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UV-Durchlässigkeit von Fenstern

G-Werte und UV-Schutz aller gängigen Glasarten im Überblick

Normales Fensterglas lässt bis zu 60 % der UV-A-Strahlung in den Raum. Verbundsicherheitsglas blockt dagegen 96 bis 98 %.

Welche Verglasung Sie im eigenen Haus brauchen, hängt vom Raum, der Himmelsrichtung und der Einrichtung ab. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen die UV-Werte der gängigsten Glasarten nach ÖNORM EN 410, erklären die Unterschiede zwischen UV-A, UV-B und UV-C und geben konkrete Empfehlungen für Dachfenster, Südseite, Wintergarten und Wohnräume.

Hinter dem Thema steht eine einfache Frage: Wie viel Ultraviolett-Strahlung kommt durch die Scheibe in den Wohnraum? UV-Strahlung steht in Verbindung mit Sonnenbrand, Hautkrebs und Ausbleichen von Möbeln und Böden. Gleichzeitig ist sie in Massen nützlich, weil sie die körpereigene Vitamin-D-Bildung unterstützt. Die richtige Verglasung findet einen guten Mittelweg.

UV-Durchlässigkeit von Fenstern – worauf Sie achten sollten

  • Wieviel kommt durch? Floatglas lässt bis zu 60 % UV-A durch, 3-fach-Verglasung deutlich weniger, Verbundsicherheitsglas nur 2 bis 4 %.
  • Schutz für Möbel und Böden. UV-Strahlen bleichen Textilien, Holz und Bodenbeläge langfristig aus. Bei grossen Glasflächen besonders relevant.
  • Was hilft? Sonnenschutzglas, UV-Beschichtungen oder nachträgliche Folien. Auch Aussenbeschattung ist eine gute Alternative.
  • Unverbindlich beraten lassen. Wir schauen uns Ihre Situation im Schauraum oder vor Ort an, ohne Verkaufsdruck.

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Inhaltsverzeichnis

Was bedeutet UV-Durchlässigkeit von Fensterglas?

Jenseits des für das menschliche Auge sichtbaren Lichts mit einer Wellenlänge zwischen 380 und 780 nm enthält das Sonnenlicht für uns unsichtbare Anteile, die sogenannte ultraviolette Strahlung. Ihre Wellenlänge liegt zwischen 100 und 380 nm. Abhängig von der Beschaffenheit und der damit verbundenen Durchlässigkeit des Fensterglases dringt ein bestimmter Anteil der UV-Strahlung hindurch.

Einen Überblick über die Transmission des Fensterglases für UV-Strahlung gibt die ÖNORM EN 410 zur Bestimmung der lichttechnischen und strahlungsphysikalischen Kenngrößen von Verglasungen in Gebäuden.


UV-Strahlung und ihre Auswirkung auf die Einrichtung und das Raumklima

Die UV-Strahlung ist unterteilt in Licht unterschiedlicher Wellenlängen. Sehr kurzwellig und energiereich sind die UV-C-Strahlen, die die Ozonschicht abschirmt, weshalb diese Strahlung nicht auf die Erdoberfläche gelangt.

Die ebenfalls kurzwellige und energiereiche UV-B-Strahlung dagegen passiert teilweise, nämlich zu ungefähr zehn Prozent, die Ozonschicht.

Die langwelligere UV-A-Strahlung gelangt zu einem sehr hohen Anteil von etwa 95 Prozent auf die Erde. Abhängig davon, ob der Himmel wolkenlos oder bedeckt ist, ist der Anteil ein wenig geringer oder erreicht sogar nahezu 100 Prozent.

UV-B-Strahlen sind ebenso wie UV-A-Strahlen wichtig für den Organismus, da sie die Bildung von Vitamin D anregen und stimmungsaufhellend wirken. Darüber hinaus bieten sie bis zu einem gewissen Grad einen natürlichen Schutz gegen Sonnenbrand.


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Auswirkungen der UV-Strahlung auf die Inneneinrichtung

UV-Strahlen sind in der Lage, textile Fasern des Mobiliars zu durchdringen und die Farbpigmente zu zerstören. So kommt es zum gefürchteten Ausbleichen von Polstermöbeln, Vorhängen, Holzböden und Teppichen, wenn diese über mehrere Monate oder Jahre hinweg dem Sonnenlicht zu stark ausgesetzt sind.

Massive Holzmöbel, auf die laufend eine intensive UV-Strahlung einwirkt, werden im Laufe der Zeit sogar brüchig, da die elektromagnetischen Wellen die Strukturen im Kernholz angreifen.

Nahaufnahme eines Holzbodens mit Blick auf bodentiefe Fenster - symbolisiert die Gefahr von UV-bedingtem Ausbleichen durch starke Sonneneinstrahlung.

UV-Strahlung kann Holzböden mit der Zeit sichtbar ausbleichen. Besonders bei starker Sonneneinstrahlung verlieren natürliche Materialien wie Holz an Farbe und Struktur – langfristig leidet nicht nur die Optik, sondern auch die Substanz.

Qualität und Gesundheit des Raumklimas

Eine zu intensive UV-Einstrahlung durch Fensterscheiben wirkt sich auch auf die Qualität des Raumklimas aus.

Abhängig von der UV-Durchlässigkeit des Fensterglases ist ein gewisser Grad der Aufheizung der Räume zu erwarten. Insbesondere in den Sommermonaten ist in Zimmern auf der Südseite eines Gebäudes auf einen ausreichenden UV-Schutz zu achten. Einscheibenglas oder Einscheibensicherheitsglas (ESG) sind hier denkbar ungeeignet. Denn beide Arten der Fensterverglasung besitzen eine hohe Durchlässigkeit für die relativ langwellige, hautschädigende UV-A-Strahlung von etwa 60 Prozent. Besser ist es daher, Scheiben zu wählen, die einen gewissen Anteil der Strahlung herausfiltern, ohne jedoch den Raum zu stark zu verdunkeln.

Mit solchen Fenstern beugen Sie einer Überhitzung des Raumes vor. Ein positiver Nebeneffekt ist beim Einsatz einer strahlungsreflektierenden, -absorbierenden oder getönten Sonnenschutzverglasung eine Reduktion der Blendung durch das Sonnenlicht.

Eine zu intensive UV-Einstrahlung durch Fensterscheiben wirkt sich auch auf die Qualität des Raumklimas aus und beeinflusst das Wohlbefinden.

Eine Frau sitzt entspannt in einem hellen Sessel, lehnt sich zurück, schließt die Augen und genießt sichtbar das angenehme Raumklima.

Beim Fensterkauf auf UV-Durchlässigkeit achten

Achten Sie beim Fensterkauf auf eine verringerte UV-Durchlässigkeit, die dem Schutz der Inneneinrichtung dient. Die Auswahl der geeigneten Fensterverglasung für jeden Raum erhält zudem das ganze Jahr ein gesundes Raumklima und eine hohe Energieeffizienz aufrecht. Lassen Sie sich unbedingt bei einem persönlichen Beratungstermin beraten. Hier wird auf die Wohnsituation eingegangen und so findet man das richtige Glas für Ihre Bedürfnisse.


Schutz von Mobiliar, Wohntextilien und Bodenbelägen

Polstermöbel, Wohntextilien und Bodenbeläge vor dem Ausbleichen zu schützen, ist ein bedeutsames Anliegen. Ebenso wichtig ist es, teure Holzmöbel vor Schäden durch eine zu hohe UV-Strahlung zu bewahren. Insbesondere bei liegenden Dachfenstern kommt einem ausreichenden UV-Schutz eine hohe Bedeutung zu. Denn hier strahlt die Sonne noch intensiver ein als durch herkömmliche, senkrecht stehende Wandfenster. Allerdings besitzen auch moderne, wandhohe Fenster eine sehr hohe Lichtdurchlässigkeit. Und oft stehen Sofas in der Nähe der, mitunter wandfüllenden, Fensterfronten.

Wohnzimmer mit großer Fensterfront, Schutz von Mobiliar, Wohntextilien und Bodenbelägen durch Sonnenschutz und UV-Filter.

Wohnzimmer mit großer Fensterfront, Schutz von Mobiliar, Wohntextilien und Bodenbelägen durch Sonnenschutz und UV-Filter.

Energieeffizienz und das Raumklima

Durch die Fenster eindringende UV-Strahlung wird von Wänden und Einrichtungsgegenständen teilweise absorbiert und reflektiert. Der Grad der Absorption und Reflexion und damit die Intensität der Erwärmung der Raumluft hängt von der Farbe und den Materialien der Möbel, Wände und Böden ab. Auch die Beschaffenheit, Größe und Farbe der Fenster haben einen Einfluss auf die Wärmeentwicklung im Inneren des Gebäudes. Helle Fenster reflektieren die Strahlung in einem höheren Maße, große Fenster lassen mehr kurzwellige UV-Strahlen ins Innere gelangen. Durch die Reflexion von Bauteilen und der Innenausstattung erfahren die UV-Strahlen eine Umwandlung in eine langwellige Wärmestrahlung. Da diese nicht mehr durch die Glasbarriere nach außen gelangt, erhöht sich die Raumtemperatur umso stärker, je höher die UV-Durchlässigkeit der Fensterscheibe ist. Dies ist im Sommer, insbesondere in Räumen auf der Südseite und bei großflächigen Fensterfronten, ein ernst zu nehmendes Problem.

Im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Energieeffizienz eingesetzte Isolierglasscheiben besitzen eine geringere UV-Durchlässigkeit als Einscheibenglas. Das Isolierglas reduziert somit die Hitzeentwicklung im Sommer, während es im Winter mehr Wärme im Raum hält und zur Senkung des Heizaufwands beiträgt.


Reduktion der UV-Durchlässigkeit beim Fensterglas

Spezielle Beschichtungen auf modernen Fensterscheiben lassen ausreichend sichtbares Tageslicht hindurchscheinen. Die Wellenlängen der UV-Strahlung jedoch dringen nicht ungehindert durch das Glas. Die Beschichtungen absorbieren oder reflektieren sie, sodass sie nicht in den Raum gelangen. Ist ein zusätzlicher UV-Schutz am Fenster gewünscht, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass das Fenster auszutauschen ist. Es reicht oft aus, die Fensterscheibe auszutauschen oder eine Außenbeschattung anzubringen. Sollte das nicht möglich sein, erfüllt eine Nachrüstung mit einer qualitativ hochwertigen Sonnenschutzfolie den gleichen Zweck wie der Einbau einer UV-reduzierenden Verglasung.


UV-Werte der gängigen Glasarten auf einen Blick

Die folgende Übersicht zeigt, wie viel UV-A-Strahlung die jeweilige Verglasung durchlässt und welchen Gesamtenergiedurchlassgrad (G-Wert) sie typischerweise erreicht. Die Werte sind Richtwerte nach ÖNORM EN 410, je nach Hersteller und Aufbau gibt es Abweichungen.

Glasart UV-A-Durchlässigkeit G-Wert Typischer Einsatz
Floatglas ca. 60 % 0,75 bis 0,87 Altbestand, Innentüren
ESG ca. 60 % 0,70 bis 0,80 Brüstungen, Duschen
2-fach-Iso ca. 50 % 0,65 bis 0,72 Ältere Wohnhäuser, Sanierung
3-fach-Iso ⭐ ca. 40 % 0,50 bis 0,55 Neubau, Sanierungsstandard
VSG 2 bis 4 % 0,40 bis 0,70 Dachverglasung, Absturzsicherung
Low-E mit UV ca. 30 bis 40 % ab 0,73 Wärmedämmung mit UV-Schutz
Sonnenschutzglas unter 10 % 0,25 bis 0,48 Südseite, Wintergarten, Dachflächenfenster

Je niedriger der G-Wert, desto weniger Strahlungsenergie kommt in den Raum. Für Südseite und Wintergarten empfehlen wir Sonnenschutzglas oder Low-E-Glas mit zusätzlicher UV-Beschichtung. Irrtümer und Änderungen vorbehalten.

Die 3-fach-Isolierverglasung ist heute bei Neubau und Sanierung Standard und bietet einen guten Kompromiss aus Wärmedämmung und UV-Schutz. Wer den UV-Eintrag weiter senken will, etwa bei grossen Südfenstern oder im Wintergarten, greift zu Sonnenschutzglas oder Low-E-Varianten mit zusätzlicher UV-Beschichtung.


UV-Durchlässigkeit verschiedener Verglasungsarten

Die UV-Durchlässigkeit von Fenstern hängt vom Aufbau und der Materialzusammensetzung ab. Der Gesamtenergiedurchlassgrad, kurz G-Wert genannt, gibt an, in welchem Maße UV-Strahlung durch die Fensterscheibe dringt. Ein Wert von 1 steht für eine Durchlässigkeit von 100 %. Je kleiner der Wert ist, umso mehr Strahlung schirmt das Fenster ab. Ein G-Wert von 0,65 besagt beispielsweise, dass noch 65 % der UV-Strahlung durch die Scheibe hindurchdringt. Anhand einiger ausgewählter Glasarten veranschaulichen wir nachfolgend, wie hoch ihre Schutzwirkung gegen die UV-Einstrahlung ist.

Das Prinzip der UV-Durchlässigkeit: Reflexion, Absorption und Transmission bestimmen, wie viel UV-Strahlung in Ihre Räume gelangt.

Das Prinzip der UV-Durchlässigkeit: Reflexion, Absorption und Transmission bestimmen, wie viel UV-Strahlung in Ihre Räume gelangt.

Neben dem G-Wert, der den Gesamtenergiedurchlass des Fensterglases (einschließlich sichtbarem Licht und Infrarot) beschreibt, spielt auch der U-Wert – der die thermische Isolation angibt – eine wichtige Rolle. Moderne Verglasungssysteme kombinieren oft Technologien wie Low-E-Beschichtungen und spezielle Sonnenschutzbeschichtungen, um nicht nur die UV-Durchlässigkeit zu senken, sondern auch den Wärmeverlust zu minimieren. Diese Synergieeffekte sorgen dafür, dass sowohl im Sommer ein behagliches Raumklima als auch im Winter eine effiziente Wärmedämmung gewährleistet sind.

UV-Durchlässigkeit von Fenstern beeinflusst Licht- und Wärmeeintrag und wird durch Verglasung und Beschichtung reguliert.

Die UV-Durchlässigkeit von Fenstern hängt vom Aufbau und Material ab. Der G-Wert beschreibt den Gesamtenergiedurchlass (UV, Licht, Infrarot), moderne Verglasungen nutzen Low-E-Beschichtungen und Sonnenschutz für UV-Schutz und thermische Isolation, um Raumklima und Wärmedämmung effizient sicherzustellen.

Floatglas (Kalk-Natron-Silikatglas) und Einscheibensicherheitsglas (ESG)

Die heute kaum noch verwendete Einfachverglasung mit Kalk-Natron-Silikatglas weist eine sehr hohe Durchlässigkeit für UV-A- und UV-B-Strahlung auf. Ihr G-Wert liegt bei 0,87 bis 0,75. Eine ganz ähnliche Durchlässigkeit zeigt das Einscheibensicherheitsglas aus thermisch vorgespanntem Kalk-Natron-Glas. Eine 2-fach-Floatglasscheibe besitzt einen etwas geringeren G-Wert von 0,72 bis 0,65. Bei einer 3-fach verglasten Scheibe sinkt der Wert auf bis zu 0,55.

Nahaufnahme von Floatglas - Kalk-Natron-Silikatglas mit hoher UV-Durchlässigkeit, wie bei ESG; G-Wert bis zu 0,87 bei Einfachverglasung.

Nahaufnahme von Floatglas – Kalk-Natron-Silikatglas mit hoher UV-Durchlässigkeit, wie bei ESG; G-Wert bis zu 0,87 bei Einfachverglasung.

Verbundsicherheitsglas (VSG)

Verbundsicherheitsglas aus mindestens zwei Flachglasscheiben, die mit einer Folie aus Polyvinylbutyral (PVB) miteinander verklebt sind, lässt weniger UV-Strahlung hindurch als Floatglas und ESG. Die Folie blockiert einen hohen Anteil der UVA-Strahlung, wohingegen UV-B-Strahlung weiterhin durch die Scheibe dringt.


Isolierglas

Der Zweck von Isolierglas ist eine Kombination aus Sonnenschutz und der Reduktion von Wärmeverlusten. Im Scheibenzwischenraum oder auf der Außenseite der Innenscheibe schützt eine Metallbeschichtung vor dem Austritt von Wärme. Durch diese Metallbeschichtung wird auch der G-Wert automatisch gesenkt.


Low-E-Glas

Beim Low-E-Glas steht die Reduktion von Wärmeverlusten durch das Auftragen hauchdünner Metallschichten im Vordergrund. Eine zusätzliche Ausrüstung mit einem Sonnenschutz gegen eine Überhitzung in den Sommermonaten ist möglich. Der G-Wert des Low-E-Glases hängt von der konkreten Ausrüstung ab und beträgt in der Regel mindestens 0,73.

Moderne Fassade mit reflektierendem Low-E-Glas zur Reduktion von Wärmeverlusten und möglichem Sonnenschutz bei hoher Energieeffizienz.

Moderne Fassade mit reflektierendem Low-E-Glas zur Reduktion von Wärmeverlusten und möglichem Sonnenschutz bei hoher Energieeffizienz.

Reflektierende, absorbierende oder getönte Sonnenschutzgläser

Einen hohen Schutz vor UV-Einstrahlung bieten spezielle Sonnenschutzgläser. Die Scheiben sind mit Folien oder Beschichtungen versehen, die einen hohen Strahlungsanteil reflektieren oder absorbieren. Auch eine Tönung der Scheibe hält einen hohen Anteil der UV-Strahlung zurück. Es gibt auch Varianten von Sonnenschutzfenstern, bei denen zwischen den Scheiben automatisch zu steuernde Jalousien oder Textilrollos integriert sind. Dadurch ist der Lichteinfall besser regulierbar als bei den anderen Varianten der Sonnenschutzfenster. Bei geringem Sonneneinfall wird es dann im Raum nicht ganz so dunkel. Der G-Wert der Sonnenschutzfenster liegt, je nach Ausstattung, nur noch bei 0,48 bis 0,25.


UV-Schutz im Wintergarten und Sommergarten

Im Wintergarten wird das Thema UV-Schutz besonders heikel. Die Sonne trifft nicht nur seitlich durch Fenster, sondern von oben durch das Glasdach. Der Einstrahlungswinkel ist steiler, die Fläche ist grösser, und der Raum wird in kurzer Zeit stark aufgeheizt. Wer dort Möbel, Textilien oder Pflanzen stehen hat, merkt schnell, wie viel die Glaswahl ausmacht.

Für das Glasdach selbst ist Verbundsicherheitsglas (VSG) Pflicht, das ist in Österreich durch die ÖNORM B 3716 geregelt. VSG blockt bauartbedingt schon 96 bis 98 % der UV-A-Strahlung, was beim Dach ein Glücksfall ist. Für die senkrechten Seitenwände bleibt die Wahl offener.


Unsere Empfehlungen für den Wintergarten

Beim Glasdach setzen wir je nach Ausrichtung auf VSG mit zusätzlicher Sonnenschutzbeschichtung. Bei Süd- und Westausrichtung empfehlen wir ein selektives Sonnenschutzglas mit einem G-Wert von 0,30 bis 0,40. Das reduziert den Wärmeeintrag deutlich und lässt trotzdem genug Tageslicht in den Raum. Bei Nord- oder Ostausrichtung reicht oft Standard-VSG mit Low-E-Beschichtung.

Bei den Seitenwänden ist eine 3-fach-Isolierverglasung mit UV-Beschichtung in den meisten Fällen die richtige Wahl. Wer ganzjährig im Wintergarten wohnen will, braucht ohnehin diesen Dämmstandard. Auf der Südseite kann das Glas zusätzlich als Sonnenschutzvariante ausgeführt werden.

Beim Sommergarten sind die Anforderungen niedriger, weil der Raum meist unbeheizt ist. Trotzdem lohnt sich ein UV-schützendes Glas, weil Textilsofas und Holzböden auch im Sommergarten ausbleichen. Hier reicht oft eine 2-fach-Verglasung mit UV-Beschichtung.


Beschattung nicht vergessen

Ein gutes UV-Glas ersetzt keine Beschattung, es ergänzt sie. Bei Süd- und Westlagen ist eine Aussenbeschattung mit Raffstore oder Senkrechtmarkise fast immer sinnvoll, weil sie die Sonne stoppt, bevor sie überhaupt auf das Glas trifft. Innenliegende Plissees oder Rollos sind eine Option, wenn die Aussenbeschattung technisch nicht möglich ist, der Kühleffekt ist aber deutlich geringer.

Mehr zu den konkreten Planungsdetails finden Sie in unseren Ratgebern zu Wintergärten und Sommergärten.

Das richtige Glas für Ihren Wintergarten hängt von Ausrichtung, Nutzung und Budget ab. Eine Vor-Ort-Beratung klärt das in 30 Minuten.


Möglichkeiten zur Verbesserung des UV-Schutzes am Fenster

Zur Senkung der UV-Durchlässigkeit des Fensters gibt es mehrere denkbare Varianten. Die aufwendigste Form des kompletten Fensteraustausches lohnt sich nur, wenn ohnehin ein Sanierungsbedarf besteht. Alternativ ist oft der reine Austausch der Fensterscheibe denkbar. Den geringsten Aufwand verursacht eine Nachrüstung mit Zusatzbeschichtungen oder Technologien, die den UV-Schutz verbessern – wie etwa das Aufbringen einer Sonnenschutzfolie. Diese Variante empfiehlt sich, wenn ein Fenster noch relativ neu ist und sich ein zusätzlicher UV-Schutz als sinnvoll erweist.


Beschichtungen zur Verringerung der UV-Durchlässigkeit

Mit einer einfach durchzuführenden Nachrüstung mit einer UV-Schutzfolie erzielen Sie eine merkliche Erhöhung des UV-Schutzes. Sie lässt sich außen oder innen anbringen und reduziert nicht nur die UV-Einstrahlung, sondern auch Blendungen durch das Sonnenlicht, was in Räumen auf der Südseite im Sommer den ganzen Tag über eine Entlastung bringt. Die Folien sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung, sind selbst anzubringen und haben eine Haltbarkeit von 10 bis 15 Jahren.


Sonnenschutzvorrichtungen als Alternative oder Ergänzung

Eine Alternative oder Ergänzung zur Ausrüstung des Fensters mit einem UV-Schutz sind herkömmliche Sonnenschutzvorrichtungen wie Rollläden, Jalousien, Raffstores und Markisen. Bei einer Montage von Jalousien oder Raffstores auf der Innenseite des Fensters ist eine Anpassung an den Einrichtungsstil möglich. Jedoch schützt die innenliegende Beschattung nicht effektiv vor Hitze.

Im Vergleich zur UV-Schutzausrüstung der Glasscheibe ist die Lichtdurchlässigkeit mit diesen Sonnenschutzvarianten nicht generell eingeschränkt, was sich im Winter, gerade in dunkleren Räumen, als vorteilhaft erweist.

Das Bild zeigt ein modernes Einfamilienhaus mit geschlossenen Rollläden an allen Fenstern. Die grauen Sonnenschutzvorrichtungen dienen als effektiver Hitzeschutz und können sowohl außen als auch innen montiert werden.

Sonnenschutzvorrichtungen wie Rollläden, Raffstores oder Markisen schützen effektiv vor Hitze und Sonnenstrahlung. Sie sind eine ideale Ergänzung oder Alternative.

Auf CE-Zertifizierung achten

Eine CE-Kennzeichnung ist für Fenster gemäß der Norm EN 14351-1 schon seit 2006 verpflichtend. Sie bescheinigt die Übereinstimmung mit europäischen Normen. Fenster, die diese Kennzeichnung nicht enthalten, dürfen nicht mehr eingebaut werden. Die Kennzeichnung sollte auf dem Fenster angebracht oder aus einer Dokumentation in der Rechnung oder im Lieferschein ersichtlich sein.

Auf CE-Zertifizierung achten zeigt CE-Kennzeichnung an einem modernen Fensterrahmen als Nachweis der europäischen Normkonformität.

Die CE-Zertifizierung kennzeichnet Fenster, die europäischen Normen entsprechen. Sie ist Pflicht seit 2006 und muss auf dem Produkt, in der Rechnung oder den Lieferpapieren eindeutig erkennbar sein.

Vorteile und mögliche Nachteile des UV-Schutzes am Fenster

Mit dem Einbau von UV-reduzierendem Glas schützen Sie die Innenraumfarben sowie Möbel vor dem Ausbleichen. Das gilt sowohl für Einrichtungsgegenstände als auch für Wandfarben und Bodenbeläge. Zudem sind Möbel und Bodenbeläge aus Holz vor einer Schädigung durch eine lang anhaltende, intensive UV-Einstrahlung bewahrt. Der Einbau von Fensterglas mit einer geringen UV-Durchlässigkeit ist daher ein wesentlicher Beitrag zum langfristigen Werterhalt der Immobilie.

Nachteilig ist die vielfach reduzierte Lichtdurchlässigkeit. Hier erweisen sich Low-E-Glasscheiben mit einem integrierten UV-Schutz als vorteilhaft. Durch die hauchdünne Beschichtung ist die Lichtdurchlässigkeit der Fensterscheiben nicht beeinträchtigt.

Ein weiterer Nachteil sind höhere Anschaffungskosten, insbesondere für hochwirksame Sonnenschutzverglasungen. Sie sind bedingt durch den aufwendigen Herstellungsprozess und eine eventuelle Ausrüstung mit Folien, die die Strahlung absorbieren oder reflektieren, um einiges teurer. Pro Quadratmeter ist mit einem Anschaffungspreis von 50 bis 200 € zu rechnen. Dazu kommen die Kosten für die fachgerechte Montage. Die etwas höheren Ausgaben lohnen sich jedoch, da diese Fenster einen außerordentlich hohen Schutz vor einer schädigenden UV-Einstrahlung gewährleisten.


Praktische Tipps für den Kauf

Sonnenschutzfenster im Dachgeschoss, auf der Südseite, im Wohn- und Arbeitszimmer

Durch liegende Dachfenster tritt die UV-Strahlung in höherem Maße ein als durch senkrecht stehende Wandfenster oder Dachfenster mit Gauben. Denn die Sonnenstrahlen treffen von oben direkt senkrecht auf das Fenster auf. Deshalb ist ein UV-Schutz bei im Dach liegenden Fenstern besonders wichtig. Andernfalls ist die Einrichtung laufend einer zu starken Strahlenbelastung ausgesetzt und nimmt entsprechend Schaden. Zudem ist eine zu starke Aufheizung des Raums im Dachgeschoss zu erwarten, weshalb ein Sonnenschutzfenster, das die UV-Strahlung gut absorbiert oder reflektiert, die richtige Wahl ist. Alternativ sollte man über eine Außenbeschattung für die Dachflächenfenster nachdenken.

Im Sommer hat der UV-Schutz bei Fenstern auf der Südseite eine wesentlich höhere Bedeutung als bei Fenstern, die in anderen Himmelsrichtungen ausgerichtet sind. Denn durch die ganztägige Sonnenexposition auf der Südseite ist eine starke Aufheizung der Räume zu erwarten. Eine Reduktion von Blendeffekten ist in einigen Räumen, wie etwa dem Wohnzimmer in der Nähe des Fernsehers oder im Arbeitszimmer anzustreben. Ein Sonnenschutzglas mit einem niedrigen G-Wert ist hier sehr nützlich.

Ein Dachfenster mit geschlossenem Rollladen auf einem Ziegeldach als Sonnenschutz gegen Hitze und UV-Strahlen.

Sonnenschutz am Fenster im Dachgeschoss auf der Südseite reduzieren UV-Strahlen und verhindert die Aufheizung. Sie schützen die Einrichtung im Wohn- und Arbeitszimmer und verbessern den Wohnkomfort.

Glasarten für Fenster in weiteren Nutz- und Aufenthaltsräumen

In Küchen oder Badezimmern, also Bereichen, die nicht zum dauerhaften Aufenthalt bestimmt sind, sind Fenster mit einer geringeren UV-Filterung in der Regel ausreichend. Hier ist etwa ein auf der Außenseite beschichtetes Isolierglas oder Low-E-Glas eine gute Wahl. Dasselbe gilt in Zimmern, die nur zu bestimmten Tageszeiten einer Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind oder nur über kleine Fenster verfügen.


Sonnenschutz im Louvre

Im Louvre sind die hohen Fenster im Mastaba-Saal mit hellen Innenrollos ausgestattet, die ausreichend Tageslicht hereinlassen. Trotzdem schützen sie die ausgestellten Kunstwerke vor einer Schädigung durch UV-Strahlen und verhindern dadurch eine zu starke Hitzeentwicklung im Saal.

Glas-Pyramiden am Louvre mit Besuchern bei Sonnenschein als Symbol für Sonnenschutz durch moderne Glasarchitektur.

Sonnenschutz im Louvre schützt Kunstwerke im Mastaba Saal vor UV-Strahlen und Hitze. Helle Innenrollos lassen Tageslicht herein und verhindern Schäden durch direkte Sonneneinstrahlung.

Fazit und Ausblick

Kurzwellige und energiereiche UV-B-Strahlung sowie langwellige UV-A-Strahlung aus den Räumen bis zu einem gewissen Grad abzuschirmen ist ein zentrales Anliegen von Bauherrn und Hauseigentümern. Es geht sowohl darum, eine störende Blendung durch das Sonnenlicht abzuschirmen und im Sommer einen Hitzestau in den Innenräumen zu vermeiden als auch Schäden für das Mobiliar auszuschließen. Da Einrichtungsgegenstände, Wohntextilien und Fußbodenbeläge unter dem Einfluss einer langanhaltenden UV-Strahlung ausbleichen, kommt dem UV-Schutz mit dafür geeigneten Fenstern auch in dieser Hinsicht eine hohe Bedeutung zu.


Effektiver UV-Schutz: Blendungsreduktion, Hitzestauvermeidung und Möbelschonung

Verschiedene Verglasungen im Fenster bieten ein unterschiedliches Maß an UV-Schutz, das mit dem G-Wert angegeben ist. Sehr wirkungsvoll sind Sonnenschutzfenster, deren Beschichtung UV-Strahlen absorbiert oder reflektiert, für sichtbares Tageslicht jedoch durchlässig ist. Sie reduzieren die Menge der eintretenden UV-A- und UV-B-Strahlung auf bis zu 25 %. Diese Verglasungen sind in liegenden Dachfenstern und an nicht verschatteten Fenstern auf der Südseite eines Gebäudes sinnvoll. Sie bieten zudem einen hohen Blendschutz in Arbeitszimmern oder Räumen, in denen ein Fernseher steht.

Isolierglas und Low-E-Verglasungen lassen sich mit einer Beschichtung zur Abschirmung von UV-Strahlen ausrüsten und erreichen eine Reduktion der eintretenden UV-Strahlung von mindestens 27 %. Sie kommen in mäßig sonnenbeschienenen Räumen, in der Küche oder im Badezimmer zum Einsatz. Einen nur sehr geringen UV-Schutz bieten Floatglasscheiben und Einscheibensicherheitsgläser. Verbundsicherheitsglas schirmt aufgrund seiner Dicke eine etwas größere Menge der UV-Strahlung ab.

Neben der Schutzverglasung sind Einrichtungen am Fenster denkbar, die die UV-Strahlung abschirmen. Das sind entweder Raffrollos, Rollläden, Jalousien oder Markisen sowie leicht anzubringende Sonnenschutzfolien.

Künftig ist mit einer verbesserten Nanotechnologie die Entwicklung noch effektiverer hauchdünner UV-Schutzbeschichtungen zu rechnen. Smarte Beschichtungen könnten in der Lage sein, sich veränderlich an die Intensität der auftreffenden UV-Strahlung anzupassen. Es ist eine Entwicklung adaptiver elektrochromer, photochromer und thermochromer Gläser zu erwarten, die ihre Lichtdurchlässigkeit, Tönung und Wärmedurchlässigkeit an die Intensität der Sonneneinstrahlung anpassen.


FAQ – Ihre Fragen zum Thema UV-Durchlässigkeit von Fenstern

Ja, moderne Dreifachverglasungen sind heutzutage so zusammengestellt, dass sie sowohl Kälteschutz im Winter als auch Hitzeschutz in der warmen Jahreszeit bieten – und das durch spezielle Beschichtungen auf den einzelnen Glasscheiben.

In der Regel besteht eine Dreifachverglasung aus drei Scheiben, zwischen denen sich zwei mit Edelgas gefüllte Zwischenräume befinden.
  • Die innere Scheibe ist mit einer Low-E-Beschichtung (Wärmeschutzbeschichtung) versehen. Sie reflektiert die Wärme in den Raum zurück und sorgt daher so für einen niedrigen Ug-Wert (z. B. 0,5–0,7 W/m²K) – das ist der eigentliche Kälteschutz.
  • Die äußere Scheibe kann zusätzlich mit einer Sonnenschutz- oder Reflexionsbeschichtung ausgestattet werden, die den Energieeintrag durch Sonnenstrahlen reduziert – das ist der Hitzeschutz. Man muss darauf achten, dass man, wenn man ein Sonnenschutzglas aber einsetzt, auch bei den solaren Gewinnen Abstriche machen muss.
Bietet eine Dreifachverglasung gleichzeitig Hitzeschutz und Kälteschutz – und entstehen diese durch unterschiedliche Beschichtungen der Glasscheiben? Dreifachglas im Profilquerschnitt

Eine Dreifachverglasung bietet sowohl Kälte- als auch Hitzeschutz. Möglich wird das durch Low-E-Beschichtungen für den Wärmerückhalt und optionale Sonnenschutzbeschichtungen zur Reduktion des solaren Energieeintrags.

Hier ist uns keine nähere Information bekannt, ob es eine „Sonnenschutzpaste“ gibt, die dann einen Schutz vor zu viel Sonnenenergie auch wirklich gewährleisten. Für uns stellt sich die Frage, ob man mit solchen Produkten nicht das Glas sogar beschädigt? Wie gesagt, wir haben hier keine Erfahrungen, empfehlen Ihnen aber für den nachträglichen Sonnenschutz eventuell auf spezielle Sonnenschutzfolien zu setzen. Am besten kontaktieren Sie eine Firma, die solche Folierungsarbeiten anbietet.
Gibt es eine Paste oder Beschichtung, die man auf Fensterglas auftragen kann, um die Sonnenwärme zu reduzieren und den Wohnraum kühl zu halten? Sonnenschutzfolie wird am Fenster angebracht

Eine Paste zur Reduktion von Sonnenwärme auf Fensterglas ist nicht bekannt und könnte das Glas sogar schädigen. Für nachträglichen Sonnenschutz werden stattdessen spezielle Sonnenschutzfolien empfohlen, die von Fachbetrieben angebracht werden.

Bei einem normalen 3-fach-Wärmeschutzfenster kommen meistens unter 10 % der UV-Strahlung im Raum an. Die technische Kenngröße dafür heißt τuv (UV-Durchlässigkeit nach DIN EN 410) und liegt bei aktuellen Glasaufbauten oft zwischen 3 und 9 %. Zum Vergleich, was früher durchgelassen wurde. Eine alte Einfachverglasung aus Kalk-Natron-Silikatglas hat rund 75 % der UV-Strahlung durchgelassen, eine 2-fach-Verglasung immer noch ca. 15 bis 25 %.

Warum 3-fach-Glas so viel besser filtert als 2-fach, hat mit dem Aufbau zu tun. Mehr Scheiben bedeuten mehr Material, durch das die Strahlung muss. Dazu kommt die Low-E-Beschichtung (Wärmeschutzbeschichtung), die auf einer der Scheiben sitzt und ihren Teil an UV-Strahlung abfängt. Die Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum ist für den UV-Schutz nebensächlich, beim Wärmeschutz spielt sie die Hauptrolle.

UV ist nicht gleich UV. UV-B, der kurzwellige Anteil, der einem draußen den Sonnenbrand macht, bleibt schon an der ersten Scheibe hängen. Deshalb wird man hinter einem Fenster auch an einem wolkenlosen Sommertag nicht braun. Der Teil, der trotzdem durchs Glas kommt, ist UV-A (315 bis 380 nm). Der ist für den Menschen weniger gefährlich, lässt aber Möbel, Vorhänge, Teppiche und Parkettböden über die Jahre ausbleichen. Ein 3-fach-Fenster reduziert UV-A stark, aber eben nicht vollständig.

Wer den UV-Schutz noch weiter erhöhen will, hat mehrere Möglichkeiten.

Verbundsicherheitsglas (VSG) mit PVB-Folie zwischen den Scheiben filtert die UV-Strahlung fast vollständig, oft auf unter 1 %. Deshalb wird VSG im Museumsbau oder bei wertvollen Einrichtungen oft gezielt eingesetzt, auch wenn der eigentliche Zweck die Sicherheit ist.

Sonnenschutzglas reduziert zusätzlich zur Wärmeeinstrahlung auch den UV-Durchgang. Je nach Glasart liegt die UV-Transmission dann bei 1 bis 5 %.

UV-Schutzfolien können nachträglich auf bestehende Fenster geklebt werden. Gute Folien sperren über 95 % der UV-Strahlung. Das ist eine vergleichsweise günstige Lösung, wenn ein Fenstertausch nicht infrage kommt, die Optik leidet aber etwas und die Folien halten in der Regel nur 10 bis 15 Jahre.

Für Wohnräume mit hochwertigem Parkettboden, Lederpolstern oder wertvollen Gemälden lohnt sich das Gespräch mit uns über die konkrete Verglasung. Bei Sonderanforderungen empfehlen wir oft die Kombination aus 3-fach-Wärmeschutzglas plus Verbundsicherheitsglas auf der Innenseite oder spezielle UV-reduzierte Gläser bestimmter Hersteller.

Bitte beachten Sie, dass die oben angegebenen Informationen je Glashersteller unterschiedlich ausfallen können und diese immer gesondert geprüft werden müssen. Irrtümer und Änderungen vorbehalten!
Ja, hinter einer Fensterscheibe bekommen Sie normalerweise keinen Sonnenbrand. Sonnenbrand macht UV-B, und UV-B kommt durch Glas praktisch nicht durch. Schon die erste Scheibe schluckt den allergrößten Teil. Egal wie lange Sie am geschlossenen Fenster in der Sonne sitzen, die Haut bleibt unversehrt.

Das gilt für alle gängigen Fensterarten in Österreich, von der alten Einfachverglasung bis zur modernen 3-fach-Verglasung. Auch Autofenster und Dachflächenfenster halten UV-B zurück. Sie können also bedenkenlos stundenlang am Wintergartenfenster lesen oder am Küchentisch mit direkter Sonne frühstücken.

Anders sieht es bei UV-A aus (Wellenlänge 315 bis 380 nm). UV-A kommt durchs Glas stärker durch, macht aber keinen Sonnenbrand. Was UV-A macht, merkt man eher über die Jahre. Die Haut altert schneller, Falten bilden sich früher, und in seltenen Fällen fördert UV-A auch bestimmte Hauterkrankungen. Ein Büroangestellter mit Schreibtisch direkt am Südfenster hat über 30 Arbeitsjahre hinweg also schon eine spürbare UV-A-Belastung mitgemacht, auch wenn ihn nie die Sonne gebrannt hat.

Für den Alltagsgebrauch in Wohnräumen oder im Büro ist das kein Grund zur Sorge. Die UV-A-Dosis durchs Fenster ist deutlich geringer als im Freien, und die Haut kommt damit gut zurecht. Problematisch wird es eher bei sehr speziellen Situationen. Im Krankenhaus bei bettlägerigen Patienten am Fenster oder bei Kleinkindern, die viele Stunden am Tag direkt am Fenster liegen, spielt UV-A eine Rolle. Dort wird gelegentlich eine Sonnenschutzfolie oder ein spezielles UV-reduzierendes Glas empfohlen.
Was Bilder und Kunstwerke kaputtmacht, ist vor allem UV-A-Strahlung. Die bringt Farbpigmente zum Ausbleichen, Papier zum Vergilben und Textilien zum Verblassen. Wer Aquarelle, Fotografien, Drucke oder gerahmte Originale im Wohnraum hängen hat, merkt das nach fünf bis zehn Jahren deutlich, wenn die Bilder direkter Sonneneinstrahlung ausgesetzt waren.

Beim Fensterglas sind schon mit ganz normaler 3-fach-Verglasung die meisten UV-Strahlen draußen. Der Durchlass liegt bei 3 bis 9 %, was für die meisten Alltagssituationen reicht.

Kritisch wird es bei wertvollen Originalen oder bei Bildern direkt am Südfenster. Hier kann UV-A auch durch 3-fach-Glas noch spürbare Schäden anrichten, besonders wenn die Sonne viele Stunden pro Tag auf das Bild fällt. Zwei Optionen bringen in dieser Situation einen deutlichen Sprung.

Verbundsicherheitsglas (VSG) mit PVB-Folie reduziert den UV-Durchgang auf unter 1 %. Die Folie zwischen den Scheiben blockiert fast alles, was an UV-Strahlung ankommt. VSG wird eigentlich wegen der Einbruchsicherheit verbaut, ist aber gerade bei Einrichtungen mit wertvollen Möbeln oder Kunst oft die bessere Wahl als normales Wärmeschutzglas.

Sonnenschutzglas filtert UV ebenfalls stark, je nach Glasart auf 1 bis 5 %. Der Vorteil ist, dass Sie gleichzeitig die Hitze im Sommer reduzieren. Der Nachteil ist der leichte Farbstich und die etwas geringere Lichtdurchlässigkeit, was bei der Bildbetrachtung manchmal stört.

Wenn es um Museumsqualität geht, spielt nicht nur das Fensterglas eine Rolle, sondern auch das Glas direkt am Bilderrahmen. Spezialgläser unter dem Namen Museumsglas oder Konservierungsglas filtern UV bis zu 99 % und sind gleichzeitig entspiegelt, damit das Bild ohne Reflexionen betrachtet werden kann. Diese Gläser sind allerdings kein Thema für den Fensterbauer, sondern für den Rahmenmacher oder eine spezialisierte Galerie.

In der Praxis kombiniert man beide Ebenen. Gutes Fensterglas hält den Großteil der UV-Strahlung draußen, und bei besonders wertvollen Stücken kommt zusätzlich hochwertiges Bilderglas direkt an den Rahmen. Wer nur ein paar Fotos im Flur hat, braucht den Aufwand nicht. Wer eine Kunstsammlung besitzt oder Originale geerbt hat, sollte beim Fenstertausch bewusst auf die Verglasung schauen.

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