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Fenster für Aufstockung oder Zubau

Ratgeber für Fenster für Aufstockung oder Zubau

Viele Häuser sind in die Jahre gekommen. Der Platzbedarf ist gewachsen, die Ansprüche an Wohnraum auch. Statt kleiner Fenster wünscht man sich heutzutage lichtdurchflutete Räume, in denen man sich behaglich fühlt. Viele Häuser erlauben einen Anbau oder eine bauliche Aufstockung. Damit kann die Wohnqualität verbessert und das Platzproblem auf elegante Weise gelöst werden. Zuvor sind aber Probleme mit dem Bauamt und den Vorschriften der Bauordnung aus der Welt zu schaffen.

Fenster bei Aufstockung oder Zubau – worum es geht

  • Aufstockung (Dach/Obergeschoß) und Zubau (Erdgeschoß) stellen unterschiedliche Anforderungen an Fenster bzw. Türen: Tageslicht, Verschattung, Statik und Sonnenschutz müssen jeweils anders gedacht werden.
  • Meist kommen Kunststoff/Alu- oder Holz/Alu-Fenster mit 3-fach-Verglasung (Ug ca. 0,5-0,7 W/m²K) zum Einsatz, Zielwert beim Uw laut Tabelle: rund 0,76 W/m²K.
  • Wichtig sind außenliegender Sonnenschutz, Schallschutzaufbau, Einbruchschutz (z.B. RC2, P4A-Verglasungen, abschließbare Griffe) sowie eine fachgerechte ÖNORM-B5320-Montage – innen luftdicht, außen schlagregendicht.
  • Die Kosten hängen stark von Statik, Wanddurchbrüchen, Fenstergröße, Material und Montage ab.

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Fenster bei Aufstockung vs. Zubau – was passt?

Eigenschaften Aufstockung (Dach/1. Stock) Zubau (Erdgeschoß/Anbau)
Nutzung & Belichtung Viel Tageslicht von oben/seitlich, Dachüberstand beachten Seitliche Belichtung, Verschattung durch Bestand prüfen
Fenstersystem Kunststoff/Alu oder Holz/Alu, gute Dämmung – vielfältige Möglichkeiten Alu oder Holz/Alu bei großen Elementen (Hebe-Schiebe)
Verglasung Meist 3-fach; Ug ca. 0,5-0,7 W/m²K für Behaglichkeit unterm Dach 3-fach bei Wohnnutzung; 2-fach möglich bei Nebenräumen (Förderrichtlinien beachten)
Uw-Zielwert 0,76 W/m2K 0,76 W/m2K bzw. je Bauteilbestand
Sonnenschutz Außenliegend (Raffstore/Zip) fix mitplanen – Sommerhitze Raffstore/Zip; Verschattung durch Vordach/Balkon berücksichtigen
Sicherheit RC2 bei leicht erreichbaren Bereichen (z. B. Balkon) RC2 an Terrassen-/Gartenseite, P4A/P5A bei großen Türen
Schallschutz Nähe zu Straße/Technik prüfen; asymmetrischer Glasaufbau Nachbar, Straße, Wärmepumpe – Glasaufbau anpassen
Montage ÖNORM B 5320; luftdicht innen, saubere Aufdopplungen ÖNORM B 5320; Anschluss an Dämmung/Laibung sauber planen
Statik/Detail Pfetten/Sparren, Leibungshöhen, Lastabtrag Sturz, Schwelle bei Schiebetüren, Entwässerung Fensterbank

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Warum sind die Fenster ein entscheidender Faktor?

Wenn Sie sich entschieden haben, eine Aufstockung Ihres Wohnhauses vorzunehmen oder die Wohnräume durch einen Anbau mit ästhetischer Holzverkleidung zu vergrößern, spielen die Fenster eine prominente Rolle. Sie sorgen nicht nur für mehr Licht, sondern auch für eine verbesserte Wärmedämmung und erhöhten Schallschutz.

Allerdings müssten Sie im Fall eines Anbaus an Ihr Wohnhaus auf einen Teil Ihres Grundstücks verzichten. Eine Gebäude-Aufstockung ist wegen des Alters der Bausubstanz oder aus statischen Gründen nicht immer möglich.

Dachschrägen sind hingegen kein Problem. Im Gegenteil: ein Dach-Loft mit großzügigen Fenstern und Dachbalkon liegt im Trend. Wenn die Wohnraumerweiterung nach oben hin umsetzbar ist, können Sie damit Mieteinnahmen generieren oder der eigenen Familie mehr Lebensraum verschaffen. Wie das Zusammenleben im Mehrgenerationenhaus gelingt und was der Umbau kostet, lesen Sie im Beitrag Zwei Generationen unter einem Dach.

Heutzutage ist Energieeffizienz nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern ein Kostenminderungs-Faktor. Den Rahmen für die Wärmedämmung setzt in Österreich die OIB-Richtlinie 6, in Oberösterreich über die Bautechnikverordnung verbindlich. Für Fenster gegen Außenluft in Wohngebäuden liegt der Höchstwert im Neubau bei einem U-Wert von 1,40 W/m²K, und eine Aufstockung oder ein Zubau zählt genau dorthin. Das ist die gesetzliche Untergrenze und nicht das, was Sie einbauen sollten. Die Fenster, die bei uns in einen Zubau gehen, liegen beim Uw meist um 0,76 W/m²K, wie in der Tabelle weiter oben. Fensterrahmen (Uf-Wert) und Verglasung (Ug-Wert) ergeben im Zusammenspiel den gewünschten Wärmedämmwert. Bei aller Funktionalität und Energieeffizienz spielen aber auch das Design und ästhetische Gesichtspunkte bei der Fensterfrage eine Rolle.

Bisher wurden von den meisten Hausbesitzern schlichte, weiße Fensterrahmen favorisiert. Durch anthrazitfarbene Fensterrahmen, Panoramafenster oder runde Bullaugen lässt sich die Optik eines Gebäudes verändern. Zu bedenken ist jedoch, dass Anbauten und Aufstockungen eine ausreichend intensive Vorplanung benötigen. Auch die Umsetzung kann viel Zeit in Anspruch nehmen. Die Arbeiten bringen Unruhe und Schmutz mit sich. Doch die Investition in eine Wohnraumerweiterung inklusive neuer Fenster lohnt sich in jeder Hinsicht.


Welche Fensterlösungen eignen sich für Aufstockungen oder Zubauten?

Die Firma Fenster-Schmidinger aus Oberösterreich ist durch die Expertise ihrer Mitarbeiter im Hinblick auf Fenster, Türen, Wintergärten und Terrassenüberdachungen bekannt. Wir setzen aus gutem Grund auf die hochwertigen Fenster von Waku.

Diese werden in bewährter Holzbauweise und mit vierfach schichtverleimtem Profil angefertigt und mit einer widerstandsfähigen Aluminiumschale versehen. Lackiert werden die Waku-Fenster auf Wasserbasis. Der Verzicht des Herstellers auf Schwermetalle, Lösungsmittel, Formaldehyd und Weichmacher überzeugt ebenfalls.

Neben ausgezeichneten Werten bei der Wärmedämmung und dem Schallschutz zeichnen sich Waku-Fenster durch eine lange Lebensdauer, eine ästhetische Optik und vielseitige Gestaltungsmöglichkeiten der witterungsresistenten Aluminiumverkleidung aus. Zu wünschen ist, dass Aufstockung und Anbau sich der Optik des Hauses anpassen. Zur Wahl stehen neben den Holzfenstern robuste und pflegeleichte Kunststoff-, PVC-Alu- und Holz-Alufenster oder reine Aluminiumfenster.

Es bietet sich an, bei dieser Gelegenheit auch nicht energieeffiziente Fenster gegen Fenster mit dreifacher Wärmeschutzglas und/oder Schallschutzverglasungen auszutauschen.

Auch der Einbruchschutz kann durch verschiedene Sicherheitsstufen verbessert werden. Hebe- oder PSK-Schiebefenster gelten als sinnvolle Alternative zu den herkömmlichen Dreh-Kipp-Fenstern. Diese Fenster werden nicht nach innen geöffnet, sondern können stufenlos nach links oder rechts verschoben werden. Sie können dadurch ohne große Umstände für Frischluftzufuhr sorgen.

 


Welche technischen Anforderungen sind zu beachten?

Geplante Wohnraumerweiterungen durch eine Aufstockung erfordern eine sorgfältige statische Prüfung. Ebenso wie für Anbauten in herkömmlicher oder Holzbauweise wird eine Baugenehmigung nötig. Die geltenden Bauvorschriften müssen schon bei der Planung beachtet werden. Außerdem stellt nur eine fachgerechte Fenster-Montage sicher, dass Langlebigkeit, Energieeffizienz und Wohnkomfort gesichert werden. Bevor Sie Ihre neuen Fenster bestellen, sollten die Maße derselben ermittelt werden. Ohne ein millimetergenaues Aufmaß sind Fehlkäufe nicht auszuschließen.

Die Montagearbeiten und die Feineinstellung der Fenster sollten von Experten wie Fenster-Schmidinger vorgenommen werden. Durch die Expertise ausgebildeter Fachkräfte stellen Sie sicher, dass die Fenster fachgerecht eingebaut und abgedämmt werden. Am Ende soll es weder eindringende Feuchtigkeit und Schimmelbildung noch Zugluft an den Fensterrahmen geben. Zugluft und Kältebrücken bedeuten automatisch Wärmeverluste. Auch die Schalldämmung kann so nicht ausreichend gut funktionieren.

Neben Fragen der Optik und Funktion Ihrer Fenster sollten Sie auch die Größe der Fenster gut überlegen. Zu klein gewählte Fenster lassen kaum Licht in die Wohnräume. Sprossenfenster lassen sich schlecht reinigen. Panoramafenster liegen im Trend. Sie ermöglichen aber auch anderen unerwünschte Einblicke. Panoramascheiben heizen sich im Sommer auf. Sie sorgen bei unzureichender Planung für Wärmeverluste. Die Montage großer Fenster sollte immer auf der West- oder Südseite des Hauses vorgenommen werden. In diesem Fall lässt sich durch Sonnenwärme einiges an Energie einsparen.

Extra-Tipp

Bestehen Sie auf eine ÖNORM-B5320-konforme Montage

Gerade bei Aufstockungen und Zubauten entscheidet die Einbauqualität über Dichtheit, Wärmeschutz und Lebensdauer der Fenster. Lassen Sie sich vom Verarbeiter schriftlich bestätigen, dass die Abdichtung innen luftdicht und außen schlagregendicht nach ÖNORM ausgeführt wird – alle Details dazu finden Sie in unserem Beitrag zu den Anforderungen an eine fachgerechte Fenstermontage nach ÖNORM B5320.

a. Fenster-Einbau in einem neuen Anbau

Der Einbau der Fenster im Erdgeschoss eines Anbaus stellt logistisch keine große Schwierigkeit dar. Dennoch ist einiges zu beachten. Bevor die Handwerker zur passgenauen Montage eintreffen, sollten Sie bedenken, dass Fenster-Maße jenseits der Standardmaße als Sonderanfertigung anzusehen sind. Das bedingt eine längere Lieferzeit. Sollen die Fenster in den dafür gedachten Aussparungen am Anbau eingesetzt werden, montieren Sie zunächst die Fenstergriffe ab und hängen die Fensterflügel aus.

Der Fensterrahmen muss exakt lot- und waagerecht in der Fensternische eingesetzt werden. Mittels unterstützender Luftkissen oder flacher Holzkeile ist eine symmetrische Montage zu bewältigen. In der korrekten Position kann der Fensterrahmen mit dem Mauerwerk verbunden werden. Danach müssen nur noch die Fugen mit Dichtschaum und Dichtfolien abgedichtet und abgeleistet werden. Der Fenster-Einbau bedarf zweier handwerklich geschickter Menschen, die bereits Erfahrung mit der ÖNORM-Fenstermontage haben. Bei Schmidinger-Mitarbeitern haben Sie die Gewähr, dass die Fenster dank millimetergenauer Einpassung reibungslos funktionieren.

Bei Fenstern, die im Endgeschoss liegen, sollten Sicherheitsbeschläge der polizeilich empfohlenen Klasse RC 2 und eine Sicherheitsverglasung als präventive Maßnahmen gegen Einbruchsversuche mitgedacht werden.

Abschließbare Fenstergriffe schützen vor Eindringlingen. Je schwerer Sie es Einbrechern machen, desto eher verschwinden diese unverrichteter Dinge.

Offen stehende Fenster im Obergeschoss und eine herumstehende Leiter stellen Einladungen an die Einbrecher dar, die man also sicher verstauen sollte.

b. Fenster-Einbau in einem aufgesetzten Obergeschoss

Sollen die Fenster im neuen Obergeschoss eines Hauses montiert werden, wird dazu meist eine Hebebühne benötigt. Je nach Fenster-Größe und Gewicht können für den Einbau zwei oder drei Mitarbeiter erforderlich werden. Sollen zum Erzielen derselben Vorteile auch die Fenster im Untergeschoss angepasst werden, können Sie auch nachträglich neue Fenster einbauen lassen. Das ist schon aus Gründen einer besseren Energieeffizienz sinnvoll.

In vielen älteren Häusern wurden zu kleine Fenster verbaut. Zudem haben ältere Häuser meist keine effiziente Heizung und keine ausreichende Dämmung der Außenwände. Aus heutiger Sicht sind damit hohe Energiekosten garantiert. Sie haben die Wahl, beide Geschosse optisch identisch zu gestalten oder beim aufgesetzten Obergeschoss eine andere Optik als Kontrast zu wählen. Angesagt, attraktiv und erfreulich preisgünstig sind zum Beispiel Obergeschosse und Anbauten in Holzbauweise.

Ob in beiden Geschossen zusätzlich zu den Fenstern die Wärmedämmung verbessert werden soll, ist letztlich auch eine Kostenfrage.

Vor dem Einbau von zusätzlichen Fenstern in größeren Dimensionen im Untergeschoss muss geprüft werden, ob es sich um eine tragende oder eine nicht-tragende Wand handelt. Diese Frage kann ein Statiker beantworten. Ein Elektriker kann Ihnen gegebenenfalls die Antwort darauf geben, ob an der geplanten Durchbruchstelle für ein größeres Fenster Kabel verlegt sind.

Werden die neuen Fenster jedoch im selben Format und an derselben Stelle vor zuvor eingebaut, erweist sich das als problemlos.

Egal, ob Sie Fenster für den Zubau benötigen oder im Altbau Fenster ersetzen möchten, achten Sie darauf, dass die Fenstermontage nach den geltenden ÖNORMEN erfolgt, wie etwa der B5320. Geschultes Montagepersonal ist hierbei unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Fenstermontage immer nach dem neuesten Stand der Technik durchgeführt wird.


Die leidige Frage nach den Kosten

Da die Preise je nach Umfang der geplanten Maßnahmen sehr unterschiedlich ausfallen können, ist hier keine genaue Angabe möglich. Unterteilen lassen sich die Kosten aber in die Tätigkeit eines Statikers oder eines Elektrikers, die reinen Materialkosten, die eventuell nötigen Wanddurchbrüche und Maurerarbeiten sowie die Montagekosten.

Wichtig ist, dass die Planungen für den geplanten Anbau oder die Aufstockung eines Geschosses so ausgearbeitet werden, dass die Kostenvoranschläge der eingebundenen Handwerker in etwa stimmig sind. Eine Beispielrechnung für den Austausch einer Hauswand im Untergeschoss gegen eine Panoramaverglasung im Format 2 × 2,50 Meter zum Garten hin könnte folgende Posten berücksichtigen:

Kosten für den Wanddurchbruch 4.200 €
Kosten für den Statiker 1.400 €
Material und Einbau für drei Fenster mit Schiebefunktion 9.700 €
——————————————————————————————
Gesamtkosten: 15.300 €

Diese Beispielrechnung berücksichtigt lediglich die optische Anpassung eines Untergeschosses an die aufgestockte Etage. Die Kosten für die Gebäude-Aufstockung sind je nach Quadratmeterzahl und geplanter Gestaltung nicht abschätzbar.

Möglich sind eine teilweise Aufstockung mit Platz für eine Dachterrasse oder eine Rundum-Aufstockung im Aufbau des darunter liegenden Geschosses. Ob der Kniestock erhöht werden kann, muss ein Statiker prüfen. Es kann sein, dass damit auch ein neues Dach mit besseren Dämmungseigenschaften fällig wird.

Die Geschossaufstockung wird durch neu gezogene Mauern, durch eine Holzständerbauweise oder vorgefertigte Module umgesetzt. Dabei sind die Auflagen der in der Region geltenden Bebauungspläne zu beachten.

Je nach Aufwand fallen die Kosten anders aus. Oftmals wird ein höherer Betrag im fünfstelligen Bereich fällig. Die Kosten für eine Geschossaufstockung summieren sich: Planungskosten für Architekten und Statiker, Gebühren für die Baugenehmigung, reine Materialkosten, Kosten für erbrachte Handwerkerleistungen, gegebenenfalls Entsorgungskosten sowie Kosten für den Innenausbau des neuen Geschosses.

Fakt ist aber, dass sich die Investitionen in mehr Wohnraum und Lebensqualität, eine effektivere Wärmedämmung, besseren Einbruchschutz und weniger Lärm spätestens mittelfristig rechnen.

Die Kosten für einen Anbau am Haus bewegen sich im Schnitt zwischen 1.400 € und 1.800 € je Quadratmeter. Mit einer Förderung sollten Sie für den Zubau selbst nicht rechnen. Sanierungsförderungen greifen am Bestand, neu geschaffene Fläche gilt als Neubau, und der Bundes-Sanierungsbonus ist für den Fenstertausch seit 2. Februar 2026 ohnehin gestoppt. Interessant wird es erst, wenn Sie die alten Fenster im Bestandsteil mittauschen, was sich bei so einem Bauvorhaben oft anbietet. Den aktuellen Stand je Bundesland halten wir im Beitrag zur Fenster Förderung in Österreich nach.

Förder-Alarm

Die Landesförderung läuft, beim Bund ist 2027 offen. Wir sagen Ihnen Bescheid, sobald sich etwas ändert.

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FAQ – Ihre Fragen zu Fenstern für Aufstockung und Zubau

Das Naturmaß nehmen wir erst, wenn die Öffnungen stehen, im Massivbau also nach dem Rohbau samt gesetzten Stürzen. Alles davor sind Planmaße, und die weichen auf der Baustelle regelmäßig um ein paar Zentimeter ab. Wer nach Plan bestellt, zahlt die Differenz später mit Anpassungsarbeiten oder im schlechtesten Fall mit einem neuen Element.

Bei einer Aufstockung in Holzriegel- oder Fertigteilbauweise dreht sich die Reihenfolge um. Die Wandelemente entstehen im Werk, die Öffnungen sind dort millimetergenau festgelegt, und die Entscheidung über Fenstergröße, Anschlag sowie Farbe muss vor dem Produktionsstart der Elemente fallen. Sprechen Sie das früh mit Ihrem Zimmerer ab, sonst wartet am Ende die Baustelle auf ein Fenster.

Bei der Lieferzeit sind weiße Kunststofffenster in Standardausführung am schnellsten, im Express schaffen wir das fertige Produkt in maximal vierzehn Arbeitstagen ab geklärter Bestellung sowie freigegebenem Aufmaß. Sonderfarben, Holz-Alu, große Hebe-Schiebe-Elemente und Sonderformen liegen deutlich darüber. Wie weit, hängt vom Hersteller und der Auslastung ab, deshalb halten wir die Lieferzeit im Angebot immer schriftlich fest.
Die Toleranz fehlt. Eine Ziegelwand lässt sich verputzen, kleine Ungenauigkeiten verschwinden in der Laibung. Beim Holzriegelbau ist die Öffnung so, wie sie im Werk gefertigt wurde, das Fenster muss hineinpassen, und Nacharbeiten sind dann meist mühsam.

Als Nächstes die Anschlussebene. Im Massivbau sitzt das Fenster meist in der Wand, bei einer Holzkonstruktion mit außenliegender Dämmung rückt es häufig weiter nach außen in die Dämmebene, damit die Wärmebrücke am Rahmen klein bleibt. Das ist eine Faustregel und keine Vorschrift, entschieden wird am Wandaufbau, an der Dämmstärke und daran, ob außen ein hinterlüfteter Holzschirm oder ein Vollwärmeschutz kommt.

Bei der Abdichtung arbeiten wir auf Holz mit Anschlussfolien und Dichtbändern, innen luftdicht und außen schlagregendicht nach ÖNORM B 5320. Ein Putzanschluss wie im Massivbau fällt weg. Holz arbeitet zudem über die Jahreszeiten, das Anschlussdetail muss diese Bewegung aufnehmen können, sonst reißt die Fuge nach dem zweiten Winter auf.
Ab einer Absturzhöhe von 60 cm braucht es dort, wo Absturzgefahr besteht, eine Absturzsicherung, spätestens ab 100 cm ist sie jedenfalls Pflicht. Geregelt ist das in der OIB-Richtlinie 4, die in Oberösterreich über die Bautechnikverordnung verbindlich gilt. Die Sicherung selbst muss mindestens 100 cm hoch sein, ab einer Absturzhöhe von mehr als 12 m sind es mindestens 110 cm.

Bei einem aufgesetzten Obergeschoss liegt der Fußboden schnell drei oder vier Meter über dem Gelände, damit ist das Thema bei jedem bodentiefen Element auf dem Tisch. Entweder kommt ein französischer Balkon oder ein Geländer vor das Fenster, oder die Verglasung übernimmt die Sicherung selbst. Im zweiten Fall braucht es Verbund-Sicherheitsglas, bei Mehrscheiben-Isolierglas zumindest in einer Scheibe.

Klären Sie das vor der Bestellung. Absturzsicherndes Glas ist eine Eigenschaft des Elements, nachrüsten heißt Scheibentausch, und der kostet bei einem großen Fixteil schnell mehr als die ursprüngliche Mehrausstattung. Welche Variante Ihr Bauvorhaben genau braucht, legt am Ende die Baubehörde gemeinsam mit Ihrem Planer fest.
Müssen nicht, aber man sieht es. Weiße Kunststofffenster aus den Neunzigern haben nach dreißig Jahren einen anderen Weißton als ein neues Element, und die Konturen von damals sind deutlich anders als die schlichten Profile von heute. Nebeneinander an derselben Fassade fällt der Unterschied auch aus dem Garten auf.

Aus der Praxis funktionieren zwei Wege. Entweder Sie machen den Unterschied zum Gestaltungsmittel und setzen den Zubau oder das aufgesetzte Geschoss farblich ab, etwa anthrazit zu weiß, dann wirkt es geplant und nicht zusammengestückelt. Oder Sie tauschen die Bestandsfenster gleich mit, was bei einem Haus dieses Alters ohnehin oft ansteht. Woran Sie erkennen, ob Ihre alten Fenster so weit sind, haben wir im Beitrag zum Fenster austauschen zusammengefasst.

Den exakt gleichen Farbton zu treffen, wird schwierig. Eine RAL-Nummer aus dem alten Auftrag hilft, sofern sie noch auffindbar ist, aber Bewitterung und ein anderer Profilhersteller verschieben den Ton trotzdem. Wenn Ihnen die Optik wichtig ist, legen wir im Schauraum ein Musterstück neben ein Altfenster, das bringt mehr als jede Farbkarte.
Für neu geschaffene Fläche greifen Sanierungsförderungen nicht. Gefördert wird der Tausch am Bestand, also das alte Fenster, das raus und durch ein besseres ersetzt wird. Die Fenster in einer Aufstockung oder einem Zubau gelten aus Sicht der Förderstellen als Neubau, auch wenn das Haus darunter fünfzig Jahre alt ist.

Dazu kommt die Lage beim Bund. Der Sanierungsbonus ist für den Fenstertausch seit 2. Februar 2026 gestoppt, für 2027 wurde eine Neuauflage mit 181 Mio. € für thermische Sanierung angekündigt, die Bedingungen dazu kommen im Herbst 2026. Was sich in Oberösterreich und den anderen Bundesländern aktuell tatsächlich holen lässt, halten wir im Beitrag zur Fenster Förderung in Österreich laufend nach.

Wenn Sie die alten Fenster im Bestandsteil mittauschen, lassen Sie sich diesen Teil getrennt anbieten und getrennt abrechnen. Der Bestand kann förderfähig sein, der Zubau nicht, und die Förderstellen wollen das sauber getrennt in Angebot und Rechnung sehen. Wer das erst bei der Einreichung merkt, darf beim Fensterbauer um eine korrigierte Rechnung bitten.

Fenster für Aufstockung oder Zubau – Jetzt Beratung buchen

Bei einer Aufstockung oder einem Zubau stellt die Wahl der passenden Fenster eine wichtige Entscheidung dar, die sowohl das Design als auch die Energieeffizienz Ihres Hauses beeinflusst. Wenn Sie gerade dabei sind, Ihr Zuhause zu erweitern oder aufzustocken, stehen wir Ihnen als kompetenter Partner zur Seite, um die optimalen Fensterlösungen zu finden.

Unsere Beratung richtet sich an Kunden in Oberösterreich sowie in den angrenzenden Bezirken von Niederösterreich, Salzburg und der Steiermark. Egal, ob Sie Fragen zum Fenstertausch, zur energieeffizienten Planung oder zur idealen Verglasung haben – wir bieten Ihnen eine umfassende Beratung zu unseren Produkten und Möglichkeiten.

Besuchen Sie unseren Schauraum in Gramastetten, um sich persönlich ein Bild von unseren Fenstern zu machen und sich inspirieren zu lassen. Alternativ bieten wir auch Vor-Ort-Termine bei Ihnen zu Hause an, um die Gegebenheiten vor Ort genau zu analysieren und eine auf Ihre Situation abgestimmte Lösung zu finden. Kontaktieren Sie uns einfach unter Tel.: +43 7239 7031 oder senden Sie uns Ihre Anfrage per E-Mail an office@fensterschmidinger.at.

Für noch mehr Flexibilität können Sie über unsere Online-Terminplanung einen Termin direkt buchen. Klicken Sie einfach auf den unten stehenden Button und finden Sie eine Zeit, die Ihnen am besten passt.

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