerweise sofort die Glasscheibe auf der Außenseite. Dies ist normal, weil die Luft im Wohnraum mit zu viel Luftfeuchtigkeit angereichert ist. Lassen Sie das Fenster so lange geöffnet, bis der Scheibenbeschlag der Außenscheibe komplett verschwunden ist. Dies ist ein guter Indikator, dass jetzt ein ausreichender Luftaustausch durchgeführt wurde. Im Normalfall sollte bei mehrmaligem Wiederholen, das Schwitzen der Scheiben auf der Innenseite, weniger werden.
Frau öffnet Fenster, um durch Lüften Feuchtigkeit zu reduzieren, wenn die Scheiben schwitzen.

Frau öffnet Fenster, um durch Lüften Feuchtigkeit zu reduzieren, wenn die Scheiben schwitzen.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit sollte man Fenster nicht kippen

Bitte aber nicht Kippen!

Beachten Sie, dass ein Kippen des Fensters die Mauerlaibung zu stark auskühlt, da Fenster in der Regel länger gekippt bleiben. Durch das Auskühlen der Mauerlaibung fördert man die Schimmelbildung im Bereich des Fensteranschlusses bzw. der Mauerlaibung.

Öffnen Sie hingegen die Fenster komplett, um einen effektiven Luftaustausch und somit eine Verringerung der Luftfeuchtigkeit zu ermöglichen.

Helfen Ihnen die Tipps nicht und die Fenster schwitzen trotz angepasstem Lüftungsverhalten weiter, dann beobachten Sie die Situation am besten über mindestens eine Woche. Dokumentieren und fotografieren Sie, wann und wo das Kondenswasser auftritt. Mit diesen Unterlagen wenden Sie sich anschließend an Ihren Vermieter oder an die Fensterfirma, die die Montage durchgeführt hat – eventuell ist bei der Einstellung am Fenster noch etwas vorzunehmen, gemeinsam lässt sich die Ursache so am schnellsten eingrenzen.


Extremes Schwitzen der Fenster bei Kälte – ein Fall aus der Praxis

Wie sich das Thema im Alltag anfühlt, zeigt die E-Mail eines verzweifelten Eigenheimbesitzers, die uns an einem kalten Wintertag erreichte: »Ich habe eine Bitte sowie Anfrage. Bei uns schwitzen die Fenster in gewissen Räumen extrem, wenn es draußen kalt ist. Ich glaube, die Dichtungen der Fenster sind nicht mehr gut, da beim Fensterstock innen auch Wasser steht, ebenso die Fensterrahmen auf der Innenseite schon schimmeln.

Die Zimmer, die betroffen sind:

> Schlafzimmer, Kinder + Eltern, Badezimmerfenster ebenso wie Saunafenster (Kunststoff/Alu-Fenster von einem großen österreichischen Fensterhersteller – Baujahr etwa 2003)
> Esszimmeranbau (Alufenster Baujahr etwa 2014)

Was kann man da machen? Bringt ein Dichtungstausch zudem eine Besserung?«

Unsere Antwort darauf, die stellvertretend für viele Winter-Anfragen steht:

Natürlich kann der Innenbeschlag im Einzelfall auch andere Ursachen haben und ist von Fall zu Fall neu zu beurteilen. Wenn die Tipps keine Besserung bringen, hilft die Dokumentation, wie sie weiter oben beschrieben ist.

Infografik von Fenster Schmidinger mit drei Tipps gegen schwitzende Fenster bei Kälte: Stoßlüften, Räume heizen und Luftfeuchtigkeit mit einem Hygrometer auf 40-60 % halten.

Um das Beschlagen der Fenster und extremes Schwitzen zu vermeiden, erhielt der Eigenheimbesitzer folgende wichtige Tipps: Regelmäßiges Stoßlüften, Räume auf Zimmertemperatur heizen und zudem die Nutzung eines Hygrometers zur Überwachung der optimalen Luftfeuchtigkeit, idealerweise zwischen 40-60%.

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, für den empfehlen wir nachstehenden Tipp

Wenn Sie mit schwitzenden Fensterscheiben zu kämpfen haben, dann sollten Sie Ihr Nutzerverhalten überprüfen, was durch eine Messung mit einem Luftfeuchtemessgerät möglich ist. Es sollte durch dementsprechende Maßnahmen angestrebt werden, die relative Luftfeucht in einen Bereich von 40 – 60 % zu bringen.

Mit einem Luftfeuchtemessgerät oder einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit leicht feststellen und Sie können danach Ihr Lüftungsverhalten optimal anpassen.

Beschlagene Fenster durch hohe Luftfeuchtigkeit - Kondensat messen und optimales Raumklima mit 40-60% erreichen.

Kämpfen Sie mit beschlagenen Fenstern? Ein Luftfeuchtemessgerät hilft, Ihr Nutzerverhalten zu checken. Ziel ist es, die Luftfeuchtigkeit auf 40-60% zu regulieren.

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Diese Hilfsmittel können Ihnen helfen, wenn Fenster sowie Gläser schwitzen.

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Thermo-Hygrometer, Luftfeuchtigkeitsmessgerät Innen Mit Thermo-Messgerät die Luftfeuchtigkeit messen und Kondensat auf schwitzenden Fenstern vermeiden. Das können Sie tun. Schnelle Reaktion, die alle 10 Sekunden misst, um aktualisierte und genaue Messwerte zu liefern. Großer Messbereich, der die Temperatur von 0 °C bis 50 °C misst, misst die Feuchtigkeit von 20 % bis 95 % Thermo-Hygrometer für innen
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Kondensation auch an Kunststofffenster-Profilen

Neben dem Scheibenbeschlag kann Kondenswasser auch am Fensterrahmen und am Flügel auftreten, was zu Schimmelbildung am Fenster und rostige Beschläge nach sich ziehen kann.

Ein häufiger Grund für die Kondensation an den Rahmenprofilen (bei geöffnetem Fenster) sind oft nicht richtig anliegende Fensterdichtungen, verursacht durch zu geringen Anpressdruck, in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Räumen.

Auch kann eine beschädigte, poröse oder verhärtete Fensterdichtung, die das Fenster nicht mehr ordnungsgemäß abdichtet, zur Kondenswasserbildung an den Kunststoffprofilen beitragen. Wenn die warme Raumluft zwischen den Fensterdichtungen und dem Profil hindurchdringt, trifft sie auf die kältere Außenluft, was zur Kondensation führt.

Viele stellen sich in diesem Zusammenhang die Frage: Warum schwitzen Fenster überhaupt? Die Antwort liegt meist in einem Zusammenspiel aus unzureichender Wärmedämmung, hoher Luftfeuchtigkeit im Innenraum und Temperaturunterschieden zwischen innen und außen. Besonders in gut gedämmten, luftdichten Gebäuden ohne regelmäßige Lüftung steigt die Luftfeuchtigkeit schnell an – was die Kondensatbildung an kühlen Fensteroberflächen zusätzlich begünstigt.

Kondensat und zu feuchte Räume können Fensterbeschläge beeinträchtigen und Rost an alten Kunststofffenstern verursachen.

Warum Fenster schwitzen und seine Folgen. Wie auf dem Bild eines alten Kunststofffensters ersichtlich, kann dies dazu führen, dass die Fensterbeschläge über die Jahre stark rosten und schließlich kaputtgehen.

Kondenswasser im Fensterfalz – wenn sehr dichte Gebäude schwitzen

Kondensat im Falz ist ein Problem, das mit der modernen Bauweise und sehr dichten Gebäudehüllen vermehrt auftreten kann. Diese Feuchteansammlungen im Falz der Fenster und Türen entstehen dann, wenn das Gebäude eine Luftwechselrate von unter 1,5 aufweist, das Luftvolumen also weniger als 1,5 Mal je Stunde ausgetauscht wird. In der Regel sind die Fenster und Türen in den oberen Etagen und in Gauben deutlich stärker betroffen als jene im Erdgeschoss.

Moderne Wandaufbauten erreichen heute spielend U-Werte von 0,6 W/m²K und besser. Ist ein so dichtes Gebäude nicht mit einer Lüftungsanlage ausgestattet, drückt sich der im Haus entstehende Dampfdruck durch die Dichtungen der Fenster, und die warme, feuchte Raumluft kondensiert im Falz oder direkt an den Oberflächen von Fenstern und Türen. Dauerhaft abstellen lässt sich diese Kondensatbildung nur durch einen geregelten Luftwechsel.

Ist eine Lüftungsanlage vorhanden und das Problem tritt trotzdem auf, ist sie entweder ausgeschaltet oder falsch eingestellt und arbeitet mit Überdruck. Dann wird die feuchte Raumluft in die Gebäudehülle gepresst, was mit der Zeit gravierende Bauschäden verursachen kann. Haustüren zeigen dieses Problem übrigens selten, weil sie am Tag mehrfach geöffnet und dadurch gelüftet werden.

Der Dichtschluss der Fenster lässt sich zwar erhöhen, indem der Anpressdruck verstärkt wird. Die Kondensatbildung bessert sich dadurch aber nur kurzfristig. Sobald sich der Dampfdruck der neuen Situation angepasst hat, tritt sie erneut und unter Umständen sogar verstärkt auf, weil noch weniger Luftaustausch stattfindet.


FAQ – Ihre Fragen zum Thema Kondenswasser am Fenster

In feuchten Klimazonen ist die richtige Fensterpflege besonders wichtig, um Schimmelbildung, Holzverfall oder Korrosion zu vermeiden und die Lebensdauer der Fenster zu verlängern. Entscheidend ist, dass Fensterrahmen, Dichtungen und Beschläge regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden.

Wichtige Pflegetipps:
  • Regelmäßiges Lüften: Mehrmals täglich kurz lüften, um die Luftfeuchtigkeit im Raum zu senken und Kondenswasserbildung an den Scheiben zu vermeiden.
  • Dichtungen pflegen: Gummidichtungen mit speziellen Pflegemitteln geschmeidig halten, um ihre Funktion zu bewahren.
  • Fensterrahmen reinigen: Holzfenster regelmäßig mit mildem Reinigungsmittel säubern und ggf. mit Lasur oder Lack schützen. Kunststoffrahmen lassen sich am besten mit einem weichen Tuch und einem milden, pH-neutralen Reinigungsmittel säubern.
  • Beschläge ölen: Einmal jährlich die beweglichen Teile mit einem säurefreien Öl schmieren.
  • Kondenswasser abwischen: Fenster bei sichtbarer Feuchtigkeit sofort trockenwischen, besonders im Winter.
Tipp: Achten Sie auf erste Anzeichen von Schimmel oder Verfärbungen - je früher Sie reagieren, desto besser lassen sich Schäden vermeiden.
Dauerhaftes Kondenswasser an den Fenstern ist meist ein Hinweis auf zu hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum in Kombination mit kalten Glasflächen. Besonders in den kälteren Monaten kann das zu Schimmelbildung und Bauschäden führen.

Um dem entgegenzuwirken, helfen folgende Maßnahmen:
  • Mehrfaches kurzes Lüften pro Tag - mit weit geöffneten Fenstern - hilft dabei, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Raum zu entfernen und das Raumklima zu verbessern.
  • Heizen und Lüften im Gleichklang: Räume sollten gleichmäßig beheizt werden, damit die Oberflächentemperatur der Fenster nicht zu stark abfällt.
  • Möbel nicht direkt an Außenwände oder Fenster stellen, damit die Luft besser zirkulieren kann.
  • Luftentfeuchter oder Hygrometer helfen dabei, die Luftfeuchtigkeit im optimalen Bereich (zwischen 40 % und 60 %) zu halten.
Tipp: Wenn sich trotz dieser Maßnahmen weiterhin Kondenswasser bildet, sollte geprüft werden, ob die Fenster energetisch veraltet oder ob vielleicht bei der Fenstermontage Fehler passiert sind. In diesem Fall kann ein Fenstertausch mit besserem U-Wert langfristig Abhilfe schaffen.
Wenn Fenster nur im Bereich der flachen Schwelle „schwitzen", liegt das meist an der Bauphysik dieses Details. Flache Schwellen sind konstruktiv stärker beansprucht, weil dort weniger Dämmraum zur Verfügung steht und die Oberflächentemperatur niedriger ist als am restlichen Fensterrahmen. Feuchte Raumluft kondensiert deshalb zuerst genau an dieser Stelle.

Im Neubau verstärkt sich dieser Effekt zusätzlich durch hohe Baufeuchte aus Estrich, Putz und Mauerwerk. Solange das Gebäude noch nicht vollständig ausgetrocknet ist und der reguläre Heiz- und Lüftungsbetrieb läuft, kann es verstärkte Kondensatbildung kommen. In der Regel normalisiert sich das nach Abschluss der Bauphase deutlich. Wichtig ist eine ausreichende Lüftung und gleichmäßige Beheizung - erst dann lässt sich beurteilen, ob tatsächlich ein technisches Problem vorliegt.
Ohne die genaue Situation vor Ort zu kennen, können wir Ihnen den nachstehenden Rat geben. Kondensat hinter der äußeren Verglasungsdichtung entsteht meist durch bauphysikalische Effekte und ist bei modernen Fenstern kein ungewöhnliches Bild. Der Bereich zwischen Glas und äußerer Dichtung gehört zur Außenzone des Fensters und weist deutlich niedrigere Temperaturen auf. Trifft dort feuchte Außenluft auf kalte Oberflächen, kann sich Wasserdampf niederschlagen.

Die äußere Dichtung ist dabei bewusst nicht luftdicht ausgeführt, sondern schlagregendicht. Sie ermöglicht den Feuchteabtransport über die vorgesehenen Entwässerungsöffnungen im Flügel- und Blendrahmen. Solange das Kondensat nach außen abgeführt wird und keine Feuchtigkeit auf der Raumseite auftritt, handelt es sich um einen normalen Vorgang und nicht um einen Mangel. Die Luftfeuchtigkeit im Innenraum ist dafür in der Regel nicht ausschlaggebend.
Wenn Fensterrahmen bei tiefen Außentemperaturen Kondensat zeigen, die Scheiben aber trocken bleiben, liegt die Ursache meist nicht am Fenster selbst, sondern an der Bauphysik des Anschlussbereichs. Besonders bei Gebäuden mit Fußboden- oder Deckenheizung bleiben die Rahmenoberflächen vergleichsweise kühl, weil warme Luft kaum entlang der Fenster aufsteigt.

Sinkt die Außentemperatur unter etwa +5 °C, können die Oberflächentemperaturen am Rahmen unter den Taupunkt fallen - selbst bei moderater Raumluftfeuchte von 50-55 %. Fassadendämmung verbessert die Situation, kritische Bereiche wie Laibungen, Jalousieschienen oder konstruktiv nicht dämmbare Zonen bleiben jedoch anfällig. Ein höherer Anpressdruck der Beschläge kann das Problem sogar verstärken, da der Flügel stärker an den kalten Rahmen gedrückt wird. Solange kein Wasser ins Gebäude eindringt und die Scheiben trocken bleiben, handelt es sich meist um eine bauphysikalische Erscheinung und nicht um einen technischen Mangel.

… Sie haben eine Frage zum Thema? Senden Sie uns einfach eine Nachricht an office@fensterschmidinger.at und wir werden Ihnen umgehend unsere Antwort mitteilen!


Kurz gesagt, lüften kann die Lösung sein!

Öffnen Sie die Fenster weit, um einen intensiven Luftaustausch zu erzielen, und achten Sie darauf, dass die Raumluft nie unter 15 °C absinkt. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie mit unseren qualitativ hochwertigen Markenprodukten erhebliche Heizkosteneinsparungen erzielen und schaffen dabei Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes Wohnklima zum Wohlfühlen.

TIPP! Wir haben für Sie noch weitere Beiträge über schwitzende Fenster und beschlagene Glasscheiben veröffentlicht. Klicken Sie einfach auf die nachstehenden Beiträge und erhalten Sie noch mehr Informationen, warum Fenster schwitzen und was Sie machen können.

Unser Serviceteam steht Ihnen unter Tel.: +43 7239 7031 oder E-Mail: office@fensterschmidinger.at zur Verfügung.

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