Über zwei Drittel aller Einbrüche erfolgen über Fenster oder Terrassentüren. Die gute Nachricht. Mit den richtigen Maßnahmen wird aus dem größten Schwachpunkt am Haus ein zuverlässiger Schutz. Wir zeigen Ihnen, was wirklich wirkt und was nur teures Beiwerk ist.
Zuletzt aktualisiert am 13. April 2026 von Florian Schmidinger
Einbruchschutz Fenster ist das Thema, bei dem Hausbesitzer am häufigsten falsch beraten werden. Manche bekommen ein billiges Aufschraubschloss aus dem Baumarkt empfohlen, andere ein Hochsicherheits-RC4-Fenster für ein normales Reihenhaus in einer ruhigen Wohnsiedlung. Beides ist falsch. Die Wahrheit liegt dazwischen, und sie ist überraschend einfach. Mit einer Pilzkopfverriegelung, einem abschließbaren Griff und einer ordentlichen Verglasung erreichen Sie ein Sicherheitsniveau, das den meisten Gelegenheitstätern reicht, um den Versuch nach wenigen Minuten abzubrechen.
Bei Fenster-Schmidinger in Gramastetten beraten wir seit über 45 Jahren Hausbesitzer und Bauherren in Oberösterreich zum Thema Sicherheitsfenster. Wir verkaufen keine Sicherheit, die niemand braucht. Wir zeigen Ihnen, was zu Ihrem Haus, Ihrer Lage und Ihrem Budget passt.
Auf dieser Seite finden Sie alles, was Sie über moderne einbruchhemmende Fenster wissen müssen. Von den RC-Klassen über die wichtigsten Sicherheitsmerkmale bis zu konkreten Preisen und der Frage, wann sich Nachrüsten lohnt und wann ein Komplettaustausch die bessere Wahl ist.
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Wer einbrechen will, sucht den Weg des geringsten Widerstands. Bei einem normalen Einfamilienhaus ist das fast immer ein Fenster oder eine Terrassentür im Erdgeschoss. Die Statistik bestätigt das eindrucksvoll. Über 67 Prozent aller Einbrüche in Privatwohnungen erfolgen über Fenster und Fenstertüren, nur ein kleiner Teil über die Eingangstür.
Der Grund ist einfach. Eine moderne Eingangstür ist heute fast immer mehrfach verriegelt, hat einen massiven Rahmen und ist von der Straße sichtbar. Ein Standardfenster aus den 1980er- oder 1990er-Jahren lässt sich dagegen mit einem einfachen Schraubendreher in unter 10 Sekunden aufhebeln.
Noch ein wichtiger Wert. 80 Prozent aller Einbrüche gehen auf das Konto von Gelegenheitstätern. Das sind keine Profis mit schwerem Werkzeug, sondern Menschen, die nach einer schwachen Stelle suchen. Wenn sie nach 2 bis 3 Minuten keinen Erfolg haben, brechen sie ab.
Genau hier setzt moderner Einbruchschutz Fenster an. Wir müssen den Einbrecher nicht für eine Stunde aufhalten. Drei bis fünf Minuten Widerstandszeit reichen, um die meisten Gelegenheitstäter zur Aufgabe zu bewegen. Genau das leistet ein RC2-zertifiziertes Sicherheitsfenster zuverlässig.

Modernes Einfamilienhaus mit einbruchhemmenden Fenstern. Pilzkopfverriegelung, abschließbare Fenstergriffe und Sicherheitsverglasung bilden zusammen den polizeilich empfohlenen Standard RC2.
Der internationale Standard für einbruchhemmende Fenster und Türen ist die europäische Norm EN 1627. Sie definiert sieben Widerstandsklassen, von RC1N bis RC6. RC steht für Resistance Class, also Widerstandsklasse. Das N bei RC1N und RC2N bedeutet, dass die Klasse ohne durchwurfhemmende Verglasung geprüft wurde. Je höher die Klasse, desto länger und gegen welches Werkzeug das Fenster standhält.
Hier die Übersicht in der Praxis.
RC1N. Grundschutz gegen körperliche Gewalt wie Treten, Schulterstoß oder Hochheben. Kein nennenswerter Schutz gegen Werkzeug. Geeignet für obere Stockwerke ohne mögliche Steighilfe.
RC2N. Schutz gegen Aufhebeln mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher, Zange oder Keil. Widerstandszeit etwa 3 Minuten. Ohne Sicherheitsverglasung. Für Fenster im 1. Stock und höher meistens ausreichend.
RC2. Wie RC2N, aber mit zusätzlicher Sicherheitsverglasung. Das ist die Polizei-Empfehlung für den Privatbereich. Schützt zuverlässig gegen Gelegenheitstäter im Erdgeschoss und ist die häufigste Wahl bei Einfamilienhäusern.
RC3. Schutz gegen einen Täter, der auch mit Brecheisen und einem zweiten Schraubendreher arbeitet. Widerstandszeit etwa 5 Minuten. Sinnvoll bei exponierter Lage, abgelegenen Häusern oder erhöhtem persönlichen Risiko.
RC4. Schutz gegen erfahrene Täter mit Säge, Schlagaxt und Bohrmaschine. Widerstandszeit etwa 10 Minuten. Im Privatbereich nur sehr selten gefragt. Eher für Gewerbe oder besonders schützenswerte Objekte.
RC5 und RC6. Hochsicherheitsbereich für Banken, Forschungseinrichtungen oder Botschaften. Mit Elektrowerkzeugen und Winkelschleifern getestet. Im Wohnbau praktisch nicht relevant.
Die Polizei und das Bundeskriminalamt empfehlen für Einfamilienhäuser im Privatbereich klar RC2. Diese Klasse stoppt den typischen Gelegenheitstäter und ist preislich noch im vernünftigen Rahmen. Wer in einer abgelegenen Lage wohnt, ein freistehendes Haus an einem Waldrand hat oder schon einmal einen Einbruchsversuch erlebt hat, sollte über RC3 nachdenken. Alles darüber ist im normalen Wohnbau Overkill und steht in keinem vernünftigen Verhältnis zum Sicherheitsgewinn.

Die Norm EN 1627 definiert Widerstandsklassen für den Einbruchschutz. Während RC1N Basisschutz bietet, empfehlen Polizei und Experten für Privathaushalte meist RC2. Höhere Klassen wie RC5 oder RC6 sind für Hochsicherheitsbereiche wie Banken oder Botschaften konzipiert.
Was macht ein Sicherheitsfenster eigentlich aus? Es sind drei Bauteile, die zusammenspielen müssen. Fehlt eines davon, bricht die ganze Sicherheitskette zusammen. Wer also ein Sicherheitsfenster kauft, sollte verstehen, was drin steckt und warum jeder einzelne Punkt wichtig ist.
Die Pilzkopfverriegelung ist der wichtigste mechanische Schutz überhaupt. Statt der klassischen Rollzapfen, die sich beim Aufhebeln einfach herausdrücken lassen, verkrallen sich die pilzförmigen Zapfen beim Schließen mit dem Schließblech am Rahmen. Der Effekt ist beeindruckend. Ein Aufhebelversuch mit einem Schraubendreher prallt einfach ab, weil die Pilzköpfe sich nur durch ein Drehen des Griffs lösen lassen. Bei einem mittelgroßen Fenster sind 6 bis 8 Pilzköpfe rundum Standard, bei größeren Elementen entsprechend mehr. Je mehr Verriegelungspunkte ein Fenster hat, desto besser ist der Schutz. Ein Fenster mit umlaufender Pilzkopfverriegelung hält einem Aufhebelversuch deutlich länger stand und ist die Basis jeder ernst gemeinten Sicherheitsausstattung.
Der abschließbare Griff verhindert ein typisches Einbrecher-Manöver. Der Täter schlägt ein kleines Loch in die Scheibe direkt neben dem Griff, greift mit der Hand oder einem Draht hindurch und öffnet das Fenster ganz normal. Mit einem abschließbaren Griff funktioniert dieser Trick nicht mehr. Der Griff lässt sich nur mit dem Schlüssel öffnen, der natürlich nicht im Schloss steckt, wenn niemand zu Hause ist. Diese Maßnahme kostet im Vergleich zur Wirkung fast nichts. Wir empfehlen abschließbare Griffe an allen Fenstern im Erdgeschoss und an leicht zugänglichen Fenstern im 1. Stock, etwa an Garagendächern, Terrassen oder Pergolen.
Das Verbundsicherheitsglas, kurz VSG, besteht aus zwei oder mehr Scheiben, die durch eine reißfeste Kunststofffolie miteinander verklebt sind. Wird die Scheibe eingeschlagen, zerspringt sie nicht in einzelne Scherben, sondern bleibt an der Folie hängen. Der Einbrecher kommt nicht durch und gibt meistens nach wenigen Versuchen auf. Die Klassen nach EN 356 reichen von P1A bis P5A für durchwurfhemmendes Glas und von P6B bis P8B für durchbruchhemmendes Glas. Für den normalen Privatbereich ist P4A oder P5A der Standard. Damit hält die Scheibe einem Steinwurf, einem Hammerschlag und mehreren Versuchen mit einer Axt stand. Wer in einer besonders exponierten Lage wohnt, kann auch P6B in Erwägung ziehen.
Auch der beste Beschlag und das beste Glas nützen nichts, wenn der Rahmen sich aus dem Mauerwerk drücken lässt. Bei zertifizierten RC-Fenstern ist der Rahmen statisch verstärkt und mit speziellen Befestigungspunkten am Mauerwerk verankert. Hier zeigt sich auch, warum die Montage über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Selbst das beste Sicherheitsfenster verliert seine Schutzwirkung, wenn die Verankerung nicht den Vorgaben entspricht. Mehr dazu im Abschnitt zur Montage weiter unten.
Das ist die Frage, die wir in Beratungsgesprächen am häufigsten hören. Die ehrliche Antwort hängt vom Zustand und Alter Ihrer bestehenden Fenster ab. Wir geben Ihnen drei klare Faustregeln aus über 45 Jahren Praxis in Oberösterreich.
Faustregel 1. Fenster jünger als 15 Jahre und in gutem Zustand. Hier lohnt sich Nachrüsten in den meisten Fällen. Pilzkopfverriegelungen lassen sich auf vielen modernen Beschlagsystemen nachrüsten, abschließbare Griffe sind ohnehin schnell getauscht. Mit einem Aufwand von rund 200 bis 300 € pro Fenster bekommen Sie einen deutlichen Sicherheitsgewinn, ohne dass Sie das gesamte Fenster ersetzen müssen.
Faustregel 2. Fenster zwischen 15 und 25 Jahren oder mit erkennbarem Verschleiß. Hier wird die Rechnung schwierig. Die alten Beschläge sind oft nicht mehr für moderne Pilzkopfsysteme ausgelegt, die Dichtungen sind spröde, der Wärmedurchgang ist hoch. In dieser Altersklasse lohnt sich der Tausch fast immer doppelt, weil Sie gleichzeitig Heizkosten sparen und ein zertifiziertes Sicherheitsfenster bekommen.
Faustregel 3. Fenster älter als 25 Jahre. Komplettaustausch ohne Diskussion. Diese Fenster sind energetisch ohnehin am Ende, die Beschläge sind veraltet, und eine seriöse Nachrüstung mit modernem Sicherheitsstandard ist meistens nicht mehr möglich. Wer hier nur nachrüstet, wirft das Geld zum Fenster hinaus.
Wichtiger Praxis-Hinweis
Nachrüstung immer durch den Original-Hersteller
Wenn Sie Pilzkopfverriegelungen oder andere Sicherheitsbauteile nachrüsten lassen wollen, sollten Sie das immer von der Firma machen lassen, die Ihre Fenster ursprünglich geliefert hat. Der Grund ist einfach. Beschlagsysteme verschiedener Hersteller sind nicht untereinander kompatibel. Wer einen Fremdbeschlag in ein bestehendes System einsetzt, riskiert Funktionsstörungen, Spannungen im Rahmen und im schlimmsten Fall einen kompletten Verlust der Sicherheitsfunktion. In der Praxis sehen wir das immer wieder bei Kunden, die im Internet günstig nachgerüstet haben und deren Fenster danach schwer schließen oder sich sogar leichter aufhebeln lassen als vorher. Wenn wir Ihre Fenster ursprünglich geliefert haben, kennen wir das System, haben die passenden Original-Teile und übernehmen die Garantie für die fachgerechte Nachrüstung.
Eine zweite wichtige Ergänzung. Auch bei einer Nachrüstung muss das Produkt zertifiziert sein. Achten Sie auf Pilzkopfverriegelungen mit Prüfzeichen nach DIN 18104-1 oder DIN 18104-2 für nachrüstbare Sicherheitsbauteile. Billige No-Name-Produkte aus dem Internet bringen oft weniger als gar keine Sicherheit, weil sie ein falsches Sicherheitsgefühl vermitteln.
Aufschraubbare Zusatzsicherungen nach DIN 18104-1 sichern die zwei Schwachpunkte am Bestandsfenster. Ein Stangenschloss verriegelt die Griffseite über die gesamte Flügelhöhe. Bandseitensicherungen halten die Scharnierseite, an der Einbrecher gerne hebeln. Sichtbare Beschläge wirken dabei doppelt, sie sichern und schrecken schon beim Ausbaldowern ab. Entscheidend ist die Verschraubung im tragfähigen Untergrund. Eine Sicherung, die nur im weichen Kunststoff hängt, reißt beim ersten Hebelansatz aus. Ab etwa einem Meter Flügelhöhe empfehlen wir zwei Sicherungspunkte je Seite.
Nachträglich aufgeklebte Splitterschutzfolie macht das Durchschlagen der Scheibe mühsamer und lauter. Sie hält aber nur so gut wie ihre Verklebung am Scheibenrand. Genau da liegt der Unterschied zum echten Sicherheitsglas. Bei einer P4A-Verglasung liegt die reißfeste Folie zwischen zwei Glasscheiben und ist rundum im Verbund eingebettet. Die Nachrüstfolie liegt nur auf dem Glas. Für Keller- und Nebenraumfenster ist sie ein brauchbarer Kompromiss. Beim Wohnzimmerfenster im Erdgeschoss ist der Glastausch auf Verbundsicherheitsglas die verlässlichere Lösung.
Glasbruchmelder reagieren auf das Splittern der Scheibe und schlagen Alarm, bevor jemand im Raum steht. Als Aufklebe- oder Funkvariante lassen sie sich am Bestandsfenster ohne großen Aufwand nachrüsten. Am wirksamsten sind sie in Kombination mit einer Öffnungsüberwachung am Flügel. Bei neuen Fenstern übernehmen das versteckt eingebaute Reedkontakte, die direkt in die Alarmanlage eingebunden werden. Mehr dazu lesen Sie in unserem Beitrag zu den Sicherheitsfenster Preisen.
Nicht jedes Fenster verträgt eine Nachrüstung. Pilzkopfzapfen brauchen stabile Gegenstücke im Rahmen. Bei einem 30 Jahre alten Kunststofffenster ist das Material oft zu weich, die Beschlagsnut ausgeleiert oder der Holzrahmen an den Schraubpunkten morsch. Die Schrauben ziehen dann beim ersten Hebelversuch aus. Dazu kommt das Glas, denn eine alte Isolierverglasung bleibt auch mit neuen Beschlägen die schwächste Stelle. In solchen Fällen kostet die Nachrüstung viel und bringt wenig. Sind Rahmen und Glas am Ende ihrer Lebensdauer, ist der Tausch auf ein neues Fenster mit RC2-Ausstattung die wirtschaftlichere Sicherheit. Die Kosten dafür finden Sie gleich im nächsten Abschnitt.
Auch als Mieter können Sie einiges tun. Der Tausch auf abschließbare Fenstergriffe ist meist ein Eins-zu-eins-Wechsel ohne Eingriff in die Substanz. Heben Sie die alten Griffe auf und montieren Sie sie beim Auszug einfach zurück. Aufschraubbare Sicherungen hinterlassen dagegen Bohrlöcher im Rahmen, das klären Sie vorher mit dem Vermieter oder der Hausverwaltung. Fragen kostet nichts. Viele Eigentümer beteiligen sich sogar an den Kosten, weil die Sicherheitsausstattung den Wert der Wohnung hebt.
Hier kommen die Zahlen, nach denen viele Hausbesitzer suchen und die kaum jemand transparent kommuniziert. Wir tun es. Die folgenden Werte sind realistische Richtwerte für 2026, basierend auf unseren laufenden Aufträgen in Oberösterreich.
Eine Pilzkopfverriegelung mit fachgerechter Montage durch unseren Monteur kostet etwa 200 bis 250 € pro Fenster. Ein abschließbarer Fenstergriff im Tausch liegt bei etwa 50 bis 80 €. Eine Sicherheitsfolie als nachrüstbarer Verglasungs-Schutz kostet etwa 80 bis 120 € pro Quadratmeter Glasfläche. Ein Komplettpaket einer mechanischen Standardsicherung pro Fenster kommt damit auf etwa 300 bis 400 € inklusive Montage. Bei einem Einfamilienhaus mit 6 Erdgeschoss-Fenstern reden wir also über eine Investition von rund 1.800 bis 2.400 € für eine durchgängige Nachrüstung.
Der Aufpreis für ein RC2-zertifiziertes Fenster gegenüber einem Standardfenster liegt meistens zwischen 80 und 150 € pro Fenster. Bei einem normalen Einfamilienhaus mit 12 Fenstern reden wir also über einen Mehrpreis von rund 1.000 bis 1.800 € für eine komplette RC2-Ausstattung. Verglichen mit dem Schaden eines Einbruchs ist das ein verschwindend kleiner Betrag.
Aluminium-Rollläden mit Aushebelschutz und Hochschiebesicherung beginnen bei etwa 350 € pro Fenster und können je nach Größe, Bedienung und Steuerung deutlich höher liegen. Sie bieten den großen Vorteil, dass sie tagsüber Sonnenschutz und nachts Einbruchschutz in einem sind. Bei freistehenden Häusern in exponierter Lage sind sie eine sehr wirksame Ergänzung zum mechanischen Schutz am Fenster selbst.
Ein Einfamilienhaus in Linz-Land mit 14 Fenstern, davon 6 im Erdgeschoss, soll bei der ohnehin anstehenden Sanierung sicherheitstechnisch aufgewertet werden. Wir haben zwei Varianten gerechnet. Variante 1. Alle 14 Fenster werden als Standardfenster mit RC2-Aufpreis ausgeführt. Mehrkosten gegenüber der Standardausstattung etwa 1.400 €. Variante 2. Nur die 6 Erdgeschoss-Fenster werden als RC2 ausgeführt, die übrigen 8 Fenster im 1. Stock bleiben in der Standardausstattung. Mehrkosten etwa 600 €. In den meisten Fällen reicht Variante 2 völlig aus, weil der 1. Stock ohne Steighilfe für Gelegenheitstäter unattraktiv ist. Wir prüfen mit Ihnen vor Ort, welche Fenster in Ihrer Situation eine Sicherheitsausführung brauchen und welche nicht. Mehr zu konkreten Sicherheitsfenster-Preisen finden Sie auf unserer Seite Sicherheitsfenster Preise.
Der wichtigste Satz zum Thema Einbruchschutz Fenster ist dieser. Das beste RC2-Fenster ist wertlos, wenn es schlampig montiert wird. Wir sehen in der Praxis immer wieder Sicherheitsfenster, bei denen der Hersteller alles richtig gemacht hat, aber der Monteur den Rahmen mit zu wenigen Befestigungspunkten und ohne ausreichende Hinterfütterung in das Mauerwerk gesetzt hat. Solche Fenster lassen sich trotz RC2-Zertifikat in Sekunden aushebeln, weil der ganze Rahmen aus der Wand kippt.
Die ÖNORM B 5320 regelt die fachgerechte Montage von Fenstern und Außentüren in Österreich. Sie schreibt unter anderem vor, wie viele Befestigungspunkte ein Fenster braucht, wie tief sie ins tragende Mauerwerk reichen müssen, wie die Lastabtragung aussieht und wie die Anschlussfuge bauphysikalisch korrekt aussehen muss. Bei einem zertifizierten Sicherheitsfenster ist die normgerechte Montage Voraussetzung, damit die RC-Zertifizierung im Einbauzustand überhaupt gilt. Wer ein RC2-Fenster bestellt und es ohne diese Montage einbauen lässt, verliert nicht nur die Schutzwirkung, sondern auch jeden Anspruch im Versicherungsfall.
Wir bei Fenster-Schmidinger arbeiten ausschließlich mit eigenen, geschulten Monteuren. Keine Subunternehmer, keine Fremdfirmen, keine Aushilfskräfte. Jeder unserer Monteure ist auf die ÖNORM B 5320 geschult und weiß genau, welche Befestigungspunkte ein Sicherheitsfenster braucht und wie die Anschlussfuge im Bereich der Verriegelung verstärkt werden muss. Das ist der Grund, warum wir bei jedem Sicherheitsfenster die Verantwortung für die Montage selbst übernehmen. Mehr zur normgerechten Montage finden Sie auf unserer Seite ÖNORM B 5320 Fenstermontage.
Eine eigene Bundesförderung für einbruchhemmende Fenster gibt es in Österreich derzeit nicht. Auch der Sanierungsbonus des Bundes hilft aktuell nicht weiter. Er ist für den Fenstertausch seit 2. Februar 2026 gestoppt, neue Anträge nimmt der Bund nur noch für den Kesseltausch an.
Was weiter läuft, ist die Wohnbauförderung des Landes Oberösterreich. Beim Fenstertausch im Eigenheim mit bis zu drei Wohnungen sind bis zu 2.250 € Zuschuss möglich. Bei Miet- und Eigentumswohnungen sind es 15 % der Kosten, maximal 1.000 € pro Wohnung. Tauschen Sie im Zuge einer Sanierung auf neue Fenster mit RC2-Ausstattung, laufen die Kosten über diese normale Fenstertausch-Förderung mit. Dazu kommt die Öko-Sonderausgabenpauschale mit bis zu 800 € pro Person und Jahr.
Die Förderlandschaft ändert sich gerade oft. Klären Sie den aktuellen Stand daher vor der Auftragsvergabe, gerne auch im Beratungsgespräch mit uns. Alle Details und die Antragswege finden Sie in unserem Ratgeber Förderungen für Fenster & Türen in Oberösterreich.
Auch wenn dieser Beitrag das Thema neue und nachgerüstete Sicherheitsfenster in den Mittelpunkt stellt, gehört die Urlaubszeit als klassische Einbruchssaison dazu. Auch der beste Einbruchschutz Fenster wirkt nur, wenn das Verhalten rund ums Haus stimmt. Statistisch steigt die Zahl der Einbrüche in den Sommerferien und rund um die Weihnachtsfeiertage deutlich an. Hier eine kompakte Checkliste, die Sie wenige Tage vor der Abreise einmal in Ruhe durchgehen sollten.
Vor dem Urlaub. 9 Punkte für mehr Sicherheit zu Hause
Diese Maßnahmen ersetzen kein Sicherheitsfenster, aber sie ergänzen es perfekt. Wer ein RC2-Fenster eingebaut hat und gleichzeitig diese Checkliste beherzigt, hat statistisch ein extrem niedriges Einbruchsrisiko. Die Kombination aus mechanischer Sicherheit am Fenster und cleverem Verhalten im Alltag ist der wirksamste Schutz, den ein Einfamilienhaus haben kann.
Drei Beobachtungen aus über 45 Jahren Schmidinger-Erfahrung in Oberösterreich, die immer wiederkehren und die Sie bei Ihrer Entscheidung mitnehmen sollten.
Erstens. Hausbesitzer schätzen ihr eigenes Risiko falsch ein. Wer in einer ruhigen Sackgasse in Linz-Urfahr oder am Stadtrand von Vöcklabruck wohnt, denkt oft, hier passiert nichts. Tatsächlich sind genau diese ruhigen Lagen für Einbrecher attraktiv, weil sie ungestört arbeiten können. Wir empfehlen die Polizei-Linie. RC2 im Erdgeschoss als Standard, unabhängig von der gefühlten Sicherheit.
Zweitens. Die Kombination aus Pilzkopfverriegelung und abschließbarem Griff ist die wirksamste Maßnahme mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Beides zusammen kostet pro Fenster im Aufpreis kaum etwas, hebt das Sicherheitsniveau aber von Standard auf RC2-Niveau. Wer hier spart, spart an der falschen Stelle. Diese 80 bis 150 € Aufpreis pro Fenster sind die beste Investition in die Sicherheit Ihrer Familie, die wir uns vorstellen können.
Drittens. Wir haben schon Sicherheitsfenster von Mitbewerbern gesehen, die nach drei Jahren ausgehebelt waren, weil die Anschlussfuge schlampig ausgeführt wurde oder die Befestigungspunkte zu wenige waren. Bei einem Sicherheitsfenster ist die Montage genauso wichtig wie das Produkt selbst. Wir nehmen diese Verantwortung ernst und arbeiten ausschließlich mit eigenen Monteuren nach ÖNORM B 5320. Das ist kein Marketing-Versprechen, sondern unsere tägliche Praxis seit über vier Jahrzehnten.
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Sicherheit ist Vertrauenssache. Bei Fenster-Schmidinger in Gramastetten beraten wir Sie ehrlich, ohne Verkaufsdruck und ohne Standardlösung. Wir schauen uns Ihr Haus an, bewerten das Risiko gemeinsam mit Ihnen, klären das Budget und schlagen Ihnen genau die Lösung vor, die für Ihre Situation passt. Manchmal ist das ein Komplettaustausch mit RC2-Ausstattung, manchmal eine gezielte Nachrüstung der Erdgeschossfenster, manchmal eine Kombination aus beidem.
Unsere Berater kommen auf Wunsch zu Ihnen vor Ort und nehmen sich Zeit für eine ehrliche Einschätzung. Sie können auch direkt in unseren Schauraum in Gramastetten kommen und die verschiedenen Sicherheitsbeschläge, Verglasungen und Profile in Ruhe vergleichen. So sehen Sie mit eigenen Augen, was eine Pilzkopfverriegelung von einem normalen Rollzapfen unterscheidet, wie ein VSG-Glas auf einen Hammerschlag reagiert und welche Beschläge wir warum verwenden.
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