Fenster und Türen abdichten in Österreich – alle Lösungen im Überblick
Bei Zugluft am Fenster gibt es drei realistische Wege: Beschläge nachjustieren lassen, Dichtungen erneuern oder das Fenster komplett tauschen. Welche Option in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom Alter der Fenster, vom Zustand der Bauanschlussfuge und von der Größe des Problems ab.
In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen die typischen Ursachen für undichte Fenster und Türen, was Sie als Heimwerker selbst machen können, wann sich der Profi lohnt und ab wann ein Fenstertausch wirtschaftlich die bessere Wahl ist. Den passenden Detail-Beitrag verlinken wir jeweils dazu, etwa zur Fehlersuche bei undichten Fenstern, zur Zugluft-Diagnose mit Papiertest, zur Kellerfenster-Abdichtung und zur Pflege der Fensterdichtungen.
Bei einer Sanierung mit neuen Fenstern arbeiten wir nach ÖNORM B 5320. Diese österreichische Norm regelt das 3-Ebenen-Prinzip der Fugenabdichtung: außen schlagregendicht, mittig wärmegedämmt, innen luftdicht. Damit wird sichergestellt, dass die Anschlussfuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk dauerhaft dicht bleibt.
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Inhaltsverzeichnis
10 Punkte, die Sie selbst überprüfen können. Die meisten Sachen lassen sich mit etwas handwerklichem Geschick selbst angehen, bei einigen empfiehlt sich der Fachbetrieb.
Bevor Sie loslegen, lohnt sich eine kurze Diagnose. Die folgende Tabelle ordnet die häufigsten Symptome den typischen Ursachen zu und zeigt, wo Sie weiterlesen können oder wann sich ein Beratungstermin lohnt.
| Symptom | Wahrscheinliche Ursache | Empfohlener nächster Schritt |
|---|---|---|
| Spürbare Zugluft am Rahmen | Poröse Dichtung oder zu schwacher Anpressdruck | Diagnose mit Papiertest und Beschlag-Justierung |
| Fenster schließt nicht mehr richtig | Verzogener Flügel oder verstellte Beschläge | Service durch Fachbetrieb, siehe Fenster undicht – was tun? |
| Kondenswasser am Rahmen innen | Kältebrücke an der Anschlussfuge | Anschlussfuge prüfen, evtl. Sanierung nach ÖNORM B 5320 |
| Schimmel an der Laibung | Undichte Bauanschlussfuge oder Wärmebrücke | Sofort Fachbetrieb kontaktieren, Ursache vor Ort klären |
| Wassereintritt bei Schlagregen | Defekte Außenabdichtung oder verstopfte Entwässerung | Sofort handeln, Außenabdichtung erneuern |
| Hörbare Außengeräusche | Mangelnde Schalldämmung oder undichte Fuge | Glas oder ganze Fenster prüfen, ggf. Schallschutzfenster |
| Feuchter Keller, beschlagene Scheiben | Undichtes Kellerfenster oder Lichtschacht-Problem | Detail-Ratgeber Kellerfenster abdichten |
| Fenster älter als 30 Jahre ⭐ | Material- und Dichtungsalterung | Fenstertausch meist wirtschaftlicher als Reparatur |
ℹ️ Bei Symptomen wie Schimmel, Wassereintritt oder dauerhaftem Kondenswasser sollten Sie nicht selbst experimentieren. Ein Vor-Ort-Termin in Oberösterreich kostet bei uns nichts und bringt Klarheit, ob eine Sanierung der Anschlussfuge oder ein kompletter Tausch sinnvoller ist.
Abdichten ist eine Sofortlösung, kein Ersatz für gute Fenster. Bei modernen Fenstern bis ca. 15 Jahre lohnt sich Reparatur und Wartung fast immer. Bei älteren Fenstern wird die Rechnung schnell anders. Hier die fünf Faktoren, die in der Praxis den Ausschlag geben.
| Faktor | Pro Reparatur | Pro Tausch |
|---|---|---|
| Alter der Fenster | bis ca. 15 Jahre | über 25 bis 30 Jahre |
| Verglasung | 2-fach mit gutem U-Wert | Einfachglas oder Uralt-2-fach |
| Rahmen-Zustand | fest, gerade, nicht verzogen | verzogen, Holz angefault, Profil rissig |
| Heizkostensituation | moderate Heizkosten | auffällig hohe Heizkosten |
| Schimmel oder Wassereintritt ⭐ | nur bei isolierten Einzelfällen | bei wiederkehrenden Problemen |
ℹ️ Faustregel aus unserer Praxis: Wenn drei oder mehr Faktoren auf „Pro Tausch“ zeigen, lohnt sich die Investition in neue Fenster meist innerhalb von 8 bis 12 Jahren über die eingesparten Heizkosten. Konkrete Zahlen finden Sie im Heizkosten-Rechenbeispiel zum Wechsel auf 3-fach Verglasung.
Szenario 1: Kunststofffenster aus den 2000er-Jahren mit Zugluft.
Hier lohnt sich fast immer das Erneuern der Dichtungen plus Beschlag-Justierung. Kosten meist unter 200 € pro Fenster, Wirkung sofort spürbar. Tausch wäre Geldverschwendung.
Szenario 2: Holzfenster aus den 1980ern mit Kondenswasser und schief schließendem Flügel.
Reparatur ist möglich, lohnt sich aber selten. Die Dichtungstechnik dieser Generation ist veraltet, der U-Wert liegt bei 2,8 W/m²K oder schlechter. Mit modernen 3-fach Fenstern senken Sie den U-Wert auf 0,8 und sparen jährlich vierstellige Beträge an Heizkosten.
Szenario 3: Schimmel an der Laibung trotz mehrfacher Abdichtungsversuche.
Hier reden wir nicht über kosmetische Probleme, sondern über bauphysikalische Schäden. Die Bauanschlussfuge muss komplett neu nach ÖNORM B 5320 aufgebaut werden, was meist nur in Verbindung mit einem Fenstertausch wirtschaftlich ist.
Vor-Ort-Termin in Oberösterreich
Reparieren oder tauschen? Wir schauen vorbei und sagen es Ihnen ehrlich
Bei unklaren Fällen lohnt sich der Vor-Ort-Termin. Wir prüfen Beschläge, Dichtungen und die Anschlussfuge, machen den Papier- und Feuerzeug-Test und sagen Ihnen ohne Verkaufsdruck, ob Reparatur oder Tausch wirtschaftlicher ist. Innerhalb 1,5 Stunden Fahrtzeit von Gramastetten kostet die Vor-Ort-Beratung nichts.
Je nach Situation lohnt sich ein vertiefter Blick in einen der Spezialbeiträge. Hier finden Sie alle relevanten Detail-Themen aus unserem Ratgeber-Cluster:
In der kalten Jahreszeit zeigen sich Schwachstellen an Fenstern und Türen besonders deutlich. Sichtbar an Beschlag, spürbar am Luftzug. An kalten Tagen lohnt sich daher die genauere Prüfung. Wer früh handelt, spart sich teure Folgeschäden wie Schimmelbildung oder durchfeuchtete Laibungen.
Der einfachste Selbsttest ist der Feuerzeug-Test. Halten Sie eine Kerze oder ein Teelicht langsam entlang des Fensterrahmens, vor allem im Bereich des Anschlusses zum Mauerwerk. Flackert die Flamme deutlich, dringt dort Luft ein.
Achtung. Halten Sie ausreichend Abstand zu Mauerwerk und Rahmen, damit nichts beschädigt wird. Vorhänge sicher zur Seite ziehen oder abnehmen, damit sie kein Feuer fangen. Wer dem Feuerzeug-Test misstraut, ertastet die Stellen einfach mit der Hand.
Als zusätzliche Prüfmethoden eignen sich Räucherstäbchen für die visuelle Kontrolle und ein Infrarot-Thermometer für die Erkennung von Kältebrücken. Beides ergänzt den Feuerzeug-Test, bringt aber präzisere Ergebnisse, weil die Daten nicht nur „gefühlt“ sind. Bei komplexeren Problemen am Maueranschluss oder bei großflächigen Undichtigkeiten lohnt sich der Anruf beim Fachbetrieb.

Mit dem Feuerzeug-Test finden Sie Zugluft-Stellen am Fenster schnell. Vorsicht bei Vorhängen und nicht zu nahe ans Material gehen.
Bevor Sie zur Dichtung greifen, lohnt eine andere Prüfung. Oft ist gar kein Dichtungstausch nötig, sondern nur eine Nachjustierung. Das ist die einfachste und günstigste Methode, um Fenster wieder dicht zu bekommen.
So gehen Sie vor. Schließen Sie das Fenster und versuchen Sie, am Flügel leicht zu ziehen oder zu rütteln. Lässt sich Spielraum erkennen, kontrollieren Sie die Schließbleche. Sind die fest und das Problem bleibt, sind die Schließzapfen am Flügel dran. Diese sitzen meist auf einer Ellipse, die sich mit einem Inbus-Schlüssel drehen lässt. So passen Sie den Anpressdruck an.
Sind die Dichtungen sichtbar in Ordnung und es zieht trotzdem, ist eine Neujustierung der Beschläge nötig. Ein Fachbetrieb erledigt das mit dem richtigen Werkzeug in wenigen Minuten pro Fenster. Vorher prüfen Sie selbst mit dem Papier-Test. Klemmen Sie ein Blatt Papier zwischen Flügel und Rahmen, schließen Sie das Fenster und ziehen Sie das Blatt heraus. Spüren Sie kaum Widerstand, sitzt der Anpressdruck zu locker.
Eine wichtige Sicherheitswarnung. Einstellungen am Fensterbeschlag bitte nur dann selbst machen, wenn Sie wirklich wissen, was Sie tun. Wer ohne Erfahrung an Schließzapfen und Beschlägen schraubt, riskiert im schlimmsten Fall, dass der Flügel aushängt und herunterfällt.
Hilft die Nachjustierung nichts, schauen Sie sich die Gummilippen der Dichtung genauer an. Sind die spröde, rissig oder geschrumpft, müssen sie raus.
So gehen Sie vor. Messen Sie den Umfang des Fensters und rechnen Sie 20 bis 30 Zentimeter Reserve dazu. Schneiden Sie ein kurzes Musterstück der alten Dichtung ab und fahren Sie damit zum Hersteller oder zu einem spezialisierten Händler. Anhand des Profils erkennt der Fachmann, welche Ersatzdichtung passt.
Da es viele unterschiedliche Fenstersysteme gibt, ist der Gang zum ursprünglichen Hersteller fast immer die beste Wahl. Baumarkt-Dichtungen passen oft nicht exakt und reißen nach kurzer Zeit wieder.
Bevor Sie das Musterstück abschneiden, fragen Sie beim Hersteller nach Ersatzdichtungen und der genauen Vorgehensweise. Manche Hersteller verlangen Fotos statt einem Musterstück.

Defekte Dichtungen erkennen Sie an Rissen, Schrumpfung oder verhärteter Oberfläche. Vor dem Tausch prüfen, ob sich die Sanierung lohnt oder ein Tausch wirtschaftlicher ist.
Extra-Tipp
Fachfirma in der Nähe für die Fensterabdichtung
Den Dichtungstausch oder die Beschlag-Einstellung sollten Sie nur selbst machen, wenn Sie sich damit wirklich auskennen. Schon eine kleine Verstellung am Beschlag kann reichen, dass das Fenster nicht mehr funktioniert oder im schlimmsten Fall der Flügel aushängt. Wer unsicher ist, ist mit einem Fachbetrieb besser beraten. Spart Nerven und am Ende oft auch Geld.

Den jährlichen Fensterservice am besten im September oder Oktober einplanen, damit alles vor der Heizperiode dicht ist.
Mit der neuen Dichtung in der Hand geht es so weiter. Entfernen Sie die alte Dichtung aus dem Falz und schaben Sie den angesammelten Schmutz heraus. Mit einem feuchten Tuch die Nut sauber wischen, kurz trocknen lassen.
Die meisten Dichtungen haben einen kleinen Keder mit Widerhaken am Fuß. Drücken Sie die neue Dichtung in die Nut, ohne sie zu dehnen. Wer zieht, hat später Probleme an den Ecken, weil die Dichtung sich bei Kälte zusammenzieht. Versuchen Sie, die Ecken in einem Stück zu nehmen, also nicht abschneiden, sondern um die Ecke schieben. Geht das nicht, können Sie die Dichtung an den Ecken mit speziellem Kunststoffkleber verbinden.
Nach dem Einziehen der Dichtung kommt der Anpressdruck. Drehen Sie die Schließzapfen so, dass das Fenster ohne Drücken oder Pressen sauber schließt. Diese Einstellung machen Sie nur selbst, wenn Sie mit dem Beschlagssystem vertraut sind. Im Zweifel ran an den Profi.
Den ganzen Vorgang machen Sie einmal rundherum am Fenster. Wenn alles sitzt, schließt das Fenster wieder ohne Zugluft.

Acht Schritte für den Dichtungstausch bei Kunststoff-Fenstern. Im Zweifel den genauen Ablauf beim Fensterhersteller erfragen.
Bei Balkontüren und Terrassentüren funktioniert das Abdichten ähnlich wie beim Fenster. Die Dichtungslogik ist gleich, der Aufwand wegen der Größe oft höher. Zwei Besonderheiten gibt es trotzdem.
Bodendichtung an der Schwelle. Bei Balkontüren reibt die untere Dichtung beim Öffnen über die Schwelle. Mit der Zeit wird sie dort als erstes spröde. Wer sie tauschen will, muss bei vielen Türsystemen den Flügel ausheben. Das ist Profiarbeit. Spätestens hier lohnt der Anruf beim Fachbetrieb.
Anschluss an den Bodenaufbau. Vor allem bei Terrassentüren am Übergang Innen/Außen sammelt sich oft Wasser auf der Außenseite und drückt unter die Schwelle. Wenn dort die Abdichtung zum Mauerwerk schadhaft ist, läuft Wasser in den Estrich. Hier hilft kein neuer Gummi, sondern eine Sanierung der Anschlussfuge. Mehr zur Detailausführung lesen Sie im Beitrag ÖNORM-Montage Schritt für Schritt.
Wenn Sie die alte Tür ohnehin tauschen wollen, ist das oft die wirtschaftlichere Lösung als wiederholte Reparaturen. Ob sich der Aufwand lohnt, prüfen wir gerne vor Ort.
Bei Wohnungstüren und Nebeneingangstüren steht meist ein anderes Thema im Vordergrund. Holztüren ziehen sich mit der Zeit zusammen oder verziehen sich. Dadurch passt der Anpressdruck nicht mehr und es zieht zwischen Tür und Zarge.
Wenn die Türdichtung in einem Falz eingearbeitet ist, müssen Sie die alte Dichtung vorsichtig herausziehen. Die ist meist verklebt, also nicht mit Gewalt rausreißen, sonst beschädigen Sie die Nut. Aufgeklebte Dichtungen lassen sich oft einfacher abziehen. Den Umfang ausmessen, 20 bis 30 cm dazurechnen, beim Händler die passende Gummilippe besorgen.
Bei Falzdichtungen möglichst die gleiche Bauart kaufen, das macht die Montage einfacher. Bei aufgeklebten Lippen ist eine schlauchförmige Quetschdichtung oft die beste Wahl, weil sie mehrere Millimeter Spalt mit nur einem Profil ausgleicht.

Die Terrassentür-Abdichtung im Neubau ist nach ÖNORM B 5320 in drei Ebenen ausgeführt. Innen luftdicht, mittig gedämmt, außen schlagregendicht.
Den Spalt unter der Wohnungstür dichten Sie mit Schleifdichtungen, Zugluftstoppern oder Absenkdichtungen ab. Alle drei Varianten gibt es im Baumarkt oder beim Fachhändler.
Schleifdichtungen sind die einfachste Lösung. Sie werden unten am Türblatt montiert und schleifen leicht über den Boden. Zugluftstopper sind eher textile Lösungen, die einfach vor die Tür gelegt werden, aber nicht hängen bleiben. Absenkdichtungen sind die hochwertigste Variante. Beim Schließen der Tür senkt sich automatisch eine Dichtleiste ab und schließt den Spalt. Beim Öffnen geht sie wieder hoch.
Achten Sie bei der Materialwahl auf langlebigen Gummi oder Silikon. Billige Schaumstoffvarianten halten oft nur eine Saison. Eine vernünftige Spaltabdichtung spart deutlich Heizkosten und dämpft zusätzlich Geräusche aus dem Stiegenhaus.

Drei Varianten für die Spaltabdichtung an der Wohnungstür. Schleifdichtung, Zugluftstopper und Absenkdichtung im Vergleich.
Bei alten Holzfenstern braucht es vor der Montage etwas mehr Vorbereitung. Lockere Farbschichten zuerst abschaben, damit die Klebefläche tragfähig ist. Den Falz mit einem feuchten Tuch sauber wischen und trocknen lassen. Erst dann kommt die Gummilippe drauf.
Beim Ankleben gilt das Gleiche wie bei Kunststofffenstern. Die Dichtung darf nicht gezogen werden, sonst zieht sie sich später zurück und es entstehen Lücken an den Ecken. An den Ecken die Dichtung lieber zusammenschieben und in einem 90-Grad-Knick um die Ecke führen, statt zu schneiden. Am Ende verkleben Sie die beiden Endstücke miteinander.
Bei Falzdichtungen muss vor der Neumontage der Falz von alten Klebstoffresten gereinigt werden. Den Keder pressen Sie mit einem flachen Gegenstand in die Nut, aber bitte kein Stemmeisen verwenden. Das beschädigt die Dichtung. Auch hier nicht ziehen, sondern ohne Zug einpressen. Zur Sicherung können Sie die Dichtung an mehreren Stellen mit einem schnell trocknenden Alleskleber fixieren.
Bei alten Kastenfenstern liegt die Sache etwas anders. Diese Fenster haben meist keine umlaufenden Dichtungen wie moderne Systeme, sondern werden mit Fensterkitt abgedichtet. Der Kitt fixiert die Glasscheiben in den Flügeln und schützt vor Zugluft. Über die Jahre wird er brüchig und blättert ab.
Wer den Kitt erneuert, hält das Fenster historisch korrekt instand. Punktuelles Ausbessern reicht aber meist nicht. Der alte Kitt muss komplett raus, sonst hält der neue nicht. Ein gewisses Restrisiko gibt es immer. Beim Entfernen des Kitts kann Glas brechen, was den Aufwand und die Kosten erhöht.

Bei Kastenfenstern erneuert der Glaser den Fensterkitt. Eine preiswerte Alternative zum kompletten Austausch bei historischen Bauten.
So läuft der Kittaustausch ab. Den Fensterflügel auf eine Werkbank legen. Den alten Kitt mit Stemmeisen oder einem speziellen Kittmesser vorsichtig herauskratzen. Glasflächen und Flügel reinigen und trocknen. Den neuen Kitt mit dem Kittmesser in die Fuge drücken und überschüssiges Material sauber abziehen. Alle Hohlräume müssen geschlossen sein. Der Kitt braucht ein paar Tage zum Antrocknen, bevor das Glas wieder fest sitzt.
Wer sich diese Aufgabe nicht zutraut, lässt sie am besten vom Glaser oder einer spezialisierten Tischlerei machen. Die Kosten halten sich in Grenzen, das Ergebnis ist aber deutlich besser als bei einem misslungenen DIY-Versuch.

Historische Holzfenster lassen sich oft mit moderater Investition wieder dicht bekommen. Voraussetzung ist intakte Bausubstanz.
Neben Dichtungen und Beschlägen ist die Anschlussfuge zwischen Fensterrahmen und Mauerwerk eine der häufigsten Ursachen für Zugluft. Bei Altbau-Fenstern zeigt sich das Problem oft erst nach Jahren, wenn das Mauerwerk arbeitet und im Anschlussbereich Risse entstehen.
Früher haben Handwerker bei der Fenstermontage oft auf zusätzliche Dämmmaterialien verzichtet. Vorkomprimierte Bänder, Dichtungsfolien oder Anputzleisten waren entweder nicht verfügbar oder wurden aus Kostengründen weggelassen. Heute regelt die ÖNORM B 5320 die fachgerechte Montage in drei Ebenen. Bei Altbau-Sanierungen lohnt sich der Blick auf diese Fugen besonders. Wie eine ÖNORM-konforme Fenstermontage abläuft, beschreiben wir im Beitrag Ablauf einer ÖNORM-Montage.
So prüfen Sie Ihre Anschlussfugen. Schauen Sie bei Tageslicht entlang des Fensteranschlusses. Suchen Sie nach Rissen, abgelösten Deckleisten oder offenen Stellen. Eine Lupe hilft bei feinen Haarrissen. An kalten Tagen hält man die Hand entlang des Anschlussbereichs und spürt Luftzug, wenn die Fuge undicht ist.

Risse am Maueranschluss bei Altbau-Fenstern lassen sich oft mit Dichtmasse oder Anputzleisten beheben. Bei größeren Schäden hilft nur die Sanierung der Fuge.
Eine besondere Schwachstelle ist der Bereich unter den Fensterbänken. Hier wurde in der Vergangenheit häufig auf Dämmmaterialien verzichtet. Auch bei modernen Fensterbänken gibt es manchmal kleine Lücken zwischen Fensterprofil und Bankunterseite. Mit Dichtmasse oder Acryl lassen sich diese Stellen meist mit wenig Aufwand verschließen. Wer den Eingriff nicht selbst machen will, fragt einen Fensterservice. Mehr dazu im Beitrag Fenstermontage Fehler vermeiden.

Anschlussfugen zwischen Rahmen und Mauerwerk sind im Altbau oft die Schwachstelle. Auch Balkontüren in alten Häusern brauchen hier oft eine Nachsanierung.

Nehmen Sie ein einfaches Kopierpapierblatt und legen Sie es zwischen Fensterflügel und Rahmen, während das Fenster geöffnet ist. Schließen Sie das Fenster. Wenn das Papier nun stecken bleibt, besteht kein Handlungsbedarf; wenn es leicht herausgleitet, sind Ihre Fenster möglicherweise undicht. Mögliche Ursachen: verschlissene Dichtungen, zu niedriger Anpressdruck oder verzogene bzw. falsch eingestellte Beschläge. Testen Sie mehrere Stellen und vermeiden Sie die Blockierung von Mechaniken wie Rollzapfen oder anderen beweglichen Teilen.

Falls Ihre Fenster über eine dafür vorgesehene Dichtungsnut verfügen, können Sie zusätzliche Dichtungen oder ein Dichtungsband montieren. Bei neueren Fenstermodellen sind jedoch häufig bereits drei Dichtungsebenen standardmäßig vorhanden.

Wie kann ich meine alten Kellerfenster abdichten? Der Handwerker trägt Dichtmasse an einem weißen Fensterrahmen auf, um Undichtigkeiten zu beheben.

Meine Fenster sind älter als 40 Jahre und die Fensterdichtungen müssen ausgetauscht werden. Führen Sie solche Arbeiten durch im Altbau?

Was sind die Kosten, wenn man sich die Fenster abdichten lässt? Frau macht Notizen zur Planung von Fensterabdichtungsarbeiten.

Der Austausch von Dichtungen bei Hebeschiebetüren ist grundsätzlich möglich, erfordert jedoch aufgrund der Flügelgewichte und der Konstruktion oft einen erheblichen Aufwand - bis hin zum kompletten Ausheben des Türflügels.

Warum ist die fachgerechte Abdichtung von Fenstern und Türen so wichtig? Mann denkt über die Vorteile einer dichten Montage nach.

Die Wahl des Abdichtungsmaterials für Fenster und Türen hängt von der Spaltgröße und den spezifischen Anforderungen an den Wärme-, Schall- oder Feuchtigkeitsschutz ab.

Beim Abdichten von Fenstern und Wintergärten führen Fehler wie die falsche Materialwahl, mangelhafte Untergrundvorbehandlung oder eine nur einseitige Abdichtung oft zu teuren Folgeschäden wie Schimmel oder Energieverlust.

Die dauerhafte Abdichtung einer Terrassentür zum Mauerwerk erfordert einen sauberen, trockenen Untergrund und ein systemisches Vorgehen. In der Regel kommen Dichtbänder oder Folien zum Einsatz, die innen luftdicht und außen witterungsgeschützt sowie dampfdiffusionsoffen abschließen.

Wie wichtig sind Dichtungen und Anpressdruck? Bild zeigt Monteur beim Prüfen eines Fensters mit Papier zwischen Rahmen und Flügel.

Links erkennt man eine poröse, spröde Silikonfuge auf einer grauen Natursteinfläche, rechts eine unregelmäßig aufgetragene Abdichtung an der Hauswand. Die Grafik erläutert die häufigsten Verarbeitungsfehler und empfiehlt, die Fuge durch Fachbetriebe neu abdichten zu lassen.
Sie haben eine Frage zum Thema Fenster abdichten oder kämpfen mit Zugluft? Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail und wir melden uns umgehend bei Ihnen.
Sie wollen wissen, welche Möglichkeiten Sie haben, Ihre Fenster oder Balkontüren gegen Zugluft abzudichten? Oder steht nach mehreren Reparaturversuchen ohnehin der Tausch an? Beides klären wir gemeinsam. Bei einem unverbindlichen Beratungstermin schauen wir uns die Situation vor Ort an.
Wer bei alten Fenstern primär die Dichtungen tauschen will und keine Schmidinger-Produkte verbaut hat, dem empfehlen wir die Firma FENSTERDICHT. Das Unternehmen hat sich auf solche Arbeiten spezialisiert.
Rufen Sie uns unter +43 7239 7031 an oder schreiben Sie an office@fensterschmidinger.at. Wer einen Fenstertausch in Erwägung zieht, kann auch direkt unsere Online-Terminplanung nutzen.
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