Ein Fenster mit Rollladen ist mehr als Fenster plus Beschattung. Wer beides zusammen plant, spart Geld, bekommt eine sauberere Optik und vermeidet zudem die typischen Fehler, die bei einer späteren Nachrüstung auftreten. Die zentrale Entscheidung beim Neubau oder Fenstertausch lautet nicht „mit oder ohne Rollladen“, sondern Aufsatzrollladen, Unterputzrollladen oder Vorbaurollladen (Vorsatzrollladen), manueller Gurt oder Elektromotor, Aluminium oder Kunststoff.
Bei Fenster-Schmidinger in Gramastetten bauen wir seit über 45 Jahren Fenster mit Rollladen ein, im Neubau im Mühlviertel genauso wie bei Altbau-Sanierungen in Linz-Urfahr oder im Salzkammergut. In dieser Zeit haben wir gesehen, dass die meisten Probleme bei Rollläden nicht am Produkt liegen, sondern an der Planung. Der Rollladenkasten frisst wertvolle Fensterhöhe. Der Kabelweg zum Motor wurde vergessen. Die Führungsschiene passt nicht zur Laibung. Genau deshalb erklären wir Ihnen auf dieser Seite, worauf Sie bei Fenstern mit Rollladen wirklich achten müssen und wo Sie in Oberösterreich mit welchen Kosten rechnen.
✎ Fenster mit Rollladen. Das Wichtigste in Kürze
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Inhaltsverzeichnis
Rollläden sind in Österreich fast schon Standard. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die vier echten Nutzen, weil sie unterschiedlich stark ausfallen und bei der Kaufentscheidung helfen.
Der größte Vorteil ist der Hitzeschutz im Sommer. Ein geschlossener Rollladen blockt die Sonnenstrahlen vor dem Glas. Das ist der entscheidende Unterschied zu Plissees bzw. Innenjalousien, die die Wärme zwar streuen, aber trotzdem ins Zimmer lassen. Der Fc-Wert eines Rollladens liegt bei etwa 0,1 bis 0,25, was bedeutet, dass nur noch 10 bis 25 % der Sonnenenergie durchkommen. In Dachgeschoßwohnungen und bei Südfenstern macht das im Sommer locker 5 bis 8 Grad Unterschied im Raum aus.
Der zweite Nutzen ist die Verdunkelung. Ein geschlossener Rollladen macht einen Raum nahezu vollständig dunkel. Für Schlafzimmer, Kinderzimmer als auch dem Gästezimmer ist das oft der eigentliche Kaufgrund. Straßenlaternen, Sommernächte und früher Sonnenaufgang spielen dann keine Rolle mehr.
Den dritten Nutzen überschätzen viele. Die Wärmedämmung im Winter profitiert vom geschlossenen Rollladen, weil zwischen Glas und Panzer eine ruhende Luftschicht entsteht. Messungen aus dem IFT Rosenheim zeigen, dass sich der Uw-Wert bei geschlossenem Rollladen um etwa 0,1 bis 0,3 W/m²K verbessert. Das klingt nach viel, ist aber in der Jahresbilanz nur ein kleiner Effekt. Wer in den Rollladen wegen Heizkosten investiert, investiert am falschen Ende. Die Dämmung am Rollladenkasten selbst ist wichtiger, dazu gleich mehr.
Der vierte Nutzen ist der Einbruchschutz. Ein einfacher Rollladen hält einen geübten Einbrecher nicht lange auf, aber er erhöht den Aufwand deutlich. Mit Hochschiebesicherung sowie Motor wird aus dem Rollladen eine echte Hürde, weil der Einbrecher den Panzer nicht einfach nach oben drücken kann. Mehr dazu auf unserer Seite zu Beschattung und Sicherheit.

Ein Fenster mit Rollladen bietet in Österreich entscheidende Alltags-Vorteile. Der wichtigste Aspekt ist der Hitzeschutz, der die Raumtemperatur im Sommer um bis zu 8 Grad senkt. Hinzu kommen die vollständige Verdunkelung für besseren Schlaf und ein mechanischer Einbruchschutz.
Die wichtigste technische Entscheidung beim Fenster mit Rollladen ist die Bauweise. Beide Systeme erfüllen die gleiche Funktion, bauen aber konstruktiv völlig anders und eignen sich für unterschiedliche Situationen.
Der Aufsatzrollladenkasten sitzt direkt auf dem Fensterrahmen und bildet mit dem Fenster eine Einheit. Wir montieren beides im Werk vor, liefern es als ein Element und setzen es gemeinsam ein. Den Kasten putzen wir später ein, und von außen ist er kaum noch zu sehen.
Diese Bauweise passt nur beim Neubau oder beim Fenstertausch mit Laibungseingriff. Der Grund ist einfach. Der Aufsatzkasten braucht Platz in der Höhe, meistens 150 bis 240 mm je nach Panzergröße. Diese Höhe muss in der Fensteröffnung vorhanden sein, sonst müssen wir mit einem kleineren Fensterflügel ausgleichen. Bei niedrigen Altbau-Fenstern funktioniert das oft nicht, weil sonst die Glasfläche zu klein wird.
Der technische Vorteil liegt in der Wärmedämmung. Moderne Aufsatzkästen von Schmidinger erreichen Uk-Werte von 0,5 bis 0,7 W/m²K, was auf dem Niveau einer guten Außenwand liegt. Die Revision erfolgt von innen über eine abnehmbare Kastenfront, was bei Motorwartung viel angenehmer ist.
Den Vorbaurollladen schrauben wir vor dem Fenster auf die Fassade oder in die Laibung. Das Fenster selbst bleibt unberührt. Das macht diese Bauweise zur einzig sinnvollen Lösung für die Nachrüstung, wenn Sie Ihre bestehenden Fenster behalten wollen.
Der Kasten bleibt von außen sichtbar, lässt sich aber in jeder RAL-Farbe fertigen. Die meisten Kunden wählen ihn passend zur Fensterfarbe oder zur Fassade. Wer eine einheitliche Optik will, greift zu Kasten und Führungsschienen in der gleichen Farbe wie das Fenster.
Der Nachteil liegt in der Dämmung. Ein Vorbaukasten hat immer eine schlechtere Wärmebrücke als ein eingeputzter Aufsatzkasten, weil er außen der Kälte ausgesetzt ist. Bei energetisch sanierten Häusern ist das ein Thema, in einfacheren Bestandsbauten spielt es kaum eine Rolle. Den ausführlichen Vergleich zu anderen Beschattungsarten finden Sie unter Rollläden oder Raffstore.
Die Faustregel aus unserer Praxis ist einfach. Bei Neubau und Vollsanierung immer Aufsatz, bei reiner Nachrüstung am bestehenden Fenster immer Vorbau. Dazwischen gibt es Grenzfälle, vor allem bei Altbauten mit knapper Fensterhöhe. Hier hilft nur die Vor-Ort-Besichtigung. Bei niedrigen Fenstern empfehlen wir manchmal bewusst den Vorbaukasten, auch wenn ein Fenstertausch ansteht, weil sonst die Glasfläche zu klein wird.
Nach der Bauweise ist die Bedienung die zweite große Entscheidung. Früher war der Gurtwickler Standard, heute bauen wir in mehr als 80 % der Fälle Motoren ein. Es gibt trotzdem Situationen, in denen der manuelle Gurt die bessere Wahl ist.
Der klassische Gurtwickler ist die günstigste Lösung und funktioniert ohne Strom. Für kleine bis mittlere Fenster bis etwa 1,2 m Breite und 1,5 m Höhe reicht er problemlos. Im Keller, im WC oder im Nebenraum, wo der Rollladen selten bedient wird, sparen Sie mit dem Gurt rund 150 bis 200 € pro Fenster gegenüber der Motorlösung. Der Gurt ist übrigens ein Verschleißteil. Bei täglicher Nutzung hält er etwa 10 bis 15 Jahre, dann reißt er und Sie tauschen ihn für rund 80 bis 120 €.
Bei größeren Fenstern über 1,4 m Breite wird der Panzer schwer. Ein 1,5 m breiter Rollladen mit Aluminiumpanzer wiegt rund 15 bis 25 kg, und dieses Gewicht am Gurtwickler zu bedienen wird auf Dauer anstrengend. Bei Terrassentüren mit 2,5 m Breite ist der Motor sogar Pflicht, weil der Gurt den Panzer kaum noch halten kann.
Ein Elektromotor kostet bei uns je nach Fabrikat und Steuerung 80 bis 150 € Aufpreis pro Fenster. Dazu kommt der Kabelweg, der beim Neubau problemlos möglich ist, beim Nachrüsten aber oft unschön wird. Wir arbeiten hier häufig mit Funkmotoren, die nur einen einzelnen Stromanschluss brauchen und per Handsender oder Smart-Home-App laufen.
Moderne Motoren wie die von Somfy (io-homecontrol) oder Becker (Centronic II) lassen sich in KNX-, Loxone- oder Homematic-Systeme einbinden. Der praktische Nutzen liegt nicht in der Technik-Spielerei, sondern in zwei konkreten Funktionen. Erstens die Zeitsteuerung, die morgens automatisch hochfährt und bei Sonnenuntergang schließt. Zweitens der Windwächter, der bei Sturm die Rollläden der Terrasse automatisch öffnet, bevor der Wind sie beschädigen kann. Wir haben im Mühlviertel in den letzten Jahren einige Schadensfälle gesehen, bei denen Sturmböen geschlossene Rollläden aus der Führungsschiene gerissen haben. Ein Windwächter hätte das verhindert.

Heute werden bei über 80 % der Projekte Rollladenmotoren verbaut. Der klassische Gurtwickler bleibt eine preiswerte Lösung für kleine Fenster in selten genutzten Räumen, ist jedoch ein Verschleißteil. Elektromotoren sind bei großen Flächen über 1,4 m Breite sowie bei Terrassentüren nahezu unverzichtbar.
Die Kosten für ein Fenster mit Rollladen setzen sich aus drei Komponenten zusammen. Dem Fenster selbst, dem Rollladen als Zusatzbauteil und der Montage. Bei Fenster-Schmidinger rechnen wir grob mit folgenden Richtwerten, jeweils inklusive fachgerechter Montage nach ÖNORM B 5320.
Ein Standard-Kunststofffenster in durchschnittlicher Größe kostet bei uns inklusive Montage rund 650 bis 1.200 €. Der Rollladen als Aufsatzvariante in Standardausführung liegt bei 250 bis 500 € zusätzlich. Mit Elektromotor kommen weitere 80 bis 150 € dazu. Die Montage des Rollladens rechnen wir mit 50 bis 70 € pro Stück. In Summe landen Sie für ein typisches Fenster mit Rollladen, Motor und Montage bei etwa 1.050 bis 1.900 € pro Einheit.
Mehrere Faktoren treiben den Preis spürbar nach oben. Aluminium-Panzer sind um rund 80 bis 150 € teurer als Kunststoff-Panzer, bieten aber deutlich bessere Stabilität und längere Lebensdauer. Ein Insektenschutz-Rollo im gleichen Kasten kostet 120 bis 200 € Aufpreis. Sonderfarben und passende Führungsschienen in RAL-Farbe rechnen wir mit etwa 50 € pro Fenster. Bei großen Elementen über 2 m Breite verdoppelt sich der Grundpreis des Rollladens, weil stärkere Motoren und verstärkte Führungsschienen nötig werden.
Der praktische Tipp aus unserer Werkstatt. Wenn Sie beim Fenstertausch ohnehin neue Fenster planen, lohnt sich der Aufsatzrollladen fast immer, weil die Integration in einem Arbeitsgang passiert. Wer später nachrüstet, zahlt für Vorbaukasten und zusätzliche Montagefahrt schnell 100 bis 200 € mehr pro Fenster. Alle Preise verstehen sich als Richtwerte, Stand 2026, Irrtümer vorbehalten.

In Oberösterreich liegen die Kosten für ein Kunststofffenster inklusive Rollladen, Motor und Montage im Jahr 2026 bei etwa 1.050 € bis 1.900 € pro Einheit.
Ein Fenster mit Rollladen ist technisch anspruchsvoller als ein normales Fenster, weil mehrere Gewerke zusammenkommen. Nach der ÖNORM B 5320 montieren wir das Fenster luft- und schlagregendicht in die Laibung, den Rollladenkasten putzen wir zusätzlich ein oder dichten ihn ab, und der Motor braucht einen normgerechten Stromanschluss.
Beim Neubau legt der Elektriker das Kabel vor dem Verputzen. Kein Problem. Beim Fenstertausch im Altbau ist das anders. Wir führen das Kabel dann entweder durch den Rollladenkasten nach innen und von dort über die Laibung zur nächsten Steckdose oder wir arbeiten mit Funkmotoren und einer Unterputz-Dose pro Raum. Welche Variante sinnvoll ist, klären wir bei der Vor-Ort-Besichtigung.
Wer Rollläden wegen der Wärmedämmung kauft, sollte nicht auf den Panzer achten, sondern auf den Kasten. Ein schlecht gedämmter Rollladenkasten ist eine klassische Wärmebrücke und kann im Winter zur Kondensatbildung an der Innenseite führen. Das Ergebnis sehen wir bei Sanierungen regelmäßig. Schimmelflecken rund um den Kasten im Schlafzimmer. Wir setzen deshalb nur auf Kästen mit durchgehender Dämmschale und einem Uk-Wert unter 0,8 W/m²K.
Bei Altbauten in Linz, Gmunden und Urfahr stoßen wir oft auf unregelmäßige Laibungen. Hier passt die Standardführungsschiene nicht plan an die Wand. Wir arbeiten dann mit Ausgleichsprofilen oder setzen die Schiene auf einen kleinen Anputzstreifen. Das kostet 30 bis 60 € Aufpreis pro Fenster, ist aber notwendig, damit der Rollladen später nicht klemmt.
Extra-Tipp
Insektenschutz gleich mitbestellen
Beim Fenster mit Rollladen gibt es einen Punkt, den fast jeder Kunde im ersten Gespräch vergisst. Den Insektenschutz. Im Sommer bleibt das Fenster oft stundenlang gekippt, während der Rollladen oben steht, und plötzlich sind Gelsen und Fliegen im Haus. Die saubere Lösung ist ein Insektenschutzrollo. Es sitzt im gleichen Kasten wie der Rollladen und Sie ziehen es bei Bedarf nach unten. Der Aufpreis liegt bei 120 bis 200 € pro Fenster, was deutlich günstiger ist als eine nachträgliche Außenmontage. Wer im Mühlviertel oder rund um die Donau wohnt, wo abends die Gelsen kommen, sollte das von Anfang an einplanen. Mehr dazu unter Fenster Zubehör und Ausstattung.
… Haben Sie noch eine Frage zum Thema? Dann senden Sie uns eine E-Mail und wir antworten Ihnen umgehend.
Ein Fenster mit Rollladen ist immer eine individuelle Lösung. Wir starten mit einem unverbindlichen Gespräch in unserem Schauraum in Gramastetten oder direkt bei Ihnen vor Ort. Dabei messen wir die bestehenden Fenster auf, besprechen Bauweise, Antrieb und Extras und erstellen Ihnen ein konkretes Angebot mit allen Positionen.
Planung, Produktion und Montage laufen bei uns aus einer Hand. Wir arbeiten mit eigenen Monteuren, die seit Jahren im Team sind und unsere Qualitätsstandards kennen. Das Tätigkeitsgebiet umfasst ganz Oberösterreich sowie angrenzende Bezirke in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark bei maximal 1,5 Stunden Fahrtzeit ab Gramastetten. Für weiter entfernte Anfragen bitten wir um eine kurze E-Mail, wir prüfen dann individuell.
Bringen Sie zum Beratungstermin wenn möglich einen Grundriss, Fotos der bestehenden Fenster und die ungefähren Maße mit. So kommen wir schnell zu einer ersten Einschätzung. Termine buchen Sie unkompliziert über die Online-Terminbuchung oder telefonisch unter +43 7239 7031.
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