Warum schwitzen Fenster und Scheiben – wir gehen der Ursache auf den Grund!
In früheren Jahren waren Fenster so undicht beschaffen, dass es immer zu einem natürlichen Luftaustausch und einem Entfeuchten der Wohnräume kam. Bei alten Fenstern findet dieser Luftaustausch unter anderem ungewollt durch undichte Fugen statt. Um Heizkosten, Zugerscheinungen und Lärmbelästigungen zu senken, wurden Fenster konstruiert, die den neuen Anforderungen gerecht werden. Diese modernen Fenster sind so dicht (sowohl in sich als auch zum Baukörper hin), dass kein natürlicher Luftaustausch stattfinden kann.
Aufgrund dieser Voraussetzungen ist besonders im Winter die Gefahr gegeben, dass am Glas Kondensation – wird auch Schwitzwasser, Kondenswasser oder Tauwasser genannt – auftreten kann. Die Scheiben beschlagen und sorgen für einen trüben Ausblick.
Grundsätzlich sollte hier noch einmal erwähnt werden, dass eine Kondensation im Scheibenzwischenraum des Glases – bei neuen Fenstern oder Türen – einen Mangel darstellt. Bei der hohen Qualität der Erzeugnisse unseres Hauses, sowie bei fachgerechtem Einbau, darf dies nicht auftreten.
✎ Wenn Scheiben schwitzen – kurz erklärt
Inhaltsverzeichnis
Kondenswasser ist nicht gleich Kondenswasser. Wo sich die Feuchtigkeit bildet, entscheidet über die Ursache und die richtige Reaktion:
Nur der letzte Fall ist ein Mangel am Fenster. Innenseitiges Schwitzwasser dagegen liegt fast immer an der Raumluft, und genau daran lässt sich arbeiten.
Grundsätzlich ist erst einmal festzustellen, dass warme Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann als kalte. Zum Beschlagen der Scheiben kommt es durch folgende Bedingungen:
1. Warmluft kühlt plötzlich ab
2. Kalte Luft wird mit Feuchtigkeit angereichert
Auf Fenster übertragen bedeutet das: Wenn an kalten Tagen die Fenster geöffnet werden, können diese von außen beschlagen, weil warme Raumluft auf die kalten Außenscheiben trifft. Dies wird meist nicht als störend empfunden, da nach dem Schließen des Fensters das Beschlagen verschwindet.
Die zweite Bedingung ist jeder Autofahrerin und jedem Autofahrer bekannt, wenn er an kalten Tagen sein Auto besteigt. In kurzer Zeit kommt es zu lästiger Beschlagsbildung auf den Innenscheiben, weil sich der feuchte Atem der Fahrerin bzw. des Fahrers an den Scheiben niederschlägt. Auch im Haushalt tritt dieser Scheibenbeschlag an Fenstern auf.
Er tritt hauptsächlich in Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit auf, wie z.B. beim Baden, Kochen und Spülen. Da der Mensch in acht Stunden ca. einen Liter Feuchtigkeit ausatmet, kann es auch in ungenügend beheizten Schlafzimmern zur Kondensation kommen. Da an den Scheibenrändern die Temperatur immer niedriger als in der Scheibenmitte ist, beobachtet man die Schwitzwasserbildung vor allem am unteren Rand. Dies ist konstruktionsbedingt und für ALLE Isoliergläser typisch.
Typischerweise zeigt sich das Kondenswasser an drei Stellen:
Verstärkt tritt das Schwitzen auf, sobald sich die Außentemperaturen im Minusbereich bewegen.
Hier im Bild sehen Sie den Glasrandbereich auf der Innenseite mit entsprechender Kondensatbildung. Dies ist ein Indiz dafür, dass zu viel Luftfeuchtigkeit im Raum vorherrscht.
In Wohnbereichen wird ständig Wasserdampf erzeugt – unter anderem durch:
Wird der Wasserdampf nicht abgeleitet, dann schlägt sich dieser in Form von meist schwitzenden Fenstern nieder!
Kondensat entsteht etwa durch Wasserdampf beim Kochen und kann sich an Fensterscheiben niederschlagen, wenn keine Lüftung erfolgt.
Vorrangig ist die Entscheidung für das richtige Glas. Die Gefahr des Beschlagens einer Einfachglasscheibe ist ungemein höher als bei einem Wärmeschutzglas. Wichtig für eine Beschlagsfreiheit ist die Temperatur an der Innenseite des Glases. Diese ist umso höher, je niedriger der Wärmedämmwert (Ug-Wert) ist.
Auch ein thermischer Abstandhalter, oder wie er oft auch als „Warme Kante“ bezeichnet wird, kann den Scheibenbeschlag des Glases eindämmen und minimieren. Dies liegt daran, dass er nicht mehr wie früher aus Aluminium besteht. Aluminium hat die Kälte sehr gut geleitet, und dadurch hat es dann aufgrund der wärmeren Raumluft besonders im Bereich des Abstandhalters kondensiert.
Nein! Durch Einbau oder Umrüstung auf höherwertige Verglasungsarten kann zwar der Zeitpunkt des Beschlagens weitestgehend hinausgezögert werden, jedoch ist bei hohem Feuchtigkeitsanfall und niedriger Raumtemperatur auch hier ein Beschlagen der Scheiben nicht zu vermeiden. Isolierglas hat zwar hervorragende Wärmedämmeigenschaften, die Luftfeuchtigkeit beeinflusst es jedoch nicht.
Auch hochwertiges Isolierglas kann bei niedriger Raumtemperatur sowie hoher Luftfeuchtigkeit innen beschlagen. Zwar verzögert es das Beschlagen, jedoch ist es bei bestimmten Bedingungen nicht vollständig auszuschließen.
Das richtige Lüften macht’s!
Frühere Fenster, beispielsweise im Schlafzimmer, waren aufgrund ihrer einfacheren Konstruktion und weniger Dichtungsebenen nicht so luftdicht. Dadurch fand ein kontinuierlicher Luftaustausch statt. Heutige Fenster hingegen, ausgestattet mit hochwärmedämmender Verglasung und meist drei Dichtungsebenen, dichten so effizient ab, dass sie die natürliche Luftzirkulation stark reduzieren. Dies erhöht die Notwendigkeit, regelmäßig und gezielt zu lüften, um die Raumluftqualität zu erhalten und Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden.
Energiesparend lüften bedeutet, mehrmals täglich 10-15 Minuten zu lüften (Stoßlüften). Dabei kann man die Heizung während des Lüftens ausschalten oder kurzfristig zurückdrehen.
Frau öffnet Fenster, um durch Lüften Feuchtigkeit zu reduzieren, wenn die Scheiben schwitzen.
Bitte aber nicht Kippen!
Beachten Sie, dass ein Kippen des Fensters die Mauerlaibung zu stark auskühlt, da Fenster in der Regel länger gekippt bleiben. Durch das Auskühlen der Mauerlaibung fördert man die Schimmelbildung im Bereich des Fensteranschlusses bzw. der Mauerlaibung.
Öffnen Sie hingegen die Fenster komplett, um einen effektiven Luftaustausch und somit eine Verringerung der Luftfeuchtigkeit zu ermöglichen.
Helfen Ihnen die Tipps nicht und die Fenster schwitzen trotz angepasstem Lüftungsverhalten weiter, dann beobachten Sie die Situation am besten über mindestens eine Woche. Dokumentieren und fotografieren Sie, wann und wo das Kondenswasser auftritt. Mit diesen Unterlagen wenden Sie sich anschließend an Ihren Vermieter oder an die Fensterfirma, die die Montage durchgeführt hat – eventuell ist bei der Einstellung am Fenster noch etwas vorzunehmen, gemeinsam lässt sich die Ursache so am schnellsten eingrenzen.
Wie sich das Thema im Alltag anfühlt, zeigt die E-Mail eines verzweifelten Eigenheimbesitzers, die uns an einem kalten Wintertag erreichte: »Ich habe eine Bitte sowie Anfrage. Bei uns schwitzen die Fenster in gewissen Räumen extrem, wenn es draußen kalt ist. Ich glaube, die Dichtungen der Fenster sind nicht mehr gut, da beim Fensterstock innen auch Wasser steht, ebenso die Fensterrahmen auf der Innenseite schon schimmeln.
Die Zimmer, die betroffen sind:
> Schlafzimmer, Kinder + Eltern, Badezimmerfenster ebenso wie Saunafenster (Kunststoff/Alu-Fenster von einem großen österreichischen Fensterhersteller – Baujahr etwa 2003)
> Esszimmeranbau (Alufenster Baujahr etwa 2014)
Was kann man da machen? Bringt ein Dichtungstausch zudem eine Besserung?«
Unsere Antwort darauf, die stellvertretend für viele Winter-Anfragen steht:
Natürlich kann der Innenbeschlag im Einzelfall auch andere Ursachen haben und ist von Fall zu Fall neu zu beurteilen. Wenn die Tipps keine Besserung bringen, hilft die Dokumentation, wie sie weiter oben beschrieben ist.
Um das Beschlagen der Fenster und extremes Schwitzen zu vermeiden, erhielt der Eigenheimbesitzer folgende wichtige Tipps: Regelmäßiges Stoßlüften, Räume auf Zimmertemperatur heizen und zudem die Nutzung eines Hygrometers zur Überwachung der optimalen Luftfeuchtigkeit, idealerweise zwischen 40-60%.
Wenn Sie mit schwitzenden Fensterscheiben zu kämpfen haben, dann sollten Sie Ihr Nutzerverhalten überprüfen, was durch eine Messung mit einem Luftfeuchtemessgerät möglich ist. Es sollte durch dementsprechende Maßnahmen angestrebt werden, die relative Luftfeucht in einen Bereich von 40 – 60 % zu bringen.
Mit einem Luftfeuchtemessgerät oder einem Hygrometer lässt sich die Luftfeuchtigkeit leicht feststellen und Sie können danach Ihr Lüftungsverhalten optimal anpassen.
Kämpfen Sie mit beschlagenen Fenstern? Ein Luftfeuchtemessgerät hilft, Ihr Nutzerverhalten zu checken. Ziel ist es, die Luftfeuchtigkeit auf 40-60% zu regulieren.
Diese Hilfsmittel können Ihnen helfen, wenn Fenster sowie Gläser schwitzen.
| Produkt | Bild | Beschreibung | Bezugsquelle |
|---|---|---|---|
| Digitales Thermo-Hygrometer |
|
ThermoPro TP55 digitales Thermo-Hygrometer für innen für Messung der Luftfeuchtigkeit mit Raumklima-Indikator für Raumklimakontrolle | Thermo-Hygrometer für Raumluftüberwachung (bezahlter Link) |
| Digitales Thermo-Hygrometer Mini |
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ThermoPro TP49 digitales Mini Thermo-Hygrometer für innen. Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmessgerät mit Raumklima-Indikator für Raumklimakontrolle, weiß | Digitales Thermo-Hygrometer Mini (bezahlter Link) |
| Thermo-Hygrometer, Luftfeuchtigkeitsmessgerät Innen |
|
Schnelle Reaktion, die alle 10 Sekunden misst, um aktualisierte und genaue Messwerte zu liefern. Großer Messbereich, der die Temperatur von 0 °C bis 50 °C misst, misst die Feuchtigkeit von 20 % bis 95 % | Thermo-Hygrometer für innen (bezahlter Link) |
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Neben dem Scheibenbeschlag kann Kondenswasser auch am Fensterrahmen und am Flügel auftreten, was zu Schimmelbildung am Fenster und rostige Beschläge nach sich ziehen kann.
Ein häufiger Grund für die Kondensation an den Rahmenprofilen (bei geöffnetem Fenster) sind oft nicht richtig anliegende Fensterdichtungen, verursacht durch zu geringen Anpressdruck, in Kombination mit hoher Luftfeuchtigkeit in den Räumen.
Auch kann eine beschädigte, poröse oder verhärtete Fensterdichtung, die das Fenster nicht mehr ordnungsgemäß abdichtet, zur Kondenswasserbildung an den Kunststoffprofilen beitragen. Wenn die warme Raumluft zwischen den Fensterdichtungen und dem Profil hindurchdringt, trifft sie auf die kältere Außenluft, was zur Kondensation führt.
Viele stellen sich in diesem Zusammenhang die Frage: Warum schwitzen Fenster überhaupt? Die Antwort liegt meist in einem Zusammenspiel aus unzureichender Wärmedämmung, hoher Luftfeuchtigkeit im Innenraum und Temperaturunterschieden zwischen innen und außen. Besonders in gut gedämmten, luftdichten Gebäuden ohne regelmäßige Lüftung steigt die Luftfeuchtigkeit schnell an – was die Kondensatbildung an kühlen Fensteroberflächen zusätzlich begünstigt.
Warum Fenster schwitzen und seine Folgen. Wie auf dem Bild eines alten Kunststofffensters ersichtlich, kann dies dazu führen, dass die Fensterbeschläge über die Jahre stark rosten und schließlich kaputtgehen.
Kondensat im Falz ist ein Problem, das mit der modernen Bauweise und sehr dichten Gebäudehüllen vermehrt auftreten kann. Diese Feuchteansammlungen im Falz der Fenster und Türen entstehen dann, wenn das Gebäude eine Luftwechselrate von unter 1,5 aufweist, das Luftvolumen also weniger als 1,5 Mal je Stunde ausgetauscht wird. In der Regel sind die Fenster und Türen in den oberen Etagen und in Gauben deutlich stärker betroffen als jene im Erdgeschoss.
Moderne Wandaufbauten erreichen heute spielend U-Werte von 0,6 W/m²K und besser. Ist ein so dichtes Gebäude nicht mit einer Lüftungsanlage ausgestattet, drückt sich der im Haus entstehende Dampfdruck durch die Dichtungen der Fenster, und die warme, feuchte Raumluft kondensiert im Falz oder direkt an den Oberflächen von Fenstern und Türen. Dauerhaft abstellen lässt sich diese Kondensatbildung nur durch einen geregelten Luftwechsel.
Ist eine Lüftungsanlage vorhanden und das Problem tritt trotzdem auf, ist sie entweder ausgeschaltet oder falsch eingestellt und arbeitet mit Überdruck. Dann wird die feuchte Raumluft in die Gebäudehülle gepresst, was mit der Zeit gravierende Bauschäden verursachen kann. Haustüren zeigen dieses Problem übrigens selten, weil sie am Tag mehrfach geöffnet und dadurch gelüftet werden.
Der Dichtschluss der Fenster lässt sich zwar erhöhen, indem der Anpressdruck verstärkt wird. Die Kondensatbildung bessert sich dadurch aber nur kurzfristig. Sobald sich der Dampfdruck der neuen Situation angepasst hat, tritt sie erneut und unter Umständen sogar verstärkt auf, weil noch weniger Luftaustausch stattfindet.
… Sie haben eine Frage zum Thema? Senden Sie uns einfach eine Nachricht an office@fensterschmidinger.at und wir werden Ihnen umgehend unsere Antwort mitteilen!
Öffnen Sie die Fenster weit, um einen intensiven Luftaustausch zu erzielen, und achten Sie darauf, dass die Raumluft nie unter 15 °C absinkt. Wenn Sie diese Tipps befolgen, können Sie mit unseren qualitativ hochwertigen Markenprodukten erhebliche Heizkosteneinsparungen erzielen und schaffen dabei Ihnen und Ihrer Familie ein gesundes Wohnklima zum Wohlfühlen.
TIPP! Wir haben für Sie noch weitere Beiträge über schwitzende Fenster und beschlagene Glasscheiben veröffentlicht. Klicken Sie einfach auf die nachstehenden Beiträge und erhalten Sie noch mehr Informationen, warum Fenster schwitzen und was Sie machen können.
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