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Fenster mit Rollladen

Ein Fenster mit Rollladen ist mehr als Fenster plus Beschattung. Wer beides zusammen plant, spart Geld, bekommt eine sauberere Optik und vermeidet zudem die typischen Fehler, die bei einer späteren Nachrüstung auftreten. Die zentrale Entscheidung beim Neubau oder Fenstertausch lautet nicht „mit oder ohne Rollladen“, sondern Aufsatzrollladen, Unterputzrollladen oder Vorbaurollladen (Vorsatzrollladen), manueller Gurt oder Elektromotor, Aluminium oder Kunststoff.

Bei Fenster-Schmidinger in Gramastetten bauen wir seit über 45 Jahren Fenster mit Rollladen ein, im Neubau im Mühlviertel genauso wie bei Altbau-Sanierungen in Linz-Urfahr oder im Salzkammergut. In dieser Zeit haben wir gesehen, dass die meisten Probleme bei Rollläden nicht am Produkt liegen, sondern an der Planung. Der Rollladenkasten frisst wertvolle Fensterhöhe. Der Kabelweg zum Motor wurde vergessen. Die Führungsschiene passt nicht zur Laibung. Genau deshalb erklären wir Ihnen auf dieser Seite, worauf Sie bei Fenstern mit Rollladen wirklich achten müssen und wo Sie in Oberösterreich mit welchen Kosten rechnen.

Fenster mit Rollladen. Das Wichtigste in Kürze

  • Drei Bauweisen. Aufsatzrollladen bzw. Unterputzrollladen für Neubau und zum Teil auch Fenstertausch, Vorbaurollladen für die Nachrüstung am bestehenden Fenster. Die Wahl entscheidet über Optik, Dämmwert sowie Preis.
  • Kosten bei Schmidinger. Ein Rollladen in Standardausführung kostet 250 bis 500 € zusätzlich zum Fenster. Mit Motorantrieb kommen 80 bis 150 € dazu, Montage 50 bis 70 € pro Stück.
  • Der Kasten frisst Fensterhöhe. Ein Aufsatzkasten mit 150 bis 240 mm Bauhöhe reduziert die sichtbare Glasfläche spürbar. Bei niedrigen Fenstern wird das zum Problem.
  • Elektrisch lohnt sich meistens. Bei Fenstern über 1,4 m Breite, bei Terrassentüren und generell im Obergeschoss empfehlen wir den Motor. Gurtwickler gehen bei schweren Panzern schnell kaputt.
  • Gemeinsam mit dem Fenstertausch planen. Nachträgliche Aufsatzkästen sind technisch kaum möglich. Wer später Rollläden will, muss zum Vorbaukasten greifen, der außen sichtbar bleibt.

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Was ein Fenster mit Rollladen im Alltag wirklich bringt

Rollläden sind in Österreich fast schon Standard. Trotzdem lohnt sich der Blick auf die vier echten Nutzen, weil sie unterschiedlich stark ausfallen und bei der Kaufentscheidung helfen.

Der größte Vorteil ist der Hitzeschutz im Sommer. Ein geschlossener Rollladen blockt die Sonnenstrahlen vor dem Glas. Das ist der entscheidende Unterschied zu Plissees bzw. Innenjalousien, die die Wärme zwar streuen, aber trotzdem ins Zimmer lassen. Der Fc-Wert eines Rollladens liegt bei etwa 0,1 bis 0,25, was bedeutet, dass nur noch 10 bis 25 % der Sonnenenergie durchkommen. In Dachgeschoßwohnungen und bei Südfenstern macht das im Sommer locker 5 bis 8 Grad Unterschied im Raum aus.

Der zweite Nutzen ist die Verdunkelung. Ein geschlossener Rollladen macht einen Raum nahezu vollständig dunkel. Für Schlafzimmer, Kinderzimmer als auch dem Gästezimmer ist das oft der eigentliche Kaufgrund. Straßenlaternen, Sommernächte und früher Sonnenaufgang spielen dann keine Rolle mehr.

Den dritten Nutzen überschätzen viele. Die Wärmedämmung im Winter profitiert vom geschlossenen Rollladen, weil zwischen Glas und Panzer eine ruhende Luftschicht entsteht. Messungen aus dem IFT Rosenheim zeigen, dass sich der Uw-Wert bei geschlossenem Rollladen um etwa 0,1 bis 0,3 W/m²K verbessert. Das klingt nach viel, ist aber in der Jahresbilanz nur ein kleiner Effekt. Wer in den Rollladen wegen Heizkosten investiert, investiert am falschen Ende. Die Dämmung am Rollladenkasten selbst ist wichtiger, dazu gleich mehr.

Der vierte Nutzen ist der Einbruchschutz. Ein einfacher Rollladen hält einen geübten Einbrecher nicht lange auf, aber er erhöht den Aufwand deutlich. Mit Hochschiebesicherung sowie Motor wird aus dem Rollladen eine echte Hürde, weil der Einbrecher den Panzer nicht einfach nach oben drücken kann. Mehr dazu auf unserer Seite zu Beschattung und Sicherheit.

Weißes Fenster mit Griffen und heruntergefahrenem Panzer. Was ein Fenster mit Rollladen im Alltag wirklich bringt.

Ein Fenster mit Rollladen bietet in Österreich entscheidende Alltags-Vorteile. Der wichtigste Aspekt ist der Hitzeschutz, der die Raumtemperatur im Sommer um bis zu 8 Grad senkt. Hinzu kommen die vollständige Verdunkelung für besseren Schlaf und ein mechanischer Einbruchschutz.

 

Aufsatzrollladen oder Vorbaurollladen. Welche Bauweise passt zu Ihrem Projekt?

Die wichtigste technische Entscheidung beim Fenster mit Rollladen ist die Bauweise. Beide Systeme erfüllen die gleiche Funktion, bauen aber konstruktiv völlig anders und eignen sich für unterschiedliche Situationen.

Aufsatzrollladen

Der Aufsatzrollladenkasten sitzt direkt auf dem Fensterrahmen und bildet mit dem Fenster eine Einheit. Wir montieren beides im Werk vor, liefern es als ein Element und setzen es gemeinsam ein. Den Kasten putzen wir später ein, und von außen ist er kaum noch zu sehen.

Diese Bauweise passt nur beim Neubau oder beim Fenstertausch mit Laibungseingriff. Der Grund ist einfach. Der Aufsatzkasten braucht Platz in der Höhe, meistens 150 bis 240 mm je nach Panzergröße. Diese Höhe muss in der Fensteröffnung vorhanden sein, sonst müssen wir mit einem kleineren Fensterflügel ausgleichen. Bei niedrigen Altbau-Fenstern funktioniert das oft nicht, weil sonst die Glasfläche zu klein wird.

Der technische Vorteil liegt in der Wärmedämmung. Moderne Aufsatzkästen von Schmidinger erreichen Uk-Werte von 0,5 bis 0,7 W/m²K, was auf dem Niveau einer guten Außenwand liegt. Die Revision erfolgt von innen über eine abnehmbare Kastenfront, was bei Motorwartung viel angenehmer ist.

Vorbaurollladen

Den Vorbaurollladen schrauben wir vor dem Fenster auf die Fassade oder in die Laibung. Das Fenster selbst bleibt unberührt. Das macht diese Bauweise zur einzig sinnvollen Lösung für die Nachrüstung, wenn Sie Ihre bestehenden Fenster behalten wollen.

Der Kasten bleibt von außen sichtbar, lässt sich aber in jeder RAL-Farbe fertigen. Die meisten Kunden wählen ihn passend zur Fensterfarbe oder zur Fassade. Wer eine einheitliche Optik will, greift zu Kasten und Führungsschienen in der gleichen Farbe wie das Fenster.

Der Nachteil liegt in der Dämmung. Ein Vorbaukasten hat immer eine schlechtere Wärmebrücke als ein eingeputzter Aufsatzkasten, weil er außen der Kälte ausgesetzt ist. Bei energetisch sanierten Häusern ist das ein Thema, in einfacheren Bestandsbauten spielt es kaum eine Rolle. Den ausführlichen Vergleich zu anderen Beschattungsarten finden Sie unter Rollläden oder Raffstore.

So entscheiden Sie sich richtig

Die Faustregel aus unserer Praxis ist einfach. Bei Neubau und Vollsanierung immer Aufsatz, bei reiner Nachrüstung am bestehenden Fenster immer Vorbau. Dazwischen gibt es Grenzfälle, vor allem bei Altbauten mit knapper Fensterhöhe. Hier hilft nur die Vor-Ort-Besichtigung. Bei niedrigen Fenstern empfehlen wir manchmal bewusst den Vorbaukasten, auch wenn ein Fenstertausch ansteht, weil sonst die Glasfläche zu klein wird.


Manueller Gurt oder Elektromotor. Welche Bedienung lohnt sich?

Nach der Bauweise ist die Bedienung die zweite große Entscheidung. Früher war der Gurtwickler Standard, heute bauen wir in mehr als 80 % der Fälle Motoren ein. Es gibt trotzdem Situationen, in denen der manuelle Gurt die bessere Wahl ist.

Wann der Gurtwickler reicht

Der klassische Gurtwickler ist die günstigste Lösung und funktioniert ohne Strom. Für kleine bis mittlere Fenster bis etwa 1,2 m Breite und 1,5 m Höhe reicht er problemlos. Im Keller, im WC oder im Nebenraum, wo der Rollladen selten bedient wird, sparen Sie mit dem Gurt rund 150 bis 200 € pro Fenster gegenüber der Motorlösung. Der Gurt ist übrigens ein Verschleißteil. Bei täglicher Nutzung hält er etwa 10 bis 15 Jahre, dann reißt er und Sie tauschen ihn für rund 80 bis 120 €.

Wann sich der Motor rechnet

Bei größeren Fenstern über 1,4 m Breite wird der Panzer schwer. Ein 1,5 m breiter Rollladen mit Aluminiumpanzer wiegt rund 15 bis 25 kg, und dieses Gewicht am Gurtwickler zu bedienen wird auf Dauer anstrengend. Bei Terrassentüren mit 2,5 m Breite ist der Motor sogar Pflicht, weil der Gurt den Panzer kaum noch halten kann.

Ein Elektromotor kostet bei uns je nach Fabrikat und Steuerung 80 bis 150 € Aufpreis pro Fenster. Dazu kommt der Kabelweg, der beim Neubau problemlos möglich ist, beim Nachrüsten aber oft unschön wird. Wir arbeiten hier häufig mit Funkmotoren, die nur einen einzelnen Stromanschluss brauchen und per Handsender oder Smart-Home-App laufen.

Smart Home macht den Unterschied im Alltag

Moderne Motoren wie die von Somfy (io-homecontrol) oder Becker (Centronic II) lassen sich in KNX-, Loxone- oder Homematic-Systeme einbinden. Der praktische Nutzen liegt nicht in der Technik-Spielerei, sondern in zwei konkreten Funktionen. Erstens die Zeitsteuerung, die morgens automatisch hochfährt und bei Sonnenuntergang schließt. Zweitens der Windwächter, der bei Sturm die Rollläden der Terrasse automatisch öffnet, bevor der Wind sie beschädigen kann. Wir haben im Mühlviertel in den letzten Jahren einige Schadensfälle gesehen, bei denen Sturmböen geschlossene Rollläden aus der Führungsschiene gerissen haben. Ein Windwächter hätte das verhindert.

Anthrazitfarbener Rollladen am Fenster. Manueller Gurt oder Elektromotor. Welche Bedienung lohnt sich?

Heute werden bei über 80 % der Projekte Rollladenmotoren verbaut. Der klassische Gurtwickler bleibt eine preiswerte Lösung für kleine Fenster in selten genutzten Räumen, ist jedoch ein Verschleißteil. Elektromotoren sind bei großen Flächen über 1,4 m Breite sowie bei Terrassentüren nahezu unverzichtbar.

 

Was kosten Fenster mit Rollladen in Oberösterreich?

Die Kosten für ein Fenster mit Rollladen setzen sich aus drei Komponenten zusammen. Dem Fenster selbst, dem Rollladen als Zusatzbauteil und der Montage. Bei Fenster-Schmidinger rechnen wir grob mit folgenden Richtwerten, jeweils inklusive fachgerechter Montage nach ÖNORM B 5320.

Ein Standard-Kunststofffenster in durchschnittlicher Größe kostet bei uns inklusive Montage rund 650 bis 1.200 €. Der Rollladen als Aufsatzvariante in Standardausführung liegt bei 250 bis 500 € zusätzlich. Mit Elektromotor kommen weitere 80 bis 150 € dazu. Die Montage des Rollladens rechnen wir mit 50 bis 70 € pro Stück. In Summe landen Sie für ein typisches Fenster mit Rollladen, Motor und Montage bei etwa 1.050 bis 1.900 € pro Einheit.

Mehrere Faktoren treiben den Preis spürbar nach oben. Aluminium-Panzer sind um rund 80 bis 150 € teurer als Kunststoff-Panzer, bieten aber deutlich bessere Stabilität und längere Lebensdauer. Ein Insektenschutz-Rollo im gleichen Kasten kostet 120 bis 200 € Aufpreis. Sonderfarben und passende Führungsschienen in RAL-Farbe rechnen wir mit etwa 50 € pro Fenster. Bei großen Elementen über 2 m Breite verdoppelt sich der Grundpreis des Rollladens, weil stärkere Motoren und verstärkte Führungsschienen nötig werden.

Der praktische Tipp aus unserer Werkstatt. Wenn Sie beim Fenstertausch ohnehin neue Fenster planen, lohnt sich der Aufsatzrollladen fast immer, weil die Integration in einem Arbeitsgang passiert. Wer später nachrüstet, zahlt für Vorbaukasten und zusätzliche Montagefahrt schnell 100 bis 200 € mehr pro Fenster. Alle Preise verstehen sich als Richtwerte, Stand 2026, Irrtümer vorbehalten.

Detailansicht eines modernen anthrazitfarbenen Rollladenpanzers. Was kosten Fenster mit Rollladen in Oberösterreich?

In Oberösterreich liegen die Kosten für ein Kunststofffenster inklusive Rollladen, Motor und Montage im Jahr 2026 bei etwa 1.050 € bis 1.900 € pro Einheit.

 

Worauf wir bei der Montage in Oberösterreich besonders achten

Ein Fenster mit Rollladen ist technisch anspruchsvoller als ein normales Fenster, weil mehrere Gewerke zusammenkommen. Nach der ÖNORM B 5320 montieren wir das Fenster luft- und schlagregendicht in die Laibung, den Rollladenkasten putzen wir zusätzlich ein oder dichten ihn ab, und der Motor braucht einen normgerechten Stromanschluss.

Der Kabelweg will geplant sein

Beim Neubau legt der Elektriker das Kabel vor dem Verputzen. Kein Problem. Beim Fenstertausch im Altbau ist das anders. Wir führen das Kabel dann entweder durch den Rollladenkasten nach innen und von dort über die Laibung zur nächsten Steckdose oder wir arbeiten mit Funkmotoren und einer Unterputz-Dose pro Raum. Welche Variante sinnvoll ist, klären wir bei der Vor-Ort-Besichtigung.

Die Dämmung am Kasten ist entscheidender als am Panzer

Wer Rollläden wegen der Wärmedämmung kauft, sollte nicht auf den Panzer achten, sondern auf den Kasten. Ein schlecht gedämmter Rollladenkasten ist eine klassische Wärmebrücke und kann im Winter zur Kondensatbildung an der Innenseite führen. Das Ergebnis sehen wir bei Sanierungen regelmäßig. Schimmelflecken rund um den Kasten im Schlafzimmer. Wir setzen deshalb nur auf Kästen mit durchgehender Dämmschale und einem Uk-Wert unter 0,8 W/m²K.

Die Führungsschiene muss zur Laibung passen

Bei Altbauten in Linz, Gmunden und Urfahr stoßen wir oft auf unregelmäßige Laibungen. Hier passt die Standardführungsschiene nicht plan an die Wand. Wir arbeiten dann mit Ausgleichsprofilen oder setzen die Schiene auf einen kleinen Anputzstreifen. Das kostet 30 bis 60 € Aufpreis pro Fenster, ist aber notwendig, damit der Rollladen später nicht klemmt.

Extra-Tipp

Insektenschutz gleich mitbestellen

Beim Fenster mit Rollladen gibt es einen Punkt, den fast jeder Kunde im ersten Gespräch vergisst. Den Insektenschutz. Im Sommer bleibt das Fenster oft stundenlang gekippt, während der Rollladen oben steht, und plötzlich sind Gelsen und Fliegen im Haus. Die saubere Lösung ist ein Insektenschutzrollo. Es sitzt im gleichen Kasten wie der Rollladen und Sie ziehen es bei Bedarf nach unten. Der Aufpreis liegt bei 120 bis 200 € pro Fenster, was deutlich günstiger ist als eine nachträgliche Außenmontage. Wer im Mühlviertel oder rund um die Donau wohnt, wo abends die Gelsen kommen, sollte das von Anfang an einplanen. Mehr dazu unter Fenster Zubehör und Ausstattung.


FAQ – Häufige Fragen zu Fenstern mit Rollladen

Ein Aufsatzrollladenkasten baut typischerweise 150 bis 240 mm hoch, abhängig von Panzergröße und Dämmung. Diese Höhe geht Ihnen vom Fensterflügel verloren, weil der Kasten oben auf dem Rahmen sitzt und in die Rohbauöffnung hineinreicht. Bei einer Rohbauöffnung von 1,4 m bleiben also nur noch etwa 1,15 bis 1,25 m fürs Glas übrig. Im Wohnzimmer spielt das meist keine Rolle. Bei Kellerfenstern oder niedrigen Altbau-Fenstern wird es aber eng. Wir messen deshalb bei jedem Projekt die Rohbauöffnung genau aus und empfehlen bei knappen Verhältnissen lieber einen Vorbaukasten, der die Glasfläche nicht schmälert.
Ja, das funktioniert bei den meisten Rollläden problemlos. Wir tauschen die Gurtwickler-Mechanik gegen einen Funkmotor, den wir direkt in die bestehende Rollladenwelle einschieben. Den Gurt lassen wir entweder als Notbedienung stehen oder entfernen ihn komplett. Die Kosten liegen bei 200 bis 350 € pro Fenster inklusive Motor, Funkempfänger und Montage. Wichtig ist, dass sich der Rollladenkasten von innen öffnen lässt. Bei Aufsatzkästen mit innenliegender Revision kein Problem. Bei alten Vorbaukästen mit frontaler Wartungsklappe schauen wir uns das im Einzelfall an. Funkmotoren wie Somfy io oder Becker Centronic brauchen nur einen einfachen Stromanschluss und lassen sich später ins Smart Home einbinden.
Der Elektromotor ist ein Energiesparer. Pro Auf- oder Abfahrt zieht er etwa 100 bis 150 Watt, und das nur für die rund 15 Sekunden, die der Panzer braucht. Hochgerechnet auf zweimal tägliches Bedienen an 365 Tagen kommen Sie auf einen Stromverbrauch von rund 0,3 bis 0,5 kWh pro Jahr und Fenster. Bei einem Strompreis von 0,30 € die Kilowattstunde sind das 10 bis 15 Cent jährlich. Bei zehn Fenstern im Haus bleibt der Gesamtverbrauch unter 1,50 € pro Jahr. Stand-by-Verluste durch den Funkempfänger kommen noch dazu, sind aber bei modernen Motoren vernachlässigbar. Wer trotzdem auf Nummer sicher gehen will, trennt den Stromkreis nachts über eine Zeitschaltuhr.
Rollläden sind wartungsarm, aber nicht komplett wartungsfrei. Einmal im Jahr sollten Sie die Führungsschienen mit einem feuchten Tuch abwischen und lose Blätter, Insekten oder Schmutz entfernen. Das verhindert, dass der Panzer klemmt. Den Rollladenpanzer selbst reinigen Sie am besten gleich beim Fensterputzen mit einem weichen Schwamm und klarem Wasser, keine Scheuermittel. Den Gurtwickler tauschen wir bei täglicher Nutzung nach 10 bis 15 Jahren aus, weil der Gurt verschleißt. Bei Elektromotoren empfehlen wir nach 8 bis 10 Jahren eine Funktionskontrolle. Kostenpunkt rund 50 bis 80 € pro Motor, wenn wir bei einer Sammelroute ohnehin in der Gegend sind.
Die häufigste Ursache ist ein gebrochener Lamellenstab im Panzer oder ein verklemmter Endanschlag. Zuerst prüfen Sie, ob der Rollladen noch gerade hängt oder ob einzelne Lamellen verkantet sind. Bei sichtbarer Verkantung betätigen Sie den Gurtwickler nicht weiter, sonst reißt die Wickelwelle. Rufen Sie uns stattdessen an. Bei Elektromotoren ist oft der Endanschlag verstellt, den wir mit zwei Schrauben am Motor neu einjustieren. Bei einem kompletten Stillstand nach Jahren im Einsatz ist meist die Antriebsfeder gebrochen oder der Motor defekt. Eine Reparatur lohnt sich bei älteren Rollläden oft nicht mehr, weil Ersatzmotor plus Montage etwa 300 bis 450 € kostet. Bei ohnehin anstehendem Fenstertausch ist der Komplettaustausch die sauberere Lösung.
Ein gut montiertes Fenster mit Rollladen hält bei normaler Nutzung 25 bis 40 Jahre. Der Rollladenpanzer aus Aluminium übersteht diese Zeit meistens ohne Probleme, weil Aluminium nicht rostet und die Pulverbeschichtung UV-stabil ist. Verschleißteile sind der Gurtwickler (10 bis 15 Jahre), die Antriebsfeder bei Gurtsystemen (15 bis 20 Jahre) und die Dichtungen zwischen Panzer und Führungsschiene (20 bis 25 Jahre). Elektromotoren halten in der Praxis 15 bis 25 Jahre, je nach Fabrikat und Häufigkeit der Bedienung. Wer einen Rollladen aus den frühen 1990er Jahren hat, bekommt heute meistens keine Ersatzteile mehr. Dann wird aus der Reparatur schnell ein Komplettaustausch. Spätestens bei einem Fenstertausch lohnt es sich, gleich das ganze System neu zu machen.
Im geschützten Ortskern, etwa in Freistadt, Bad Ischl oder rund um den Linzer Hauptplatz, erlaubt die Gemeinde Rollläden oft nur eingeschränkt. Die Bauvorschriften verlangen meist eine einheitliche Fassadenoptik, und sichtbare Vorbaurollläden sind in solchen Zonen tabu. In diesen Fällen arbeiten wir mit zwei Alternativen. Entweder mit innenliegenden Rollos oder Plissees, die von außen nicht sichtbar sind, oder mit Aufsatzrollläden, deren Kasten wir komplett einputzen und der sich damit der Fassade unterordnet. Die genauen Regeln stehen in der Bauordnung Ihrer Gemeinde. Wir empfehlen, vor der Planung mit dem Bauamt oder dem Ortsbildausschuss zu sprechen. Bei einer Vor-Ort-Besichtigung klären wir dann gemeinsam, welche Lösung formal und technisch funktioniert.

… Haben Sie noch eine Frage zum Thema? Dann senden Sie uns eine E-Mail und wir antworten Ihnen umgehend.


So planen wir Ihr Fenster mit Rollladen bei Schmidinger

Ein Fenster mit Rollladen ist immer eine individuelle Lösung. Wir starten mit einem unverbindlichen Gespräch in unserem Schauraum in Gramastetten oder direkt bei Ihnen vor Ort. Dabei messen wir die bestehenden Fenster auf, besprechen Bauweise, Antrieb und Extras und erstellen Ihnen ein konkretes Angebot mit allen Positionen.

Planung, Produktion und Montage laufen bei uns aus einer Hand. Wir arbeiten mit eigenen Monteuren, die seit Jahren im Team sind und unsere Qualitätsstandards kennen. Das Tätigkeitsgebiet umfasst ganz Oberösterreich sowie angrenzende Bezirke in Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark bei maximal 1,5 Stunden Fahrtzeit ab Gramastetten. Für weiter entfernte Anfragen bitten wir um eine kurze E-Mail, wir prüfen dann individuell.

Bringen Sie zum Beratungstermin wenn möglich einen Grundriss, Fotos der bestehenden Fenster und die ungefähren Maße mit. So kommen wir schnell zu einer ersten Einschätzung. Termine buchen Sie unkompliziert über die Online-Terminbuchung oder telefonisch unter +43 7239 7031.

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