Eine Horizontal-Schiebe-Wand verwandelt eine komplette Glasfront in eine offene Fläche. Jeder Flügel läuft einzeln in einer Deckenschiene und parkt platzsparend im sogenannten Parkbahnhof. Sunflex bietet dafür drei Systeme an. Das SF40 als rahmenloses Ganzglas-System, das SF50 mit gerahmten Flügeln und das SF55 mit Wärmedämmung für beheizte Räume. Wir von Fenster-Schmidinger in Gramastetten bei Linz montieren alle drei Varianten. Unser Einsatzgebiet ist ganz Oberösterreich. In diesem Beitrag zeigen wir, worin sich die Systeme unterscheiden und welches zu Ihrem Projekt passt.
✎ Das Wichtigste in Kürze
Sie planen eine Schiebewand aus Glas für Ihr Zuhause oder Ihr Geschäft? Reinhard Hofer und das Schmidinger-Team beraten Sie gerne im Schauraum in Gramastetten oder direkt bei Ihnen vor Ort.
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Inhaltsverzeichnis
Bei einer Horizontal-Schiebe-Wand, kurz H-S-W, hängen einzelne Glasflügel in einer Laufschiene an der Decke. Jeder Flügel bewegt sich unabhängig von den anderen. Zum Öffnen schieben Sie die Elemente nacheinander in eine seitliche Nische, den Parkbahnhof. Dort stehen die Flügel dicht hintereinander und geben die gesamte Öffnung frei. Den Parkbahnhof planen wir innen, außen oder um die Ecke. Über Winkel zwischen 90 und 180 Grad laufen die Flügel sogar um Kurven.
Genau das unterscheidet die H-S-W von einer Falt-Schiebe-Wand. Bei Faltsystemen sind die Flügel miteinander verbunden und legen sich wie eine Ziehharmonika zusammen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag über Falt-Schiebe-Systeme. Auch zur klassischen Ganzglas-Schiebeverglasung gibt es einen klaren Unterschied. Dort laufen wenige Flügel auf parallelen Schienen und bleiben immer in der Öffnung stehen. Eine Horizontal-Schiebe-Wand räumt die Öffnung dagegen komplett frei.

Blumengeschäft in Linz mit Sunflex H-S-W. Die Anlage gibt es als Nurglas-Variante oder mit umlaufendem Blendrahmen.
Sunflex baut die Horizontal-Schiebe-Wand in drei Ausführungen. Die Karten zeigen auf einen Blick, wo die Stärken und die Grenzen der Systeme liegen.
Ganzglas, ungedämmt
Rahmenlose Optik mit maximalem Glasanteil. Keine Bodenschiene, dadurch barrierefrei und ohne Eingriff in den Bodenbelag. ESG in 8, 10 oder 12 mm.
Zwischen den Gläsern bleiben schmale Fugen. Das System schützt vor Wind und Witterung, ist aber nicht komplett dicht und nicht gedämmt.
Raumteiler, Terrassen, Gastgärten und Geschäftseingänge.
Gerahmt, ungedämmt
Gerahmte Flügel mit EPDM-Dichtungen in zwei Ebenen halten Wind und Schlagregen ab. 2-fach-Verglasung bis 28 mm möglich, fünf Standardfarben.
Keine thermische Trennung. Für beheizte Wohnräume reicht die Dämmung nicht aus.
Wetterseitige Terrassen, Sommergärten und robuste Gewerbelösungen.
Gerahmt, wärmegedämmt
Wärmegedämmte Aluprofile mit Glasaufbauten von 8 bis 36 mm. Verriegelung mit 22 mm Hub in den Boden, Durchgangstür mit Mehrfachverriegelung möglich.
Höchster Preis der drei Systeme. Die Profile wirken kräftiger als beim Ganzglas-System SF40.
Beheizte Zubauten, Wohnwintergärten, Hotellerie und Bürogebäude.
Beim SF40 bestehen die Flügel aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) mit 8, 10 oder 12 mm Stärke. Vertikale Rahmenprofile gibt es nicht. Die Anlage hängt komplett in der Deckenschiene, im Boden ist kein Bauanschluss nötig. Vorhandene Bodenbeläge bleiben unverändert und der Übergang ist stufenlos. Genau deshalb setzen wir das SF40 oft nachträglich ein, etwa bei bestehenden Terrassen oder in der Gastronomie. Auf Wunsch liefern wir die Anlage mit umlaufendem Blendrahmen als gerahmte Version. Ein Höhenausgleich ist auch nach der Montage möglich.
Wie sich das bewährt, zeigt unsere Horizontal-Schiebe-Wand für ein Hotel. Auch eine Anlage für Hotellerie und Gastronomie finden Sie in unseren Referenzen. Beide Glasfronten öffnen sich bei Schönwetter in wenigen Minuten. Ebenso schnell sind sie wieder zu.
Das SF50 arbeitet mit gerahmten Aluminiumflügeln bei 55 mm Bautiefe. Im vertikalen Flügelstoß sitzen EPDM-Dichtungen in zwei Ebenen. Damit hält die Anlage Wind und Schlagregen deutlich besser ab als ein Ganzglas-System. Die Verglasung ist flexibel. Neben ESG passt auch eine 2-fach-Verglasung bis 28 mm in die Profile. Höhenausgleichsprofile gleichen Unebenheiten am Bau aus, die Beschläge liegen verdeckt im Profil. Fünf Standardfarben stehen zur Wahl, darunter RAL 9016 Verkehrsweiß und RAL 7016 Anthrazitgrau. Gedämmt ist das SF50 nicht. Für unbeheizte Bereiche wie Sommergärten oder überdachte Sitzplätze spielt das keine Rolle, dort zählt der Wetterschutz.
Das SF55 kombiniert die hängende Schiebetechnik mit wärmegedämmten Aluminiumprofilen. Die Bautiefe beträgt 55 mm, mit hinterlüfteter Holzverkleidung innen (Variante SF55c) sind es 75 mm. In die Flügel passen Glasaufbauten von 8 bis 36 mm. Eine 2-fach-Wärmeschutzverglasung mit Ug 1,1 W/m²K ist damit machbar. Gläser und Flügel lassen sich später tauschen, falls sich die Nutzung ändert.
Auch bei der Sicherheit legt das SF55 nach. Die Flügel verriegeln mit rund 22 mm Hub im Boden und Flachgriffe mit Arretierung erschweren das Aufhebeln. Auf Wunsch ergänzen wir ein Zylinderschloss. Ein separat begehbarer Durchgangsflügel mit Mehrfachverriegelung ist konstruktiv möglich, praktisch für Geschäftseingänge.
Was das System leistet, zeigt unser größtes H-S-W-Projekt. Für ein Gartencenter in Oberösterreich haben wir eine SF55-Anlage mit fast 22 m Breite montiert. 21 Flügel, absenkbare Dichtungen und RAL 9006 als Farbe. Eine sechsteilige wärmegedämmte H-S-W finden Sie ebenfalls in unseren Referenzen. Beim Einbau in die beheizte Gebäudehülle achten wir auf einen sauberen Bauanschluss nach ÖNORM B 5320.
Die Tabelle fasst die wichtigsten Unterschiede der drei Sunflex-Systeme zusammen.
| Merkmal | SF40 H-S-W | SF50 H-S-W | SF55 H-S-W |
|---|---|---|---|
| Bauart | Ganzglas, hängend | gerahmt, hängend | gerahmt, hängend |
| Wärmedämmung | keine | keine | wärmegedämmte Profile |
| Verglasung | ESG 8, 10 oder 12 mm | bis 28 mm, 2-fach möglich | 8 bis 36 mm, 2-fach WSV mit Ug 1,1 |
| Bautiefe Profile | rahmenlos | 55 mm | 55 mm (SF55c 75 mm) |
| Bodenbereich | keine Bodenschiene nötig | untere Führung mit Dichtung | untere Bürstendichtungen, Verriegelung 22 mm |
| Wind und Regen | Fugen zwischen den Gläsern | EPDM in zwei Dichtebenen | EPDM in zwei Dichtebenen |
| Durchgangstür | Verriegelungsvarianten möglich | möglich | Durchgangsflügel mit Mehrfachverriegelung |
| Standardfarben | auf Anfrage | 5 Standardfarben | 5 Standardfarben |
| Typischer Einsatz | Raumteiler, Terrasse, Gastgarten | Wetterseite, Sommergarten | beheizte Räume, Objektbau |
Angaben laut Sunflex-Systemunterlagen, Stand Juli 2026. Änderungen und Irrtümer vorbehalten.
Die Entscheidung hängt an zwei Fragen. Ist der Raum dahinter beheizt und wie stark ist die Wetterbelastung. Für Raumteiler, Gastgärten und geschützte Terrassen reicht das SF40 mit seiner rahmenlosen Optik. Auf der Wetterseite oder im Sommergarten empfehlen wir das SF50, weil die Dichtungsebenen Schlagregen abhalten. Sobald dahinter geheizt wird, führt kein Weg am SF55 vorbei. Nur die wärmegedämmten Profile verhindern Kondensat und unnötige Wärmeverluste.
Preislich liegt das SF40 am unteren Ende, das SF55 kostet wegen Dämmung und Beschlagtechnik am meisten. Ein konkretes Angebot rechnen wir nach Aufmaß, Flügelanzahl, Glasaufbau und Farbe. In unserem Schauraum in Gramastetten stehen mehrere Systeme zum Probieren bereit. Der direkte Vergleich vor Ort macht die Wahl meistens einfach.
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Bei großen Anlagen entscheidet die Decke, nicht der Boden. Die gesamte Last einer H-S-W hängt in der Laufschiene, bei 21 Flügeln kommen da schnell einige hundert Kilo zusammen. Wir prüfen deshalb vor jedem Angebot, ob Sturz oder Stahlträger das Gewicht wirklich tragen. Beim Gartencenter-Projekt war die Abstimmung mit der Statik ein fixer Teil der Planung. Das klingt banal, spart aber Ärger. Und noch ein Detail aus der Praxis. Absenkbare Dichtungen kosten ein wenig Aufpreis, halten im Winter aber Zugluft und Laub draußen. Bei gewerblich genutzten Anlagen zahlt sich das fast immer aus.
Sie möchten wissen, was eine Horizontal-Schiebe-Wand für Ihr Projekt kostet? Vereinbaren Sie einen Termin mit Reinhard Hofer oder besuchen Sie unseren Schauraum in Gramastetten bei Linz. Wir sind in ganz Oberösterreich für Sie unterwegs, solange die Fahrtzeit unter 1,5 Stunden bleibt. Anfragen aus Salzburg, Niederösterreich und der Steiermark prüfen wir individuell per E-Mail. Rufen Sie uns unter +43 7239 7031 an oder schreiben Sie an office@fensterschmidinger.at!
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Die Sunflex-Broschüre zu allen drei H-S-W-Systemen können Sie hier als PDF herunterladen.
Den größten Preisunterschied macht das System. Das Ganzglas-SF40 ist die günstigste Variante, das wärmegedämmte SF55 die teuerste. Danach zählen Größe der Öffnung, Flügelanzahl, Glasaufbau und Farbe. Eine Durchgangstür und absenkbare Dichtungen kosten Aufpreis. Wir kalkulieren jedes Angebot nach Aufmaß. Senden Sie uns die Maße Ihrer Öffnung, dann erhalten Sie von uns einen konkreten Preis.
Bei der H-S-W läuft jeder Flügel einzeln, bei der Faltwand sind die Flügel verbunden. Die H-S-W parkt ihre Elemente hintereinander im Parkbahnhof, auch über Eck. Eine Faltwand legt sich dagegen wie ein Paket an die Seite. Für sehr breite Öffnungen ist die H-S-W meist die flexiblere Wahl.
Gerahmte Systeme wie SF50 und SF55 sind wind- und schlagregendicht, dafür sorgen EPDM-Dichtungen in zwei Ebenen. Das rahmenlose SF40 hat schmale Fugen zwischen den Gläsern. Es schützt vor Wind, Regen und Schmutz, eine komplett dichte Gebäudehülle ersetzt es aber nicht. Für beheizte Räume kommt deshalb nur das wärmegedämmte SF55 infrage.
Ja, gerade das SF40 eignet sich gut für den nachträglichen Einbau. Es braucht keine Bodenschiene und der bestehende Bodenbelag bleibt unverändert. Entscheidend ist eine tragfähige Befestigung für die Deckenlaufschiene, weil das gesamte Gewicht dort hängt. Wir prüfen die Situation vor Ort und sagen Ihnen ehrlich, ob Ihr Sturz das Gewicht trägt.
Ja. Die Flügel laufen über jeden Winkel zwischen 90 und 180 Grad. Möglich macht das die Aufhängung an zwei Laufwerken je Flügel. Damit lassen sich auch L-förmige Terrassen oder Eckeingänge komplett öffnen. Den Parkbahnhof planen wir dort, wo er am wenigsten stört, innen, außen oder hinter einer Mauerecke.
Der Aufwand bleibt gering. Die Beschläge liegen verdeckt im Profil und sind wartungsarm sowie nichtrostend. Reinigen Sie die Gläser wie normale Fensterscheiben und halten Sie die Laufschiene frei von Laub und Staub. Einmal im Jahr lohnt ein Blick auf die Bürstendichtungen. Bei Fragen zu Service und Reparatur hilft Ihnen Brigitte Erlinger-Ratzenböck weiter.
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