Steigen oder fallen die Fensterpreise? Wir schätzen die aktuelle Preisentwicklung für Fenster und Türen ein und sagen Ihnen, womit Sie beim Fensterkauf rechnen sollten.
Die Lage am Bau hat sich gedreht. Die Kreditzinsen sind wieder gesunken, die Banken vergeben leichter Wohnkredite und die Zahl der Baubewilligungen steigt erstmals seit Jahren wieder. Das belebt die Nachfrage nach Fenstern und Türen spürbar.
Gleichzeitig ziehen die Kosten für Glas, Material und Montage wieder an. Viele Hersteller haben ihre Kapazitäten in den schwachen Jahren 2023 bis 2025 zurückgefahren. Steigt die Nachfrage jetzt, treffen mehr Aufträge auf weniger Kapazität.
Doch wie wirken sich diese Vorzeichen auf die Fensterpreise aus, steigen oder fallen sie?
Wir wagen eine Prognose für die Preise von Fenstern und Türen. Als Zusatz finden Sie Spartipps für Ihren nächsten Fensterkauf.
✎ Preisentwicklung bei Fenstern – steigen oder fallen die Preise?
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Inhaltsverzeichnis
Die österreichische Bauwirtschaft hat ihre Talsohle durchschritten. Nach drei schwierigen Jahren rechnen die Wirtschaftsforscher für 2026 wieder mit einem leichten Wachstum am Bau. Die Baubewilligungen sind erstmals seit fünf Jahren gestiegen, die Zinsen deutlich gesunken und die Kreditvergabe ist nicht mehr so streng wie in den Vorjahren.
Für Fensterkäufer bedeutet das eine neue Ausgangslage. Die Rabatte aus den Krisenjahren, als viele Auftragsbücher leer waren, laufen aus.
Auf der Kostenseite bleibt der Druck hoch. Glas ist energieintensiv in der Herstellung, die jährlichen Lohnabschlüsse verteuern die Montage und die geopolitische Lage wirkt sich auf Rohstoffe und Transport aus.
Wir rechnen deshalb damit, dass die Fensterpreise im Jahresverlauf wieder anziehen. Wer einen Fenstertausch plant, sollte mit dem Kauf eher nicht auf sinkende Preise spekulieren.

Wer den Fenstertausch früh im Jahr plant, verhandelt meist bessere Konditionen. In den auslastungsschwachen Monaten Jänner bis März geben viele Fensterfirmen Preisnachlässe weiter.
Ein kurzer Blick zurück hilft beim Einordnen. Zwischen 2021 und 2022 sind die Fensterpreise wegen hoher Rohstoff- und Energiekosten stark gestiegen. 2023 folgte eine Korrektur um 5 bis 8 %, danach blieb der Markt zwei Jahre lang weitgehend stabil.
2026 dreht sich das Bild. Über das Jahr gesehen erwarten wir einen Preisanstieg von rund 8 %. Die Nachfrage zieht an, während Glas, Beschläge und Dichtungen teurer werden. Dazu kommen die Lohnerhöhungen, die sich direkt in den Montagekosten niederschlagen.
Der Saisoneffekt bleibt aber bestehen. In den nachfrageschwachen Wintermonaten kalkulieren viele Betriebe schärfer, ab dem Frühjahr ziehen die Preise erfahrungsgemäß an. Wer zeitlich flexibel ist, plant den Fenstertausch deshalb antizyklisch.
Daher empfehlen wir, den Fenstertausch nicht auf die lange Bank zu schieben. Nutzen Sie die Gelegenheit, mehrere Angebote zu vergleichen und hart zu verhandeln, um das eine oder andere „Zuckerl“ noch geschenkt zu bekommen. Welche Zuschüsse Sie aktuell zusätzlich abholen können, zeigen wir Ihnen weiter unten im Kapitel über die Förderungen.

Wie geht es mit den Fensterpreisen weiter? Wir rechnen 2026 mit steigenden Preisen. Wer den Fenstertausch plant, sichert sich die aktuellen Konditionen am besten zeitnah.
»Jeder Krämer lobt seine Ware« lautet schon ein altes Sprichwort, aber man soll nicht immer die erstbeste Katze im Sack kaufen. Nachstehend möchten wir Ihnen einige Erfahrungen ans Herz legen, die Sie bei der Auswahl Ihres Fensteranbieters anwenden sollten, damit Sie mit gutem Gewissen und einem optimalen Preis-Leistungs-Verhältnis Ihre Fenster kaufen.
Wenn Sie Ihre Fenster auch durch eine Fachfirma montieren möchten, suchen Sie sich einen Anbieter in Ihrer Nähe. Man muss auch an die Zeit nach dem Fenstereinbau rechnen, in zwei, zehn oder mehr Jahre müssen Ihre Fenster auch noch funktionieren und eine Firma in der Nähe ist schneller greifbar, falls ein Serviceeinsatz oder eine Reparatur am Fenster erforderlich ist.
Machen Sie sich Gedanken, wie der Zustand nach dem Fenstertausch sein soll. Welche Anforderungen sollen die Fenster erfüllen. Wärmedämmung, Schalldämmung, Natürlichkeit, Sicherheit und viele weitere Wünsche gibt es an Fenstern.
Je mehr Sie sich darüber informieren und nachdenken, desto genauer weiß die Fensterfirma, was sie Ihnen anbieten kann. Aber nicht nur an produktspezifische Dinge denken, sondern auch was den Ablauf und die Montage betrifft. Wollen Sie mit eigenen Fenstermonteuren arbeiten, die bei der Firma angestellt sind oder wollen Sie ein externes Montageunternehmen – mit allen Vor- und Nachteilen?

Überlegen Sie vor dem Fenstertausch, was Ihnen wichtig ist. Wärmedämmung, Schallschutz, Sicherheit und die Frage, wer die Montage übernimmt, gehören auf Ihre Liste.
Die Fachausdrücke in einem Fensterangebot sind nicht von schlechten Eltern. Ug, Uw, G-Wert, DK und unzählige weitere machen den Angebotsvergleich zu einer schwierigen Angelegenheit.
Aber unsere Empfehlung ist es, dass Sie sich die Zeit nehmen und sich hineinfuchsen in die Welt der Fensterbegriffe. Holen Sie sich mindestens drei Angebote ein. Notieren Sie Fragen auf den Angeboten, prüfen Sie, ob die gleichen Leistungen, Materialien, ähnliche Maße auch tatsächlich angeboten sind und ob es sich um ein Festpreisangebot handelt oder ob der Montageaufwand nach tatsächlichen Stunden abgerechnet wird.
In unserer über 45-jährigen Erfahrung sind uns hier schon einige Verwechslungen untergekommen und es wurde nicht Äpfel mit Äpfel, sondern Äpfel mit Birnen verglichen. So vergaß etwa der Mitbewerber die Demontage und Entsorgung der alten Fenster anzubieten oder er hatte sogar auf die ÖNORM B5320-Montage verzichtet, was dem Kaufinteressenten im Nachhinein viel Ärger und Kosten verursacht hatte.
Informieren Sie sich über den Fensteranbieter und befragen Sie Freunde und Verwandte nach ihrer Zufriedenheit mit den Fenstern und dem Ablauf. Vertrauen Sie darauf, dass Ihre Freunde und Bekannten Ihnen nur das Beste wünschen und Sie wahrscheinlich nicht an einen unprofessionellen Fensteranbieter verweisen werden.
Sie können die Meinung zusätzlich über Empfehlungen in vielen Foren, Bewertungsplattformen und auf Google absichern. Nehmen Sie sich die Zeit, die Erfahrungsberichte über die Firmen im Detail durchzulesen und erkennen Sie das Muster in der Arbeitsweise der Firma. Man bekommt hier einen guten Einblick darüber, wie gearbeitet wird und wie die Kundenbetreuung auch nach dem Kauf ausschaut.
Natürlich passieren Fehler überall und man sollte sich nicht nur auf die negativen Bewertungen beschränken. Lesen Sie auch die positiven Eindrücke der Bewerter & Bewerterinnen. Es ist wichtig, Klarheit darüber zu gewinnen, bei welchem Anbieter Sie ein besseres Gefühl haben.

Fragen Sie Freunde und Verwandte nach ihren Erfahrungen und lesen Sie Bewertungen im Detail. So finden Sie einen Fensteranbieter, dem Sie vertrauen können.
Wie werden Fenster günstiger? Die Antwort auf diese Frage kann Ihnen auch helfen, das Sparbuch zu schonen, denn es gibt auch teure Ausstattungen, auf die man beim Fensterkauf verzichten kann.
Hier ein paar Einsparpotenzial-Tipps bei der Ausstattung der Fenster:
Extra-Tipp
Offene Kommunikation des Budgetrahmens mit Ihrer Fensterfirma
Beim Planen eines Fenstertauschs ist es üblich, dass Sie als Interessent einen festen Budgetrahmen oder ein Wunschbudget haben, das nicht überschritten werden sollte. Ist Ihnen Ihr Budgetrahmen bekannt, teilen Sie diesen offen mit Ihrer Fensterfirma. Erkunden Sie gemeinsam, welche Möglichkeiten bestehen, das Angebot an Ihren finanziellen Rahmen anzupassen. Oft lassen sich durch wahlweise Ausstattung der Fenstersysteme oder Möglichkeiten zur Mitarbeit bei der Montage Kosten optimieren. Auch der Hinweis auf attraktive Fördermaßnahmen kann finanziell entlasten.

Unsere Infografik fasst die wichtigsten Strategien für den Fensterkauf zusammen. Speichern Sie sich die Übersicht gerne für Ihren Angebotsvergleich ab.
Hauptpreistreiber bei Fenstern ist der Glasanteil. In den letzten Jahren gewinnen großflächige, bodentiefe Fenster sowie XL-Hebeschiebetüren an Beliebtheit. Dies erfordert den Einsatz von Sicherheitsverglasungen und dicken Gläsern. Diese großen Gläser erhöhen die Kosten für das Bauvorhaben um tausende Euro verglichen mit kleineren, „normalen“ Fenstern.
Ein weiterer Kostenfaktor ist die Beschattung solch großer Fenster und Türen. Die schnelle Aufheizung der Räume im Sommer macht eine außen angebrachte Beschattung dazu auch notwendig. Da diese oft motorisiert sind und eine Sonnen- und Windwächterfunktion bieten, entstehen Kosten, die anfangs oft nicht eingeplant wurden.
Das Rahmenmaterial der Fenster ist ebenfalls ein Preistreiber. Der Trend geht zu individueller Farbgestaltung und Materialien wie Kunststoff-Aluminium oder Holz-Alu, was die Preise im Vergleich zu Kunststofffenstern deutlich erhöht.
Auch hochwertige Nebeneingangstüren aus Alu beeinflussen den Preis erheblich. Im Gegensatz zu Kunststoff-Nebentüren, die früher beliebt waren, bieten Aluminiumtüren eine höhere Robustheit und Langlebigkeit. Da sollte man also nicht sparen.
Einen Teil dieser Mehrkosten federn Sie mit Förderungen ab. Welche Zuschüsse aktuell laufen, zeigen wir Ihnen im nächsten Kapitel.
Hinweis: Auch die Wartung der Fenster sollte bedacht werden. Wenn ein Glas nach 10 Jahren „blind“ wird und es eine großflächige Verglasung ist, dann können schon mal einige tausende Euro an Tauschkosten dazukommen. Dies haben Sie bei kleineren Fenstern nicht so stark.

Vier Faktoren treiben die Fensterpreise am stärksten. Große Glasflächen, Beschattung, Rahmenmaterial und hochwertige Nebeneingangstüren schlagen am deutlichsten zu Buche.
Auf Bundesebene gibt es derzeit keinen eigenen Zuschuss für den reinen Fenstertausch. Umso wichtiger sind die Förderungen, die weiterhin laufen.
Das Land Oberösterreich unterstützt die Fenstersanierung. Im Eigenheim sind bis zu 2.250 € drin, in einer Wohnung bis zu 1.000 €. Voraussetzung ist ein U-Wert der neuen Fenster von höchstens 1,1 W/m²K. Außerdem muss die Baubewilligung Ihres Hauses mindestens 20 Jahre zurückliegen. Mit unseren Standardprodukten für den Fenstertausch erreichen Sie die geforderten Werte problemlos.
Dazu kommt die Öko-Sonderausgabenpauschale. Sie bringt bis zu 800 € pro Jahr und Person im Haushalt als steuerliche Entlastung für thermische Sanierungsmaßnahmen.
Die Förderlandschaft ändert sich laufend. Den aktuellen Stand mit allen Voraussetzungen finden Sie in unserem Beitrag Förderungen für Fenster in Österreich. Wir unterstützen Sie auf Wunsch auch bei den Unterlagen für den Antrag.
Neben der Förderung zählt vor allem die Heizkostenersparnis. Neue Fenster mit 3-fach-Verglasung senken die Energieverluste deutlich und steigern den Wohnkomfort Jahr für Jahr.

Förderungen entlasten beim Fenstertausch. In Oberösterreich gibt es im Eigenheim bis zu 2.250 €, in einer Wohnung bis zu 1.000 €. Wir helfen Ihnen gerne beim Antrag.
Die Jahre 2023 bis 2025 zählten zu den härtesten, die die österreichische Bauwirtschaft je erlebt hat. Hohe Zinsen, teure Materialien und eine zurückhaltende Investitionsbereitschaft führten zu zahlreichen Insolvenzen bei Baufirmen und deren Zulieferern.
Mittlerweile hat die Branche die Talsohle durchschritten. Für 2026 erwarten die Wirtschaftsforscher ein leichtes Plus von rund 0,6 % am Bau. Der Wohnungsneubau zieht wieder an, weil die Finanzierungskosten gesunken sind und die Baubewilligungen erstmals seit fünf Jahren steigen.
Der Sanierungsbereich entwickelt sich verhaltener. Der Sparkurs der öffentlichen Hand bremst hier die Dynamik. Trotzdem bleibt der Fenstertausch eine der gefragtesten Maßnahmen, weil er vergleichsweise rasch umgesetzt ist und die Heizkosten sofort senkt.
Für die Fensterpreise bedeutet die anziehende Baukonjunktur vor allem eines. Die Nachfrage steigt, und mit ihr steigen erfahrungsgemäß die Preise.

Die Baukonjunktur beeinflusst die Fensterpreise direkt. Zieht der Bau an, steigen erfahrungsgemäß auch die Preise für Fenster und Türen.
Wir erwarten auch über 2026 hinaus moderat steigende Fensterpreise. Eine Rückkehr zu den Tiefstpreisen der Krisenjahre ist aus heutiger Sicht unwahrscheinlich.
Ein wesentlicher Preistreiber bleibt der Fachkräftemangel samt steigenden Lohnkosten. Der Kampf unter den Fensteranbietern um Fenstermonteure wird immer härter, und man muss für gute Monteure schon tiefer in die Tasche greifen, was letztendlich zu höheren Montagekosten führen wird.
Auch die geopolitische Lage bleibt ein Unsicherheitsfaktor. Sie kann die Preise für Rohstoffe, Glas und Transport jederzeit in beide Richtungen beeinflussen.
Warten zahlt sich aus unserer Sicht deshalb nicht aus. Wer den Fenstertausch jetzt angeht, sichert sich die aktuellen Konditionen und spart ab dem ersten Winter Heizkosten.

Steigende Löhne und der Fachkräftemangel treiben die Montagekosten weiter nach oben. Wer früher tauscht, sichert sich die aktuellen Konditionen.
… Sie haben eine Frage zum Thema? Senden Sie uns einfach eine E-Mail und wir werden Ihnen dann umgehend unsere Antwort mitteilen!
Mit den aktuellen Trends und Prognosen im Hinterkopf ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um Ihr Fensterprojekt zu starten.
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