Zuletzt aktualisiert: März 2026
Ihr Ratgeber rund um das Thema: g-Wert Fenster und Türen
Ein Haus ohne Fenster? Unvorstellbar – denn Fenster lassen Licht und Luft ins Hausinnere. Aber auch in puncto Energieeffizienz erfüllen sie eine wichtige Funktion: Relevant ist in diesem Zusammenhang unter anderem ihre Fähigkeit, Wärmestrahlung ins Rauminnere passieren zu lassen – der sogenannte g-Wert.
Einstrahlende Sonnenenergie erwärmt den Wohnraum, kann aber auch übermäßige Hitze verursachen. Im Sommer wird dieser Effekt gerne durch Rollläden, Jalousien oder Markisen vermieden. Im Winter kann man die Wärmestrahlung dagegen nutzen, um den Wohnraum zu erwärmen. Abhängig vom g-Wert lässt sich so dauerhaft Heizenergie sparen – vorausgesetzt, die Planung stimmt.
✎ G-Wert bei Fenstern – einfach erklärt
Im Folgenden erfahren Sie, was genau es mit dem g-Wert auf sich hat – und warum es so wichtig ist, ihn beim Fensterkauf zu berücksichtigen.
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Inhaltsverzeichnis
Als g-Wert bezeichnet man den sogenannten Gesamtenergiedurchlassgrad, der prozentual anzeigt, wie viel Wärmestrahlung durch das Fensterglas ins Rauminnere gelangt, um dort zur Erwärmung des Wohnraums beizutragen.
Er setzt sich zusammen aus der direkten Strahlungstransmission der Sonne und der sekundären Abgabe an Wärme, die durch das Glas erfolgen kann. Ein g-Wert von 1 entspricht dabei einem Energiedurchlassgrad von 100 Prozent. Bei einem Wert in Höhe von 0 findet dagegen kein Energiedurchgang statt. In der Praxis befindet sich der g-Wert von Fensterglas zwischen 0 und 1. So gibt ein g-Wert von 0,5 beispielsweise an, dass 50 Prozent der einstrahlenden Sonnenenergie durchgelassen werden. Die anderen 50 Prozent werden dagegen von der Fensterscheibe absorbiert beziehungsweise reflektiert. Ein hoher Gesamtenergiedurchlassgrad hat den Vorteil, dass die Wärmestrahlung genutzt werden kann, um den Wohnraum zu erwärmen – und so langfristig Heizenergie zu sparen.
In Passivhäusern wird ein hoher Gesamtenergiedurchlassgrad entsprechend dazu verwendet, passiv Solarenergie zu nutzen. Auf der anderen Seite kann ein hoher g-Wert sich im Sommer als unangenehm erweisen, wenn er übermäßige Hitze verursacht. So kann aus dem willkommenen Effekt schnell eine große Belastung werden. Bei großen Fensterflächen mit hohem g-Wert ist daher dringend ein Sonnenschutz, so beispielsweise ein Rollladen, eine Jalousie oder eine Markise, erforderlich.

Der g-Wert eines Fensterglases zeigt in Prozent, wie viel Sonnenenergie durchgelassen wird, um Innenräume zu erwärmen. Ein hoher g-Wert nutzt Sonnenwärme effektiv, erfordert jedoch im Sommer angemessenen Sonnenschutz.
Moderne Fenster haben im Durchschnitt einen g-Wert in Höhe von 0,60. Sie lassen also 60 Prozent der einstrahlenden Sonnenenergie ins Rauminnere durch.
Allerdings variiert der tatsächliche Energiedurchlassgrad von Fenster zu Fenster stark. Von der Norm abweichende Materialien und Zusammensetzungen können die Werte beeinflussen.
Auch die Glasart, die Glasdicke, der Scheibenzwischenraum, die Glasfüllung und zudem auch die Glasbeschichtung nehmen Einfluss auf den g-Wert.
So liegt der g-Wert bei zweifachverglasten Fenstern bei etwa 0,70, bei dreifachverglasten Fenstern bei circa 0,55.
Spezielle Sonnenschutzverglasungen können den g-Wert zusätzlich senken. Sinnvoll sind diese Sonnenschutzgläser vor allem in warmen Klimaregionen, in denen das Abkühlen des Wohnraums mehr Energie kostet als das Heizen im Winter.
| Glas: | G-Wert Energiedurchlassgrad |
αtot Strahlungsabsorptionsgrad |
Tv Lichttransmissionsgrad |
|---|---|---|---|
| 3-fach Ug Wärmedurchgang 0,7 W/m²K | 54 % | 21 % | 74 % |
| 3-fach Ug Wärmedurchgang 0,6 W/m²K | 54 % | 21 % | 74 % |
| 3-fach Ug Wärmedurchgang 0,5 W/m²K | 54 % | 21 % | 74 % |
| 2-fach Ug Wärmedurchgang 1,1 W/m²K | 66 % | 14 % | 82 % |
| 3-fach Ug Wärmedurchgang 0,6 W/m²K mit Weißglas (extra klares Glas) |
56 % | 15 % | 76 % |
| 3-fach Ug Wärmedurchgang 0,6 W/m²K mit Eclaz® Hochleistungsglas und Planiclear® (klares Glas) |
60 % | 21 % | 77 % |
(Änderungen sowie Irrtümer der oben angegebenen G-Wert-Tabelle vorbehalten)
Neben der herkömmlichen Wärmeschutzverglasung gibt es spezielle Sonnenschutzgläser, die den g-Wert gezielt reduzieren. Diese Gläser verfügen über Beschichtungen aus Edelmetallen, die einen Großteil der einstrahlenden Sonnenenergie reflektieren, ohne dabei die Lichtdurchlässigkeit übermäßig zu beeinträchtigen. Mehr zum Thema Lichtdurchlässigkeit erfahren Sie auch in unserem Beitrag zur UV-Durchlässigkeit von Fenstern.
In der Praxis erreichen Sonnenschutzgläser g-Werte zwischen 0,20 und 0,45 – abhängig von der Art der Beschichtung und dem Glasaufbau. Je niedriger der g-Wert, desto weniger Sonnenwärme gelangt ins Rauminnere. Sinnvoll sind solche Verglasungen vor allem bei:
Wichtig zu wissen: Ein niedriger g-Wert durch Sonnenschutzglas reduziert gleichzeitig auch die passiven solaren Wärmegewinne im Winter. Daher sollte die Entscheidung für oder gegen ein Sonnenschutzglas immer in Abstimmung mit einem Fachbetrieb erfolgen, der die Gesamtenergiebilanz Ihres Gebäudes berücksichtigt.
Extra-Tipp
Sonnenschutzglas im Wintergarten? Vorher die Gesamtkosten kennen!
Gerade bei Wintergärten und Sommergärten entscheidet der g-Wert der Verglasung maßgeblich über den Komfort im Hochsommer. Bevor Sie sich für eine bestimmte Glasart entscheiden, lohnt sich ein Blick auf die Kosten & Ausstattungsmöglichkeiten eines Sommergartens – so planen Sie von Anfang an mit der richtigen Verglasung.
Nicht jede Fensterseite hat die gleichen Anforderungen an den g-Wert. Je nach Himmelsrichtung variiert die Sonneneinstrahlung erheblich – und damit auch die Frage, ob ein hoher oder niedriger Gesamtenergiedurchlassgrad sinnvoll ist.
Südseite: Fenster auf der Südseite erhalten die meiste direkte Sonneneinstrahlung, vor allem in den Wintermonaten, wenn die Sonne tief steht. Hier kann ein höherer g-Wert (ca. 0,50 bis 0,60) sinnvoll sein, um die passive Solarenergie für die Raumerwärmung zu nutzen. Auch beim Fenstertausch sollte dieser Aspekt berücksichtigt werden. Im Sommer empfiehlt sich ein außenliegender Sonnenschutz, um Überhitzung zu vermeiden.
Nordseite: Auf der Nordseite spielt der g-Wert eine untergeordnete Rolle, da hier kaum direkte Sonneneinstrahlung auftritt. Ein niedriger U-Wert für gute Wärmedämmung ist hier deutlich wichtiger als ein hoher g-Wert.
Ost- und Westseite: Fenster in Ost- und Westrichtung erhalten die Sonneneinstrahlung morgens beziehungsweise abends, wenn die Sonne tief steht und besonders blendintensiv ist. Ein mittlerer g-Wert (ca. 0,45 bis 0,55) ist hier oft ein guter Kompromiss. Bei großen Fensterflächen kann zusätzlich ein Sonnenschutzglas oder eine außenliegende Beschattung wie beispielsweise eine Jalousie oder ein Rollladen sinnvoll sein.
Dachfenster und Oberlichter: Bei Verglasungen in Dachschrägen trifft die Sonne in einem steilen Winkel auf das Glas – dadurch ist die Aufheizung besonders intensiv. Hier empfiehlt sich ein niedrigerer g-Wert (ca. 0,30 bis 0,45) in Kombination mit einem wirksamen Sonnenschutz, um Überhitzung im Sommer zu vermeiden.
Extra-Tipp
Beim Fenstertausch den g-Wert gleich mitdenken
Wer ohnehin einen Fenstertausch als Klimaschutzmaßnahme plant, sollte die Himmelsrichtung jedes einzelnen Fensters berücksichtigen. So lässt sich der g-Wert gezielt an die jeweilige Fassadenseite anpassen – und Sie holen das Maximum an Energieersparnis aus Ihren neuen Fenstern heraus.
Bei der Wahl des passenden Fensters achten die meisten Verbraucher lediglich auf den sogenannten U-Wert. Hierbei handelt es sich um den Wärmedurchgangskoeffizienten, mit dem sich die Energie beziffern lässt, die durch eine Fensterscheibe nach außen hin verloren geht.
Je niedriger der U-Wert, desto niedriger auch der Wärmeverlust.
Der g-Wert wird in diesem Zusammenhang oft vergessen, obwohl er sicherlich ebenso wichtig ist. Das Problem: U-Wert und g-Wert lassen sich nur schwer sinnvoll kombinieren, weil ein niedriger U-Wert, der gemeinhin als energetisch günstig gilt, normalerweise automatisch mit einem niedrigen g-Wert einhergeht. Es gilt daher, einen guten Ausgleich zu finden.
Pauschale Aussagen, was bei Fenstern und Wintergärten ein guter g-Wert ist, lassen sich also nicht treffen. Bei Gebäudeseiten ohne starke Sonneneinstrahlung ist der g-Wert in aller Regel vernachlässigbar.
Insbesondere auf der Nordseite ist ein niedriger U-Wert sehr viel wichtiger. Anders gestaltet sich die Sache auf der Südseite: Hier lohnt es sich in vielen Fällen durchaus, einen niedrigeren g-Wert zu wählen – vor allem natürlich dann, wenn man in einer warmen Klimaregion lebt.
Im Zweifel wenden sich Verbraucher am besten an ein erfahrenes Fachunternehmen, das dazu in der Lage ist, den idealen g-Wert genau zu berechnen. Andernfalls kann man mit einem auf die eigene Klimazone zugeschnittenen g-Wert kaum etwas falsch machen.
Falls Sie sich über den U-Wert bei Hebeschiebetüren informieren möchten, haben wir Ihnen auch hier einen Beitrag veröffentlicht: „U-Wert für Hebeschiebetüren„.
Ob Dachfenster, große Fensterfront oder Wintergarten: Die Wärmedämmung spielt für den Wohlfühlfaktor in Ihrem Zuhause eine entscheidende Rolle. Entsprechend ist auch der g-Wert wichtig, um zu gewährleisten, dass die Energiebilanz optimal ist.
Ein niedriger g-Wert empfiehlt sich vor allem in warmen Klimazonen, in denen das Abkühlen der Innenräume mehr Energie kostet als das Heizen im Winter.
Im Zweifel lohnt es sich, den optimalen g-Wert genau berechnen zu lassen. Im Idealfall sind der g-Wert und der U-Wert so aufeinander abgestimmt, dass die Energiebilanz optimal ist.
Bei einem niedrigen U-Wert, der gemeinhin als energetisch günstig gilt, sinkt der g-Wert normalerweise mit ab. Auch die Beschaffenheit des Mauerwerks und die Platzierung der Fenster spielen eine entscheidende Rolle, weil sich je nach Himmelsrichtung auch die Sonneneinstrahlung verändert.
Vor dem Fensterkauf mit anschließender Montage ist es daher ratsam, Informationen von einem Fachunternehmen einzuholen, das die einstrahlende Sonnenenergie so optimieren kann, dass die Wärmeverluste möglichst gering sind, ohne dass der Wohnraum im Sommer überhitzt.
In Österreich regelt die OIB-Richtlinie 6 „Energieeinsparung und Wärmeschutz“ die Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden. Anders als im deutschen Gebäudeenergiegesetz (GEG) wird hier nicht nur der U-Wert, sondern auch der solare Wärmeeintrag über Fenster im Rahmen des Energieausweises berücksichtigt.
Der g-Wert fließt dabei in die Berechnung des Heizwärmebedarfs (HWB) ein: Je höher der g-Wert einer Verglasung, desto mehr Sonnenenergie kann passiv genutzt werden – was den Heizwärmebedarf senkt. Gleichzeitig muss aber auch der sommerliche Wärmeschutz gewährleistet sein, damit es nicht zu einer Überhitzung der Räume kommt.
Für den Neubau und die Sanierung bedeutet das in der Praxis: Die Wahl des richtigen g-Werts sollte immer in Verbindung mit dem U-Wert, der Fenstergröße, der Himmelsrichtung und den vorhandenen Beschattungsmaßnahmen betrachtet werden. Ein erfahrener Fachbetrieb kann den optimalen g-Wert so berechnen, dass die Anforderungen der OIB-Richtlinie erfüllt werden und gleichzeitig die bestmögliche Energiebilanz erzielt wird.

Der g-Wert (Gesamtenergiedurchlassgrad) ist eine entscheidende Kennzahl für die energetische Qualität eines Fensters, da er den Anteil der Sonnenenergie angibt, der von außen nach innen gelangt.

Die Wahl zwischen 2-fach- und 3-fach-Verglasung beeinflusst maßgeblich die Energiebilanz eines Gebäudes. Während eine 2-fach-Verglasung typische U-Werte von 1,1 bis 1,3 W/m²K erreicht und etwa 80% des Lichts passieren lässt, bietet die 3-fach-Verglasung mit Werten zwischen 0,5 und 0,7 W/m²K eine deutlich überlegene Wärmedämmung.

Ein g-Wert von 0,4 kennzeichnet eine effiziente Sonnenschutzverglasung, die einen Großteil der solaren Energie reflektiert und so das Aufheizen von Innenräumen effektiv reduziert. Ob eine solche Verglasung von außen „verspiegelt" wirkt, lässt sich nicht pauschal mit dem g-Wert beantworten.
… Sie haben eine Frage? Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir werden Ihnen dann umgehend unsere Antwort mitteilen!
Wir, das Team von Fenster Schmidinger, sind Ihnen gerne behilflich, wenn es um die Auswahl der Verglasung und die Abstimmung des Gesamtenergiedurchlassgrads geht. Unser geschultes Personal steht Ihnen zu jeder Zeit mit Rat und Tat zur Seite, um Ihre Energiebilanz zu optimieren – und so spürbar mehr Lebensqualität in Ihr Zuhause zu bringen. Ihre Wünsche stehen bei uns an erster Stelle. Überzeugen Sie sich selbst von der Qualität unserer Leistungen!
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